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Wirtschaftsregion Meißen 2017

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Der Landkreis Meißen beinhaltet das Kerngebiet der einstigen Markgrafschaft Meißen, unter Historikern als „Wiege Sachsens“ bekannt.

VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG |WIRTSCHAFT IN SACHSEN 30 ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Beratung mitHerzund System PR-ANZEIGE Seit mehr als zwei Jahrzehnten berät Andrea Kaminski Firmen in herausfordernden Situationen. Stets findet sie dabei die richtigen Worte und legt den Finger indie Wunde. Wenn Unternehmen nicht mehr weiter wissen, schlägt ihre große Stunde. Selbst inder größten Krise behält Unternehmensberaterin Andrea Kaminski aus Grumbach einen kühlen Kopf. „Ich habe bewusst einen Adler als Symbol für mein Leistungsangebot gewählt, weil ich die Unternehmen ganz unvoreingenommen aus verschiedenen Perspektiven betrachte und dabei nicht betriebsblind bin“,beschreibtdie 53-Jährige ihren Vorteil als externe Beraterin, Trainerin und Coach. Sie arbeite sich schnell in die jeweiligen Unternehmenskulturen ein und habe einen Blick für die zentralen Prozesse und Strukturen, so Kaminski. Auf diese Weise konnte sie schon vielen Firmen zu einer Weiterentwicklung verhelfen. Bekannte Beispiele sind unter anderem das Hotel Elbresidenz in Bad Schandau, das sie 2016 als Interimsmanagerin zu einem erfolgreichen Neustart führte, oder ihr seit 2008 andauerndes Engagement im IFA Hotel und Ferienpark Schöneck, wo sie als Qualitätsbeauftragte zum Beispiel darauf achtet, dass die Qualitätsstandards eingehalten werden oder wie das Personal mit den Gästenumgeht. Ganzgleich jedoch wie intensiv und herausfordernd die Aufgabe auch ist, stets bleibt Kaminski ihrem systematischen Ansatz treu. „Ich orientiere mich anden drei Prinzipien Ganzheitlichkeit, Praxisbezug und strukturierte Vorgehensweise“, sagt die Unternehmerin, die in den Bereichen Gesundheitswesen, Tourismus, Andrea Kaminski Es macht mir Spaß, die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen zu analysieren. Industrie und Handwerk tätig ist und dabei vom kleinen und mittleren Unternehmen bis zum großen Konzern das ganze Spektrum betreut und über ein erfahrenes Netzwerk verfügt. Angefangen hat Andrea Kaminski mit ihrer Selbstständigkeit bereits 1993, damals zunächst als freiberufliche Dozentin. „Als Trainerin habe ich unter anderem Mitarbeiter motiviert, gecoacht und geschult. Allerdings merkte ich nach kurzer Zeit, dass esmir auch große Freude bereitet, die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen zu analysieren und zu überlegen, wie man den Umsatz weiter steigern könnte“, sagt sie. Damit die Sache Hand und Fuß hat, absolviert die frühere Pädagogin deshalb nebenberuflich ein Studium der Betriebswirtschaft und bildet sich außerdem auf dem Feld der Psychologie fort. Dennoch würde sie nie sagen: Ich mache alles. „Ich konzentriere mich auf die Dinge, die ich besonders gutkann. Für alles andere beziehe ich meine Netzwerkpartner aktiv in das Projekt mit ein.“ Im Laufe der Jahre hat sich die Unternehmerin stetig weiterentwickelt. Während der Wechsel von der Lehrtätigkeit zur Firmenberatung im Jahr 1996 ein erster Schritt war, gelang ihr 2007 der Sprung auf die deutschlandweite Bühne. „Ich bin Assessorin und Auditorin und arbeite im Bewertungsteam des Ludwig-Erhard-Preises in Frankfurt am Main mit und bewerte dort Firmen in punktoQualitätsmanagement.EinHöhepunkt ist die jährliche Preisverleihung.BeidieserGelegenheit ergaben sich erstmals Kontakte zu Großunternehmen, sagt sie. Zugute kommt ihr sowohl beim Beraten als auch beim Netzwerken ihr Kom-munikationstalent. „Vom Top-Management bis zum einfachen Mitarbeiter finde ich immer die passende Ansprache, um Dinge anzuschieben und etwas zu bewegen“, sagt die Beraterin. Seit 2008 führt sie die Firmen sogar gelegentlich selbst als Interimsmanager. Für einige Zeit begleitet sie dann Mittelständler in Übergangsphasen, wenn ein Nachfolger gesucht wird oder wenn ein Unternehmen an die Herausforderungen der Digitalisierung herangeführt werden muss. Zur Zeit erfolgt in vielen Firmen die Umstellung der DIN ISO 9001-2008 auf die aktualisierte Norm 2015. Bei so viel Arbeit hat sich Kaminski ihre Freizeit aufrichtig verdient und findet diese Auszeiten auch sehr wichtig. „Ich habe in den vergangenen Jahren gelernt, dass ich mit meinen Kräften haushalten muss“, sagt sie. Neben Reisen in ferne Länder wie zum Beispiel China entspannt sie vor allem beim Malen und Fotografieren. Außerdem ist sie mit ihrem Mann im Verein „Silber-Schmelzhütte Sankt Georgen“ in Schneeberg aktiv, dersich für die originalgetreue Sanierung der Georgenhütte einsetzt. Andrea Kaminski Unternehmensberatung Mühlweg 7·01723 Grumbach Mobil: 0172 6654165 info@kaminski-beratung.de www.kaminski-beratung.de AKTUELLE KULTURELLE ANGEBOTE: v 02.09.2017 | 04.11.2017 | 02.12.2017 15 Uhr (Dauer 90 min) Weinprobe mit Führung »Sächsische Weinprobemit Führung« Veranstaltungsreihe im Rahmen des Jubiläums »25 Jahre Sächsische Weinstraße 2017« So., 03.09.2017 |17Uhr |8.Kammerkonzert »KlassiktrifftRomantik« Musik von Beethoven und Dvorak u.a. So., 17.09.2017 |17Uhr |9.Kammerkonzert »Fantasien ausdreiJahrhunderten« Musik von Telemann, van Eyck, Mozart u.a. Sa./So., 07.–08.10.2017 »2.ChurfürstlichesWeinbergfest« Ein Winzer- und Jagdaufzug mit Jagdgöttin Diana, barocker Folkmusik, Volks- und Winzertänzen, Hornbläsern, Wein- und Trinkliedern, traditionellem Bogenschießen, Falknervorführungen, Most- und Weinverkostung, Wildbret, Händlern und Gauklerfreuden. Mi.– Sa. |20.–23.12.2017 »Weihnachten für dieganze Familie« Weihnachtsmarkt DamitIhreVeranstaltung ein voller Erfolg wird! Wer für private Feiern oder Firmenveranstaltungen einen charmanten und durchaus nicht alltäglichen Ort sucht, wird auf der Hoflößnitz sicherlich fündig. Und zusätzlich zum passenden Ambiente offerieren wir auf Wunsch auch ein kulinarisches und/ oder kulturelles Rahmenprogramm. Wir bieten Räumlichkeiten und organisatorische Unterstützung für: •Familienfeierlichkeiten •Tagungen, Seminare, Präsentationen •Kunden- und Mitarbeiterevents •Firmenjubiläen • Empfänge •Weinabende und Weinproben A v Stiftung Hoflößnitz GENUSS PUR mitdem Biowein-Entdeckerpaket Verwöhnen Sie IhrenGaumen mit Köstlichkeiten aus den sächsischen Weinbergen und lernen Sie drei erlesene 2016er Bio-Qualitätsweine vomRadebeuler Weingut Hoflößnitz kennen. Im Geschenkkarton enthalten sind ein spritziger Riesling,ein fruchtiger Johanniter und ein edler Schieler. Preis:41,80 Euro Knohllweg 37 |0144545 Radebeul info@hofloessnitz.de Telefon 03 51 /8398333 www.hofloessnitz.de

31 ● ● ● VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG |WIRTSCHAFT IN SACHSEN ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Schwalbennachwuchs bei Wacker Chemie Reflexartig zieht Günther Dineiger immer wieder den Kopf ein. Denn in der Verladezone des Betriebes zur Herstellung und Abfüllung von Silikonmassen herrscht reges Treiben. Nicht nur beladen gerade zwei Mitarbeiter mit Gabelstaplern einen bereitstehenden Anhänger zum Transport der Kartuschen. Auch unter dem etwa sechs Meter hohen Dach wird fleißig gearbeitet. Dutzende Mehlschwalben vollführen dort wahre Luftakrobatik, schießen zwischen den Fahrzeugen hindurch und knapp über den Köpfen der Mitarbeiter hinweg, um dem Nachwuchs kleine Insekten zu bringen. 23 Mehlschwalben-Nester zählt Betriebsleiter Günther Dineiger -das dürfte im gesamten Nünchritzer Werk der Wacker AG Rekord sein. Im vergangenen Jahr seien esnoch deutlich weniger Nester gewesen, erklärt Günther Dineiger. Doch der Standort habe sich wohl bewährt, schließlich biete das Dach Schutz und dank seiner trapezförmigen Form ideale Voraussetzungen für den Nestbau. Der hatte allerdings vor einigen Wochen, als es lange trocken war, plötzlich stagniert, erinnert sich der Betriebsleiter. „Die Schwalben wollten immer wieder eine Pfütze anfliegen, doch die war ausgetrocknet.“ Kurzerhand bat er die Werkfeuerwehr umHilfe, und die spendierte sechsKubikmeter Wasser aus dem Tanklöschfahrzeug und legte damit auf einem benachbarten Baugrundstück eine Schwalbenpfütze an. „Die Feuerwehr hat das dann noch mal wiederholt. Sie hat eben auch ein Herz für Tiere“, freut sich Günther Dineiger. Zumal sich der Einsatz gelohnt hat. Zwar habe man auch tote Schwalbenbabys gefunden, aber auch viele Eierschalen, die von einer erfolgreichen Brut zeugen. Im gesamten Werk konnten laut Unternehmenssprecherin Asta Tehnzen-Heinrich in diesem Jahr bereits knapp 50 Mehlschwalben-Nester gezählt werden. Wahrscheinlich seien essogar etliche mehr. Anlässlich des diesjährigen Marsdorfer Schwalbentages wurde dem Unternehmen deshalb die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen!“ verliehen. Neben Wacker wurden auch knapp 40 andere Unternehmen wie die Agrargenossenschaft Radeburg und viele Privatleute ausgezeichnet, der Nabu Sachsen und die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt wollen damit auf die Situation der Vögel hinweisen. „Es ist ganz toll, wie die Leute hinter den Schwalben stehen“, sagt der Leiter der Nabu-Fachgruppe Ornithologie Matthias Schrack. Denn deren Bestand sei gerade in Ostdeutschland bedroht. So gehe aus Studien hervor, dass zum Beispiel durch den Einsatz vonInsektiziden in der Landwirtschaftdie Insektenmasse pro Hektar um 80 Prozent abgenommen habe, wodurch das Futterangebot auch für die Schwalben extrem geschmälert wurde. Durch den Rückgang der privaten Tierhaltung und die Schließung von Ställen fielen zudem in den vergangenen 25 Jahren unzählige Nistmöglichkeiten weg. Dass sich die Mehlschwalben nun vermehrt im Chemiewerk niederlassen, ist für Matthias Schrack keine Überraschung. „Mehlschwalben und auch Turmfalken haben eine Gemeinsamkeit: Sie waren felsbesiedelnde Arten“, so der Naturschützer. Und das Wacker-Werk sei nun quasi als künstliche Felslandschaft eine geeignet Alternative. „Die Geräusche stören die Tiere nicht, daran gewöhnen sie sich. Und sie spüren dort, dass vom Menschen keine Gefahr ausgeht“, so Matthias Schrack. Dass sie willkommen und geduldet werden, sei eine von drei wichtigen Voraussetzungen fürs Brüten. Zweitens müsste ausreichend Nahrung vorhanden sein, was im Nünchritzer Fall wohl durch die blüten- und insektenreichen Elbwiesen gesichert wäre. Und drittens brauchen die Schwalben ausreichend Baustoffe für den Nestbau, also zum Beispiel lehmigen und feuchten Erdboden -wie in den großen Pfützen im Chemiewerk. Und weil es den Vögeln in Nünchritz so gut geht, sei auch anzunehmen, dass die Schwalben nach ihren Winter-Reisen in den Süden immer wieder zu Wacker zurückkehren. Günther Dineiger sieht das bislang gelassen: „Momentanstören sie nicht.“ Die Kundenware werde nicht beschmutzt, und vom Boden würden die Hinterlassenschaften regelmäßig weggekehrt. Die stammen übrigens nicht nur von den Schwalben. Auch eine Bachstelze und einige Rotschwänzchen fühlen sich im Kartuschen-Betrieb anscheinend pudelwohl. Hier sind Schwalben willkommen Schwalben sind Kulturfolger und nisten in unmittelbarer Nachbarschaft des Menschen. Trotz dieser Anpassung gibt ihr Bestand mittlerweile Anlass zur Sorge. Verantwortlich für ihren Bestandsrückgang sind unbedachte Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, der Rückgang von Fluginsekten und der Einsatz von Pestiziden in Gärten und in der Landwirtschaft. Deshalb hat der NABU Sachsen, unterstützt von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, am 8. Juni 2016 ein landesweites Projekt zum Schutz von Schwalben-Niststätten gestartet. Mit dem Projekt „Schwalben willkommen“ will der NABU Sachsen auf die Situation der Schwalben aufmerksam machen, informieren und Naturfreunde, die sich für den Schwalbenschutz einsetzen, würdigen. Mit der Verleihung der ersten Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ startete der NABU Sachsen am 8. Juni 2016 in Linz im Landkreis Meißen das sächsische Schwalbenprojekt. Ausgezeichnet wurde die Familie Klauka auf ihrem Vierseithof für ihre langjährigen Aktivitäten für die Mehl- und Rauchschwalben. In diesem Jahr erhielt die Wacker Chemie AG Nünchritz die Plakette. WIRTSCHAFT IST AUF STAHL GEBAUT In Dresdenund derganzenWelt Nahezu überall liefert FERALPI STAHLdas Gerüst für unser alltägliches Leben. Auch fürdie Centrum Galerie Dresden. Mit der bestenverfügbaren Technikfür die Umweltsorgen wir auch weiter für dieStandfestigkeit vonEinkaufszentrenund Co. www.feralpi.de OBERUEBER-KARGER.DE Dutzende Mehlschwalben nisten im Nünchritzer Wacker-Werk. Die Plakette, die es dafür nun vomNabu gab, soll künftig in der Kantine hängen. Fotos: Wacker

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

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