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Wirtschaft in Sachsen Winter 2020

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Das Entscheidermagazin der Sächsischen Zeitung

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Schneider +Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Dresden·Chemnitz ·München www.schneider-wp.de Seit Jahresbeginn ist das Forschungszulagengesetz in Kraft getreten, aufdessen Grundlage aktuell eine jährliche Förderung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Höhe von bis zu EUR 1Mio. möglich ist. Ziel des Gesetzgebers ist es, Deutschland als Standort für Forschung und Entwicklung attraktiver zu gestalten. Profitieren können von dem Gesetz Steuerpflichtige mit Gewinneinkünften, solange diese keiner ertragsteuerlichen Steuerbefreiung unterliegen. Die Gewährung der Forschungszulage erfolgt unabhängig von der Größe und Art des Unternehmens. Begünstigungsfähig sind ebenfalls Kooperationen oder die Durchführung mittels Auftragsforschung. Die Gewährung der Forschungszulage neben der Inanspruchnahme anderer Förderungen findet jedoch ihre Grenzen in der Doppelförderung derselben Aufwendungen. Konkret bedeutet dies, dass förderfähige Aufwendungen nicht in die Bemessungsgrundlage für die Forschungszulage einbezogen werden dürfen, wenn für diese andere Förderungen beantragt oder bewilligtworden sind. Sind eigene Mitarbeiter mit der Forschung betraut, werden 25 % der Löhne und Gehälter sowie der Sozialversicherungsbeiträge auf die jährliche Einkommen-/Körperschaftsteuerschuld angerechnet und verbleibende Überhänge erstattet.Durch die Erstattung können Unternehmen auch in Verlustphasen von der Förderung profitieren. Bei der Ermittlung ist zu beachten, dass die Bemessungsgrundlage aktuell auf EUR 4,0 Mio. begrenzt ist, so dass jährlich maximal EUR 1,0 Mio. inAnspruch genommen werden können. Im Rahmen von Auftragsforschungenwirddie Zulage dem Auftraggeber und nicht dem Auftragnehmer gewährt. Sie beläuft sich rechnerisch auf 15% des an den Auftragnehmer gezahlten Entgelts. Zwar beträgt die Forschungszulage auch hier 25%, dochwerden nur60% des an den Auftragnehmer gezahlten Entgelts berücksichtigt. Für forschende Einzelunternehmer und Gesellschafter vonPersonengesellschaften ist eine abweichende Ermittlungvorgesehen: Hierbei sind nachgewiesene Eigenleistungen in pauschaler Höhe (EUR 40,00 je Arbeitsstunde, maximal 40 Arbeitsstunden proWoche) förderfähig. Schneider+Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Niederlassung Dresden Lortzingstraße 37 |01307Dresden Telefon 035134078-0|Fax 0351 34078-99 www.schneider-wp.de|mail@sup-dresden.de Das Antragsverfahren ist zweistufig ausgestaltet.Ineinem erstenSchritt muss die Förderfähigkeit des Vorhabens bescheinigt werden (sog. Bescheinigungsverfahren). Dazu ist bei der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) einAntrag auf Bescheinigung für die FuE-Vorhaben, die begünstigt werden sollen, zu stellen. Inden kommenden Monaten müssen Anträge vorerst zusätzlich zur elektronischen Form auch rechtsverbindlich unterschrieben per Post eingereicht werden. Die Antragstellung wird zeitnah auf ein voll elektronisches Antragsverfahren mit digitaler Signatur umgestellt. Der Antrag kann vor oder während der Durchführung eines FuE-Vorhabens oder nach Ablauf des Wirtschaftsjahres, für das die Forschungszulage beantragt werden soll, gestellt werden. Die BSFZ prüft, ob essich bei den im Antrag beschriebenen Tätigkeiten umForschung und Entwicklung im Sinne des Forschungszulagengesetzes handeltund erteilt dieentsprechende Bescheinigung. Im zweiten Schritt kann unter Vorlage der erteilten Bescheinigung beim zuständigen Finanzamt nach Ablauf des jeweiligen Wirtschaftsjahres ein Antrag auf Forschungszulage nach amtlich vorgeschriebenem Datensatzgestellt werden. Das Finanzamt setzt die Höhe der Zulage fest und rechnet anschließendim Steuerveranlagungsverfahren die Forschungszulage auf die Ertragsteuerschuld des Anspruchsberechtigtenan. Sofern undsoweit dieZulage die Steuerschuld übersteigt, ist die Zulage auszahlbar. Sollten Sie neue Maßnahmen der Forschung und Entwicklung planen oder sich bereits in der Planungsphase befinden, unterstützen wir Sie sehr gerne bei der Überprüfung Ihrer Voraussetzungen und der Antragstellung. StBin Dr. Sybille Wünsche Team Beratung, Schneider+Partner GmbH, Niederlassung Dresden sybille.wuensche@sup-dresden.de SGK Künzel und Partner Steuerberatungsgesellschaft PartG mbB August-Bebel-Str. 26 01809Heidenau Telefon: +49 3529 56610 Telefax: +493529 566125 Steuerberater@ sgk-dresden.de www.sgk-dresden.de Zweigniederlassungen: DieSGK Steuerberatungsgesellschaft istbereitsseitAnfangder neunziger Jahre tätig. Washat sich seit dem verändert? Bereits Anfang 1991 begann unsere Gesellschaft mit einem kleinen Mitarbeiterstammimsogenannten„Dienstleistungsgebäude“ inPirna amSonnenstein. Uns wurden zwei ca. 10qm große Räume zur Verfügung gestellt, jeweils amanderen Ende des Ganges. Eine Kommunikation zwischen den beiden Räumen war nicht möglich, es stand auch nur ein Telefon zur Verfügung. Die EDV gestützte Buchhaltung befand sich noch inden Kinderschuhen. Im Mai 1994 zogen wir dann in die komplett zu einem Bürogebäude umgebaute Erlichtmühle in Heidenau. Endlich hatten wir eine Telefonanlage und waren EDV technisch zentral vernetzt,das Hin- undHertragenvon Disketten war Geschichte. Schließlich hieltdas Internet mehr undmehr Einzug auch inunseren Berufszweig und trug zur weiteren Vernetzung bei. Inzwischen läuft unsere komplette Software über einen externen Server, der uns über das Internet die notwendige Software zur Verfügung stellt. Neben den Niederlassungen inDresden und Bahretal ist auch heute noch die Erlichtmühle unser Hauptsitz mit über zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowiedrei Steuerberatern. Auch die Struktur der Mandate hat sich imLaufe der Zeit stark verändert. Waren es anfangs noch viele Bauunternehmen und Mediziner aus dem Raum Sächsische Schweiz, beraten wir heute eine sehr große Palette mittelständischer Unternehmen undFreiberufler in ganzSachsen unddarüber hinaus. Hatsichaus ihrerSicht auch die Beratungstätigkeitgewandelt? Ja, selbstverständlich. Wenn früher noch der Schwerpunkt in der Erstellung der Buchhaltung, Gewinnermittlungen und Steuererklärungen lag, beraten wir unsere Mandanten nunmehr ganzheitlich. Wir sehen uns als Partner und Begleiter der Unternehmer in allen wirtschaftlichen Bereichen. So helfen wir Existenzgründern beim Erarbeiten ihres Businessplanes, erstellen wir für das laufende Geschäft Ertrags- und Liquiditätsplanungen als auch Gutachten zur Unternehmensbewertung im Rahmen von Übertragungen und Nachfolgeregelungen. Schließlich haben wir auch Fachberater zuden Bereichen Unternehmensnachfolge sowie Sanierung und Insolvenzverwaltungin unseren Reihen, umkompetent unseren Mandanten zur Seite stehen zu können. Neben diesen Tätigkeitsfeldern spielen auch immer mehr schenkungs- und erbschaftsteuerliche Themen eine Rolle. Derzeit begleiten wir viele Firmen bei der Bewältigung der Corona-Krise im Rahmen der Förderantragsstellungen. Ist das nichtauch IhrSlogan: „Kompetenzverbindet“? Da haben Sie vollkommen Recht. Zusammen mit unseren top ausgebildeten und hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch durch die langjährige Kooperation mit unseren Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern können wir unseren Mandaten ein Beratungspaket bieten, welches nahezu alle steuerlichen und unternehmerischen Belange abdeckt.Die Beratung auseiner Hand kommt bei unseren Mandaten sehr gut an. Die Aufrechterhaltung unserer Qualitätsstandards gewährleiten wir durch regelmäßige Zertifizierungen gem. ISO9001:2015. In vielen Wirtschaftsbereichen ist die Digitalisierung eine zunehmende Herausforderung.SpürenSie dies auch aufdem Gebiet derSteuerberatung? DieDigitalisierungist undwar eigentlich schon immer ein zentrales Thema in unserer Kanzlei. Wir haben sowohl intern viele Prozesse als auch den Informationsfluss mit unseren Mandaten neu überdacht und digitalisiert. Gerade die neue Generation der Existenzgründer weiß es zu schätzen, dass wir hinsichtlich des digitalen Belegaustausches und der elektronischen Übermittlung von Bank- und Kassenbewegungen alle technischenVoraussetzungenbesitzen undSchnittstellen zu den vorhandenen Datenquellen nutzen können. Wirhaben speziell für diesen Zweckeinen Mitarbeiter ausgebildet,der diedigitalenProzessebeim Mandanten analysiert und darauf aufbauend den Datenaustausch optimiert. Einen laufenden Support nach der Einrichtung des Digitalisierungskonzepts bieten wirunseren Mandanten ebenfallsan. Insoweitsindwir, was dieZukunftbetrifft, gut aufgestellt.Das habenwir in denletzten 30 Jahren schon mehrfach unter Beweisgestellt. Tiergartenstr.46 01219 Dresden Telefon: +49351 44032945 Telefax: +49351 4794659 Bautzner Str. 113 01099Dresden Telefon: +49351 853230 Telefax: +49351 8532324 GersdorfNr. 10 A 01819Bahretal Telefon: +4935023 18302 Telefax: +49351 46561778

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Was immer einfacher auf Fotoportalen imInternet gestaltet werden kann, wird indigitalen Laboren hergestellt und von dort an dieKundschaftgeliefert. Eine der Fotofabriken befindet sich im Gewerbegebiet Coschütz/Gittersee am Rande von Dresden. Egal, ob aus einer sächsischen Stadt, München, Hamburg, Berlin oder Bern, 24 Stunden am Tag können die Produkte bei Pixelfoto-Express online bestellt werden. 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen. „Seit 15Jahren sind wir mit diesem Service am Markt und belichten Fotoabzüge oder Poster im chemischen Prozess aus“, sagt Geschäftsführer Peter Schubert, der das Unternehmen 2005 gründete.„DasFotohat bisher nicht an Bedeutung verloren, auch wenn genau das von vielen schon vorhergesehen wurde“,sagter. Es habe in den vergangenen Jahren zum Teil große Umwälzungen amMarkt gegeben und noch immer sei dort sehr viel Bewegung drin. Die neuen Technologien, das Internet und die Digitalisierung haben die Karten völlig neu gemischt. 1988 begann der Fotografenmeister mit einem kleinen Fotoladen im Zentrum von Dresden. „Bereits damals wollte ich meinen Kunden mehr als nur einen Porträt- und Passbildservice anbieten“, sagt der 62-Jährige. Nach der Wiedervereinigung und mit neuen technischen Möglichkeiten, erweiterte sich sukzessive das Dienstleistungsspektrum von Foto-Schubert. „Neben der Porträt-, Werbe- und Industriefotografie,bei der ich auch fürgroße Konzerne tätig war, konnte ich ab diesem Zeitpunkt einem lang ersehnten Traum nachgehen und mich im Bereich der Luftbildfotografie etablieren“, erklärt der Dresdner. Es folgte nach dem Standhaft inturbulenten Zeiten: Pixelfoto-Express-Chef Peter Schubert. „DasFoto hat bisher nicht an Bedeutungverloren, auch wenn genau dasvon vielen schonvorhergesehen wurde.“ Pilotenschein noch die Ballonfahrer-Lizenz. So betreibt Peter Schubert heute als wohl einziges Fotolabor einen Heißluftballon, den er nicht nur für Werbezwecke einsetzt, sondern auch, um seiner Kundschaft, Freunden und Geschäftspartnern bei einer Fahrt über Sachsen neue Perspektiven zu eröffnen. Hauptgeschäft von Pixelfoto-Express sind jedoch nach wie Foto: RonaldBonss vor die klassischen Fotoprodukte, deren Spektrum, mit über 5.000 Bestellmöglichkeiten, inzwischen riesig ist und zu 95 Prozent online vertrieben wird. Allein die Möglichkeitender Materialien, wie Glas, Aluminium, Pappe, Keramik oder Folien, auf die gedruckt werden kann, sind riesig. „Wir hatten im März, April dieses Jahres eine Delle beim Umsatz, weil Fotostudios, von denen wir Fotodateien aus ganz Deutschland zur Ausarbeitung bekommen, schließen mussten. Auch Schulen oder Kindergärten hatten ja geschlossen. Dort entstehen aber viele Fotos von professionellen Fotografen. Das Geschäft war kurzzeitig eingebrochen“, sagt Schubert. „Aber danach konnten wir den Umsatz auf Vorjahresnivau bringen.“ Schubert nutzt Krisensituationen und entwickelte in der Zeit Neues. Mit seinem Leiter der Abteilung Großformate entstand soein Angebot, das indiesem Corona-Jahr sehr gut genutzt wird: die digitale Reproduktion von Kunstwerken. Es geht um Kunstdrucke der besonderen Art. „Wir digitalisieren Originale, egal obGemälde, Zeichnungen in Acryl oder Aquarelle, erzeugen hochauflösende, farbechte und unkomprimierte Tiff-Dateien“, sagt Ricardo Grasse. Die digitalisierte Kunst kann dann ausgedruckt werden, auf Leinwand, Holz, Fineart-Prints oder Metallen. Es entstehen Bilder, diesoverblüffend echt wirken, dass sie mit dem Original verwechselt werden können. Selbst ausgedruckte Ölgemälde erhalten ein Reliefcharakter, alswäre es gerade auf dieDruckplatte gepinseltworden. Bis zu 1,40 mal drei Metern reicht der maximale Ausdruck einer Platte. „Noch größere Formate entstehen dadurch, dass die Einzelplatten zueinem Ganzen zusammengebaut werden können“, erklärt Peter Schubert. 250 Kunstwerke habe Pixelfoto-Express bereits im Angebot. 250 Bilder von 16 Künstlerinnen und Künstlern sind digitalisiert undkönnen bestellt werden. Dresden-Motive von Franziska Raese, ManuelaRathje undCarstenLinke sowie Katja Gehrung sind dabei. „Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Künstlern mit ihren Werken für die pixelfoto.art Galerie“, sagt Schubert. Auch Fotografien von ihm selbst liegen in dem digitalen Archiv. Denn der Fotograf ist seit Jahreninseiner Heimatstadt Dresden und inSachsen viel unterwegs, nimmt Städte und Landschaften auf. Zuseinem Portfolio gehöre auch die Kalender- und Buchproduktion. Aus seinen Stadtfotos zu Dresden, Leipzig, Meißen oder Sachsen entstandsoinzwischen eine Auswahl von über 42verschiedenen Kalendermotiven und 16Buchtiteln. „Aber auch hier gilt, fleißig zu sein, denn für 42Titel mal 12 Kalenderblättersind mehrere Hundert verwertbare, aktuelle Motive nötig“, sagt Schubert. Deshalb hat er neben klassischen Landschaftskalendern jetzt immerwährende Geburtstags- oder auch Küchenkalender und Familienplaner ins Verkaufsprogrammgenommen. Plädoyer für eine Mindestmiete In Berlin ist die zweite Stufe des Mietdeckels in Kraft. Dazu ein Gastbeitrag von Julien Palatini. W enn der Staat die Preise von Mieten regional oder überregional reguliert und Mietendeckel einführt, stellt sich die Frage, weshalb nicht über die Mindestmiete diskutiert wird. Und es gibt in Deutschland immerhin 3,9 Millionen private Kleinvermieter –leider völlig ohne Lobby. Deshalb möchte ich hier eine Lanze für diese Mitbürger brechen. Esgibt ja auch einen staatlichen Mindestlohn, Tarifverträge usw. Weshalb muss dann der Vermieter für die Schaffung und Bereitstellungvon Wohnraum nach obengedeckelt werden, hat aber keine Chance eine Mindestvergütung für seine Leistung zu erhalten? Friseure, Ärzte oder Taxifahrer haben auch Mindestsatz und Tariflohn. Keiner hat einen Einkommensdeckel. Viele sogenannte Kleinvermieter haben sich eine Wohnung gekauft, um im Alter ein passives Einkommen zu haben. Meist unter Inkaufnahme hoher Kosten und Risiken. Dennder Vermieter ist nicht nur zuständig für den Zustand seiner Immobilie. Er wird auch steuerlich zur Kasse gebeten und ist zudem staatlicher Willkür ausgesetzt. Etwa wenn ihm oktroyiert wird, wie viel Miete ernehmen darf. Kann er nicht dafür aufkommen, bleibt nur der Verkauf. Und: Werschützt ihn vor Mietausfällen? Niemand. Nicht zuletztmuss er entweder viel Arbeit oder wiederum Geld indie Verwaltung seiner Immobilie stecken. Dennoch gilt eine eigene Immobilie, besser mehrere, als sehr gute Altersvorsorge, denn dass die Rente sicher ist, davon geht niemand mehr aus. Sogar von staatlicher Seite werden wir aufgefordert, privat vorzusorgen. Wer sich also in das persönliche Risiko begeben hat, Dritten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, der leistet etwas. Das geht leider komplett unter, wenn imZusammenhang mit Immobilien nur von Spekulanten und Investoren gesprochen wird. Dieses Feindbild sorgt inden Medien zwar für Interesse, aber die Kleinvermieter gehen dabei oftunter. AnsNettoeinkommen anpassen Viele Vermieter mussten bereits verkaufen. Häufig nehmen Mieter ihr Vorkaufsrecht wahr und kaufen ihre eigene Wohnung. Eswerden also existierende Mietwohnungen dem Markt entzogen. Mietpreisbremse und Mietendeckel bewirken so das Gegenteil von dem, was sie bringen sollen: Sie entziehen dem Markt bezahlbaren Wohnraum, anstatt welchen zu schaffen. Das ist kompletter Irrsinn undwie in einem MontyPython-Film. Wenn wir eine Mindestmiete hätten, gäbe es Planungssicherheit, gerade und besonders weil die Mieten nach oben limitiert sind durch die relativ niedrigen Einkommen der meisten Mieter. Das ganz ohneweiterestaatliche Eingriffe. Wasich befürworten würde, wäre eine Miete, die an das Nettoeinkommen angepasst ist. Natürlich sind auch wir für bezahlbaren Wohnraum. Aber wir beobachten auch, dassMenschen mit sehr hohenEinkommen jetzt vom Mietendeckel profitieren, während Familien mit niedrigen Einkommen erst gar keine Wohnung finden, weil esschlicht zu wenige Mietwohnungen gibt. Die Vermieter suchen sich dann Schlupflöcher, um doch teuer zu vermieten. Sei es durch Möblierung, sei es durch befristete Verträge. Waswäre also fair? Vermieter mit einer Mindestmiete absichern,genauso wieesder Mindestlohn tut. Unsere weltweit beneidete soziale Marktwirtschaft befähigt Menschen und den Markt, Probleme durch Angebot und Nachfrage inden Griff zubekommen. Wie können wir Vermieter wieder ins Boot holen und motivieren, die Wohnungen zubehalten und nicht zu verkaufen? Es gibt bisauf die Mitarbeiterwohnungen für Firmen keine wirklich bekannten Modelle, die Vermieter unterstützen und motivieren in Wohnraum zu investieren. Ganz im Gegenteil. Wir sprechen von Verboten, Deckeln, Bremsen etc…. Es ist an der Zeit, die Vermieter zu schützen, damit sie nicht ganz aussterben und mehr Wohnungen zueinem fairen Mietzins entstehen. Das ist besser für alle, ganz besonders für die vielen Mieter, die keine Wohnung haben. Julien Palatini istBüroleiterdes Unternehmens Black Label Immobilien Leipzig.

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