Aufrufe
vor 11 Monaten

Wirtschaft in Sachsen Sommer 2020

  • Text
  • Corona
  • Dresdner
  • Unternehmer
  • Zeit
  • Krise
  • Wirtschaft
  • Sachsen
  • Mitarbeiter
  • Dresden
  • Unternehmen
Das Entscheidermagazin der Sächsischen Zeitung.

● ● ● ● ● ●

● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● WIRTSCHAFT IN SACHSEN | ENTSCHEIDER &KARRIERE ● ● ● ● ● ● 08 ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Messe GmbH mit neuemVorstand ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Aus fürs Weindomizil ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Walter Mennekes, geschäftsführender Gesellschafter der Mennekes Gruppe aus Kirchhundem, ist ab Walter Mennekes. Foto: PR sofort Mitglied im Aufsichtsrat der Leipziger Messe GmbH. Der 72- Jährige gehörte rund zwanzig Jahre demVorstand des AUMA an undwar 2013 bis 2019 dessen Vorsitzender. Heute steht erdem Gremium als Ehrenvorsitzender vor. Neben anderen Ehrenämtern ist er Mitglied imVorstand der Nationalen Plattform Elektromobilität, zweiter Vizepräsident des FC Bayern München und gehört dem Stiftungsrat der Deutschen Sporthilfean. (WiS) Junior-Chefsteigt beiSchumann ein Frederik Schumann steigt in die Geschäftsführung des Wellness-Hotels BeiSchumann in Frederik Schumann. Foto: Soeder Landkreis Baut- Kirschau im zen ein. Der 25- Jährige ist der älteste Sohn von Petra Schumann. Gemeinsam mit ihrem Mann Rüdiger führt sie seit 1998 das renommierte Vier-Sterne- Haus in der Oberlausitz. Frederik Schumann ist ausgebildeter Hotelfachmann. Er arbeitete rund zwei Jahre im Gourmet-Restaurant Falco in Leipzig und später im Bayrischen Hofsowie im Sofitel München.(WiS) ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Ulrichs geben ihr Gasthaus auf. Corona setzt auch anderen zu. Von Jörg Richter Ulrichs Weindomizil gilt für viele als eine der besten gastronomischen Adressen entlang der Elbe zwischen Meißen und Riesa. Das Winzerpaar Jan und Carola Ulrich hat viel Geld investiert, umaus dem angestaubten „Rosengarten“ ein modernes Weinrestaurantmit Terrasse,Weinkeller und barrierefreiem Zugang zumachen. Das findet nicht nur bei den Gästen großen Anklang. 2017 zeichnete der Tourismusverband Sächsisches ElblandUlrichs Weindomizil als erste Gaststätte mit dem damals neuen Prädikat „Besonders empfohlen im WeinlandSachsen“ aus. Der Umbau ist gerade mal sieben Jahre her. Doch imFrühjahr tauchten im Internet Informationen auf, wonach die Familie ihre Gaststätte schließen will. Viele Stammgäste reagieren überrascht. „Aber für uns ist diese Entscheidung keine Überraschung, sondern wohl überlegt“, sagt Carola Ulrich, die die Gaststätte leitet, während sich ihr Mann Janumden Weinanbaukümmert. Die 49-Jährige bestätigt, dass das RestaurantamEndedes Jahresschließt.Gleichzeitig dementiert sie Gerüchte, Ulrichs seien insolvent. Das Geschäft mit den prämierten Weinen läuft sehr gut, trotz mancher Rückschläge in der Vergangenheit. Die Schließung der bis nach Dres- Carola Ulrich steht an der Theke im Weindomizil. Das macht Ende des Jahres zu. den bekannten Gaststätte hat andere Gründe. Carola Ulrich hat die Personalsorgen, die nicht nur ihr, sondern vielen Gastwirten in derRegion schonseit einiger Zeit schlaflose Nächte bereiten. Die Zwangsschließung wegen der Corona-Krise hat zusätzlich bei vielen Gastwirten undHoteliers Existenzängste geschürt. Doch die Entscheidung, das Restaurant zuschließen, haben Carola und Jan Ulrich viel früher getroffen. Bereits Ende des letzten Jahres. Carola Ulrich hatte am 17. Oktober 2019 einen Schlaganfall. Wenige Wochen später stürzt ihre Mutter und muss ins Krankenhaus eingeliefert werden. Als Carola Ulrich in Bad Elster zur Reha ist, erhält sie die traurige Nachricht, dass die 84- Jährige im Sterben liegt ... Der große Lichtblick in dieser Zeit war die Geburt ihres ersten Enkels. Leon kam imNovemberzur Welt undist der Lieblingder ganzen Familie. Carola Ulrich möchte mehr Zeit mit ihm verbringen. Doch das funktioniert nicht, wenn man die Verantwortungfür ein Restauranthat. Auch deshalb habe die Familie gemeinsam entschieden, die Gaststätte aufzugeben. Allerdings erst Ende dieses Jahres. Dann sei ein großer Teil des Kredits zurückgezahlt. Jan und Carola Ulrich haben alle zehn Angestellten der Gaststätte bereits kurz nach ihrer Entscheidung über die Schließung informiert. Für das letzte Jahr halten sie trotzdem zur Stange. Das rechnet sie ihren Mitarbeitern hochan. Während sich das Winzerpaar Ulrich auf seinen ursprünglichen Beruf besinnt, blicken viele Gastwirte wegen Corona in eine ungewisse Zukunft. Der Foto: Jörg Richter Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat kürzlich die Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage unter 8.000 Gastronomen veröffentlicht. „Nach der Wiedereröffnung der Restaurants und Cafés fällt die Bilanz der Wirte erschreckend aus“, heißt es.Nach derWiedereröffnung berichten 83,5 Prozent der Betriebe, dass sich ihre Umsatzerwartungen nicht erfüllt hätten. Viele Betriebe beklagen durchschnittliche Umsatzverluste in Höhe von 80 Prozent. Bezogen aufdas Gesamtjahrrechnen die Betriebe mit einem Umsatzrückgang von mindestens 55Prozent. „Keine oder nur geringe Einnahmen bei laufenden Fixkosten verdeutlichen die existenzielle Betroffenheit nahezu aller Betriebe“, macht Zöllick deutlich und ruft die Politikzum schnellenHandeln auf. ZEIG HOHEN PORTOPREISEN DIEROTEMARKE! Mit PostModern versenden Sie deutschlandweit günstiger – und stellen hohes Porto ins Abseits. DIE MARKE FÜR PORTOSPARER.

● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● 09 ● ● ● ● ● ● WIRTSCHAFT INSACHSEN |ENTSCHEIDER &KARRIERE Gelassenheit gegen den Knick Stavros Mitrakis, Chef der Dresdner Joynext GmbH, hatte ohnehin reichlich damit zu tun, die neue Organisationsstruktur vor Ort umzusetzen. Dann kam Corona. Von Lars Radau Der Corona-Knick, sagt Stavros Mitrakis, sei „brutal“ gewesen. Im März: minus 30Prozent. Im April: minus 80 Prozent. „Unsere Cash- Burn-Rate hat schon ein schwieriges Niveau erreicht“, sagt der Manager. Zudem hätten die durchdie Pandemie bedingten Einschränkungendem Unternehmen Herausforderungen beschert, auf die es „nicht im Traum“ eingerichtet gewesen sei: „Wir entwickeln hier“, sagt der 48- Jährige trocken. „Das ist vor allem Teamarbeit im direktenKontakt –daist Homeoffice oftnichtdie probate Arbeitsweise.“ Dass der Geschäftsführer der Dresdner Joynext GmbH dennoch nicht unzufrieden wirkt, findet er selbst „bemerkenswert“. Das hat zum einen damit zu tun, dass die Zusammenarbeit seiner Ingenieure vom heimischen Schreibtisch weitaus besser funktionierte, als Mitrakis befürchtet hatte. Zudem zeigt die Umsatz-Kurve inzwischen wieder aufwärts: Im Mai waren es im Vergleich zum Vorjahr noch reichlich 50 Prozent Umsatzeinbuße, und auch die Juni-Ergebnisse zeigten einen „Trend zurück zur Normalität“. Für das Gesamtjahr geht der Manager von einem Umsatz- und Ergebnis- Rückgang von gut 20Prozent aus –„derzeit, wohlgemerkt“. Gleichwohl habe er „nicht einmal Kurzarbeit anmelden müssen“ – die Auslastung sei „brauchbar“ und auch das, was Mitrakis die „Pipeline“ nennt, ist gut gefüllt: Die Firma hat bei mehreren großen Projekten großer Hersteller zumindesteinen Fußinder Tür. Zum anderen hat die relative Gelassenheit von Mitrakis damit zu tun, dass er auch mit den neuen Strukturen, in denen er und seine gut 600 Mitarbeiter im Dresdner Industriegebiet MerbitzseitMai arbeiten, zufrieden ist. „Wir haben gewissermaßen die Mutter gewechselt“, sagt Mitrakis. Die Entwicklungsschmiede für Autoelektronik, deren Wurzeln sich bis auf das „Zentrallaboratorium für Rundfunk- und Fernsehtechnik“ der DDR zurückführen lassen, war nach der Wende eine Tochter der Satellitenfernsehtechnik-Firma Technisat und wurde 2016 an die chinesische Joyson Electronic Corporation und deren deutsche Tochter Preh GmbH verkauft. Auch als „Preh Car Connect“ entwickelte man, „Wir müssen uns jedenfallsnicht verstecken“ Vernetzung ist das entscheidende Thema für die Zukunft, sagt Stavros Mitrakis, den Geschäftsführer der Dresdner Joynext GmbH vor allem für den Volkswagen-Konzern und seine Marken, Produkte und Softwarelösungen für Navigation, Fahrzeugvernetzung und Telematik. Zum Mai nun hat der Joyson-Konzern sein internes Gefüge verändert und mit „Joynext“ eine neue Geschäftseinheit gegründet, die sich auf die Bereiche „Car Infotainment und Connectivity“ konzentriert. Unter deren Dach seien die „Preh Car Connect einschließlich dem Produktionsstandort Oborniki/Polen sowie weitere Teams von Spezialisten in China, Japan und Korea“ zusammengeführt,heißtesinder Pressemitteilung. Hauptsitz von Joynext ist nun Ningbo in China, die Bedeutung des Dresdner Standorts sieht Stavros Mitrakis, der dort seit Januar 2017 die Geschicke führt, indes „deutlichgewachsen“. Nicht nur, weil er jetzt protokollarisch auch Vize-Chef der nun deutlich größeren Gesamtfirma ist undDresden als Europa-Hauptquartier firmiert. Hier bleibe der „zentrale Standort für Forschung und Entwicklung mit großen Zukunftschancen“, betont die Joyson-Holding. Für Stavros Mitrakis ist Vernetzung „das entscheidende Thema“. Schließlich, sagt er, sei das Auto „längst nicht mehr nur ein Transportmittel“. Vielmehr handele es sich mittlerweile „um ein Multimediasystem,das vollständig mit dem Internet der Dinge verbunden und vernetzt“ ist. Das lässt sich auch anden Arbeitsschwerpunkten in Dresden-Merbitz ablesen: Waren es zu Beginn der Technisat-Ära noch einzelne Navigationsgeräte, geht es heute um Cloud-Lösungen und die Datenkommunikation des Fahrzeugs mit mobilen Geräten wie Smartphones, mit anderen Fahrzeugen oder, in der nächsten Stufe, mit anderen Bestandteilender Verkehrs-Infrastruktur –wie etwa Foto: Jürgen Lösel Ampeln. An diesen im Branchen-Jargon „V to X“ genannten Anwendungen, die eine wichtige Voraussetzung für Autonomes Fahren sind, entwickelt Joynext mit. Und hier, sagt Stavros Mitrakis, könne man auch davon profitieren, dass auf dem „ausgesprochen technologie-affinen chinesischen Markt“ manches schneller gehe. Erfahrung mit den unterschiedlichen Marktanforderungen hat Mitrakis Team ohnehin schon lange: Für den aktuellen VW Passat haben die Dresdner Software-Spezialisten und Ingenieure die Navigations- und Vernetzungsarchitektur sowohlfür deneuropäischen alsauchfür den chinesischen Markt entwickelt. Auch ein wichtiger Teil des Navigations-Know- Hows weiterer aktuellerKonzern-Modelle kommt aus Dresden–hier trat Joynext in der Kette noch einen Schritt zurück und istZulieferer eines Zulieferers. Geht es nach Mitrakis, kann sich das in Zukunft ändern. „Wir müssen uns jedenfalls nicht verstecken“, sagt erselbstbewusst. Denn auch das gehört zur Strategie der Joynext: Die Sichtbarkeit im Markt zu erhöhen. Über die Joyson-Gruppe gibt es bereits vielfältige Kontakte zu chinesischen, japanischen amerikanischen und europäischen Autoherstellern. Als Teil eines chinesischenKonzerns, sagt Mitrakis, sei es zudem wesentlich einfacher, chinesische Partner für Pilotprojekte zu gewinnen, etwa beim Thema „V to X“. Verliefen die erfolgreich, könnten sie als „Türöffner“ für andere Märkte und Hersteller funktionieren. Im Detail will sich der Manager nicht zu tief in die Karten schauen lassen –deutet aber an, dass diese Taktik durchaus funktioniert. Insofern blickt der Manager, der 1992 erstmals als Arbeitsvermittler für die Arbeitsagentur nach Dresden kam und die Stadt seitdem schätzt, „grundsätzlich optimistisch“ in die Zukunft, für die Firma und den Standort. „Auch wenn ich auf den Corona-Knick gut hätte verzichten können.“ Die Schubs-Geberin Katrin Leonhardt ist die erste Frau an der Spitze der SAB. Von Nora Miethke K atrin Leonhardt, seit 1.Juli die erste weibliche Vorstandsvorsitzende der Sächsischen Aufbaubank (SAB), ist keine Unbekannte in Sachsen. Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften und Promotion ander Universität Leipzig war die gebürtige Lausitzerin von 1994 bis 2000 im sächsischen Innenministerium für die Wohnungsbauförderung verantwortlich –als jüngste Referatsleiterin der Staatsregierung. Aus privaten Gründen Rückkehrerin nach Dresden: Katrin Leonhardt ist seit 1. Juli Vorstandsvorsitzende der Sächsischen Aufbaubank. Foto: dpa wechselte sie dann zur Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, nach Frankfurt am Main, wo sie in den letzten zwanzig Jahren verschiedene Führungspositionen innehatte. „Ein Höhepunkt war, als ich fünf Jahre lang die Mittelstandsbank leiten durfte, wo ich mich um Wirtschaftsförderung, Mittelstand- und auch Startup-Finanzierung gekümmert habe“, sagt die53-Jährige. Nach Sachsen kehrt sie zurück, weil sie gern in Dresden gelebt und gearbeitet habe, aber vor allem, weil sie nach eigenen Worten „großes Interesse daran hat, an derSpitzeeiner Landesförderbank diese in die Zukunft zu führen“. Neben dem Ziel, die SAB noch digitaler aufzustellen, hat sich die neue Vorstandschefin vorgenommen, durch mehr flexibleund mobile Arbeitszeitmodelle eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Sie will auch für Mütter ein Umfeld schaffen, in dem sie es schaffen, eine Führungsposition zu übernehmen. Der Frauenanteil bei den 1.200 Beschäftigten in der Aufbaubank beträgt 63 Prozent, bei den Führungspositionen 36 Prozent. Nicht soschlecht, aber auf der Ebene der Abteilungsleiter gebe esnoch „Luft nach oben“, so Leonhardt. Um Karriere imBankensektor zumachen, komme es auf ständige Weiterqualifizierung, Disziplin, aber auch Mut an, sich etwas zuzutrauen. „Frauen bräuchten häufiger einen Schubs, dass sie angesprochen und ermutigt werden, bestimmte Posten zu übernehmen“, sagt die neue SAB-Chefin, diesich selbst als Anhängerder Diversität bezeichnet. In ihren früheren Funktionen habe sie immer wieder Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gezielt angesprochen, wenn sie gut waren. Das werde sie auchbei der SABtun,kündigt sie an.

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

Unsere Partner