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Wirtschaft in Sachsen Sommer 2020

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Dafür sorgtein engagiertes Team. Fotos: PR Die Post aus dem Briefkasten zu nehmen, istetwasganz Alltägliches. Bis der Brief am Ende aber beimEmpfänger ankommt, hat er bereits einige Stationen durchlaufen. Einengroßen Anteil an diesemWeg hat PostModern, der private Postdienstleisterinder Region Ostsachsen.Seitmehr als 20Jahren hat sich die rote Post, wie sie umgangssprachlich genannt wird, entwickelt und gehört zu Recht zu den besten privaten Postdienstleistern in ganz Deutschland. Immerauf derHöhe derZeit Es ist das Ergebnis der kontinuierlichen Arbeit und Weiterentwicklungen der letzten Jahre, die den heutigen Erfolg von PostModern ausmachen. Dazu tragenauch dieMitarbeitermit ihremWissen, ihrer Leistungsbereitschaft und ihrem Teamgeist bei. Angefangen beiden Mitarbeitern in der Verwaltung, über die Kollegen imSortierzentrum bis hin zu den vielen Zustellern in den Regionen, sorgen viele motivierte Menschen täglich dafür, dass Sie Ihre Post nach Hause bekommen. Täglich sind dabei über 360.000 Sendungen zu bearbeiten. Ohne moderne Technik ist dies gar nicht mehr möglich. Seit Ende 2016 Ihre Post inguten Händen PostModerngehörtzuden größten Briefdienstleistern in Deutschland –und ist fest inder Regionverwurzelt. steht am Standort imDresdner Norden eines der modernsten Sortierzentren privater Postdienstleister weltweit. Mit innovativer Sortiertechnik und dem immer wieder unerlässlichen Blick über den Tellerrand, hat sich PostModern den Veränderungen der Branche angepasst. Dabei wird das Unternehmen vom Anspruch angetrieben, mitder Zeit undden Anforderungendes Marktes zu gehen. „Die Marke PostModern wird auch in Zukunft für Vertrauen und Zuverlässigkeit beim Thema Postdienstleistungen stehen.“, sagt Michael Ulbrich,Geschäftsführer derMEDIALogistik GmbH. PostModern als weithin bekannte Marke, istdabei dasZugpferdin Sachen Postdienstleistungen. Hinter der MEDIA Logistik GmbH stehen aber auch weitere starke Unternehmenszweige, wie die Zeitungslogistik und Kurierdienste. In all diesen Bereichen sollen zwei Dinge miteinander verbunden werden: Regionalität und innovative Kundenangebote. So ist der Innovationswille Teil des Selbstverständnisses von MEDIA Logistik GmbH. Kontinuierlich entwickeln die Mitarbeiter neue Produkte undDienstleistungen, die sich an den Bedürfnissen der Kunden orientieren und auf dem Markt teilweise sogar einzigartig sind. Ob die zeitoptimierte Lieferung durch eine Abendzustellung zwischen 18 und 22Uhr, ein kundenfreundliches Pakettool zur Bearbeitung und zum Versand von Paketen, den Hybridbrief oder weitere Postdienstleistungen im alltäglichen Arbeitsumfeld –sie alle orientierensichan einem Ziel: dem Kunden den Postversandsokomfortabel wiemöglich zu gestalten. Mit Qualität überzeugt Das gelingt dem Postdienstleister durch seine Produkte, Leistungen und dem Einsatz derMitarbeiter-aber auch dank eines kontinuierlichen Qualitätsmanagements. Qualität bei PostModern bedeutet u. a. eine umfassende Zertifizierung nach DIN-Norm, ein zukunftsorientiertes Umweltbewusstsein mit Konzepten wie Green Mail und die persönliche Begleitungbei derAbwicklung von Postdienstleistungen. Aufgrund dieses Qualitätsbewusstseins rangiert PostModern fortwährend auf den vorderen Plätzen injener Qualitätsmatrix, welche regelmäßig die Leistung und Qualität aller privaten Postdienstleister in Deutschlandvergleicht. Einerder vielen Gründe, weshalb PostModernselbst bei internationalen Postdienstleistern alsVorbild gilt. DiesenStolz unddiesen Anspruch spürt man auch bei den Mitarbeitern. Das Unternehmen unterstützt deshalb alle Beschäftigten, ihre beruflichen und persönlichen Ziele zu erreichen und motiviert sie täglich durch interessante und herausfordernde Projekte. DasnächsteProduktdieser Artsteht bereits inden Startlöchern.Mit dem „Hybridbrief“ wird die Digitalisierung in Zukunft auch im klassischen Postversand Einzug halten. SIE FRAGEN.WIR ANTWORTEN. PostModern ServiceCenter 0800 9966331 (kostenfrei ausdem dt. Festnetz) servicecenter@post-modern.de www.post-modern.de MEHR ALS NUR BRIEFMARKEN Hybridbrief Hochladen statt einwerfen. Ab sofort können Sie Ihre Geschäftspost wie gewohnt erstellen, doch statt den Brief auszudrucken, laden Sie die Daten auf sicherem Wege zu PostModern hoch und wir kümmern uns umden Druck und die zuverlässigeZustellung. Mehr unter: http://hybridbrief.post-modern.de Massenversand Kundenpflege und Kundenakquise sind das Aund Ofür den Erfolg eines Unternehmens. Ein wichtiger Baustein dabei: der Massenversand. Damit können Sie zum Beispiel Ihre Zielgruppe über Neuheiten informieren, Einladungen versenden oder zur Teilnahme anbesonderen Vertriebsaktionen aufrufen. PostModern unterstützt Sie gern in der Vorbereitung und Durchführung! Wunschbriefmarke Manchmal ist es eben doch die klassische Briefmarke, die einen bleibenden Eindruck beim Kunden hinterlässt. Deshalb bieten wir Ihnen ganz individuell gestaltete Briefmarken mitIhrem Logo oder Ihrem Wunschmotiv an, mit denen Ihre Post automatisch zur Werbeflächewird. Unter www.wunschbriefmarke.de können Siedirektloslegen! Aus derRegion für dieRegion PostModern ist eine Marke der MEDIA Logistik GmbH, die sich bereits seit mehr als 20Jahren am Markt für Logistik- und Postdienstleistungen etabliert hat.Inzwischen gehört PostModern zu den größten privaten Briefdienstleistern in Deutschland und hat sich damit inder Region zurechten Alternative beiden Themen Versand und Postdienstleistungen entwickelt. Dabei profitieren nicht nurPrivatkunden vonden günstigenPreisen. Auch Firmenkunden und viele Institutionen schätzen die Qualität undZuverlässigkeit in der Auftragsabwicklung, der Verarbeitung und dem deutschlandweiten Versand. Als Dienstleister aus der Region steht die „Rote Post“ auch für eben dieseein.InvielseiteigenKooperationen undEngagements für Vereine, soziale Einrichtungen und in den Bereichen Sport, Kunst und Kultur übernimmt PostModern gesellschaftliche Verantwortung. Gemeinsam mit regionalen Kooperationspartnern Kompetent, schnell und nachhaltig stellen die Mitarbeiter von PostModern Briefe undPostsendungen zu. im Einzugsgebiet und durch den Einsatz der Mitarbeiter konnte man inden vergangenen Jahren wachsen und gibt auf diesem Weg etwaszurück. Zahlen, Zahlen, Zahlen: -1.386 rote BriefkästensindimgesamtenEinzugsgebiet von Riesa bis nach Altenberg und von Hoyerswerda bis nach Zittau an vielenEcken präsent. -Über850 Servicepunkte bieten Briefmarken und weitere Postdienstleistungenan -Über200 Mitarbeitersorgeninder Verwaltung undinder Sortierung fürden reibungslosen Ablauf derPostverarbeitung -Knapp 600 Zusteller sorgen dafür, dass die Post imrichtigen Briefkasten landet -360.000 Sendungen werden pro Tag imSortierzentrum von PostModern verarbeitet

33 ● ● ● WIRTSCHAFT INSACHSEN |LEBEN &STIL ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● „In China zieht die Nachfrage an“ Wilhelm Schmid, Chef von Lange Uhren, über Corona –und die neue Art, Uhren zu präsentieren. Herr Schmid, was hat das Coronavirus mit Lange Uhren gemacht? Auch wir sind vom Coronavirus überrascht worden. Noch im Januar haben wir, wie viele Menschen auf der ganzen Welt auch, die Tragweite nicht erkannt. Wir haben aber sehr frühzeitigreagiert. Schon im Februar haben wir Mitarbeiter, dieaus demSkiurlaub kamen,gebeten, zu Hause in Quarantäne zubleiben. Wir haben auch sehr früh Vorsichtsmaßnahmen getroffen, umunsere Manufaktur und unsere Mitarbeiter zu schützen. Wir haben immer noch starke Vorsichtsmaßnahmen, die wahrscheinlich über das hinausgehen, was allgemein gemacht wird. Das hat dazu geführt, dass wir bis heute keinen Fall in derFirma hatten. Wie wirkte die Pandemie aufs Geschäft? Die hat in vielen Bereichen Einfluss gehabt. Im April und fast im ganzen Mai hatten die meisten Verkaufspunkte auf dieser Welt geschlossen. Undwenn Verkaufspunkte zusind, können sie keine Uhren verkaufen. Das liegt in der Natur derSache. Glashütte wird 2020 statt 5,7 möglicherweise nur eine Million Euro an Gewerbesteuern einnehmen. Es ist bekannt, dass von Ihrer Firma bisher mehr als die Hälfte kam. Wie geht es dem Unternehmen? Ich kann zum heutigen Zeitpunkt keinen Ausblick geben, wie das Jahr wird. Wir bleiben vorsichtig. Deshalb halten wir die Hygienemaßnahmen so strikt bei. Wir sind eine sehr gesunde Firma, die den Sturm lange aushält. Wir werden alles tun, um unsere Firma intakt und unsere Mitarbeiter an Bord zuhalten. Diesen zwei Zielen hat sich alles andere unterzuordnen. Wir sind sehr sparsam mit unseren Mitteln. Wir werden durchhalten, das kann ichIhnen versichern. Welche Erfahrungen haben Sie mit Homeoffice gemacht? Wenn Sie eine motivierte Mannschaft, eine Vision und ein Ziel haben, wodie Firma hin will, dann funktioniert das. Ich vergleicheunsere Firmagernmit einemSegelschiff undseiner Mannschaft. Bedenken, dass Mitarbeiter das Homeoffice ausnutzen, um weniger zuarbeiten, habe ich nicht. Meine Wahrnehmung ist eher, dass Mitarbeiter nicht mehr differenzieren zwischen der Firma und dem Privatleben. Es ist einfacher,wenn manins Büro fährt, dann ist es Arbeit. Kommt man zurück, dann ist es Freizeit. Wenn beides zu Hause stattfindet, dann mache ich mir Sorgen, „Mittel-und langfristig wird es keinen Ersatzfür Messen geben. Denn sie bringenalle Beteiligten zusammen.“ Wilhelm Schmid (56) führt als CEO die Geschäfte des Glashütter Luxusuhrenherstellers Lange Uhren. Zu den neuen Lange-Modellen gehören unter anderem die Odysseus in Weiß-Gold-Ausführung (oben) und die Lange 1Zeitwerk -ebenfalls inWeiß-Gold. Fotos: PR dassder eine oder andere nicht deutlich genug unterscheidet. Wie groß ist das Interesse an Uhren? Ich glaube, dass die Krise noch weltweit aktiv ist. Die Lage ist aber nicht überall gleich. Esist noch zu früh, eine Prognose abzugeben, ob es im nächsten, im übernächsten oder in sechs Monaten besser wird. Ich denke, wir sind weniger betroffen als Mitbewerber. Die Nachfrage nach Luxusuhren war mit Beginn der Pandemie gesunken. Wie sieht es jetzt aus? Sie wissenja, dass wir zu einem börsennotierten Konzern gehören und ich grundsätzlich sehrvorsichtig mitAussagen sein muss und keine detaillierten Einblicke gebendarf. DieHoheit obliegt allein Richemont,unserer Konzernmutter. Bei China kann man schon sagen, dass eine Normalität erkennbar ist. Die Nachfrage nach Uhrenhat angezogen. Europa ist groß. Die Länder sind unterschiedlich stark von der Pandemie betroffen. Da kann ich keine allgemeinen Aussagen abgeben. Damit würde ich keinem Land gerecht werden. Auch zu Amerika möchte ichkeine Prognosen abgeben. Ende April wollte Ihre Firma Neuheiten auf der Uhrenmesse Watches &Wonders in Genf vorstellen. Die Messe wurde abgesagt. Wie schwer hat Sie das getroffen? Wir haben rechtzeitig reagiert und agiert. In Berlin haben wir ein starkes Marketing-Team. Das hat frühzeitig damit begonnen, auch auf digitale Uhrenpräsentationen zu setzen. Als dann klar war,dass dieMesse nichtstattfindet, haben wir alles digital lanciert. Im April haben wir die Zeitwerk Minutenrepetition und die Odysseus in Weißgold präsentiert, im Juni dann die Lange 1Zeitzone indrei unterschiedlichen Varianten. Wirhaben die Zeit genutzt, um unsere digitalenFähigkeiten auszubauen. Erreichen Sie damit ihre Kunden? Bei den Menschen, die die letzten Monate Zu Hause verbracht haben, ist durchaus Appetit da, sich mit neuen Uhren auseinanderzusetzen. Nachdem wir unsere Neuheiten digital vorgestellt haben, treffe ich mich mit Kunden aus aller Welt zu Zoom-Meetings. Manchmal sind es Small-Talks, oft aber auch Gespräche mit Fachjournalisten. Dann geht es durchaus ins Detail. Solche Gespräche können schon mal länger dauern. Diese Treffen sind durchaus vergleichbar mit Meetings, die hier bei mir am Tisch stattfinden. Vor zwölf oder sechs Monaten war das noch undenkbar, heute sind die Zoom-Meetings etwas, wasvon allenSeitengenossen wird. Die Krise hat uns gelehrt, dass Verhalten änderbar ist. Ich glaube nicht, dass wir als soziale Wesennur digitalleben können, in Krisenzeiten aberdurchaus. Wie kann man sich so eine digitale Uhrenpräsentation vorstellen? Faktisch ist es so, dass wir die Uhr haben und sie dem Gesprächspartner erklären undzeigen, wie sieamArm aussieht.Esist so, als obwir am Tisch sitzen würden, ohne dass wiruns berührenkönnen. HERRLICH, DIESES ERZGEBIRGE... U-Bahn-Hektik. Bis auf unsere H ektik. Auf eine Fahrt inden Untergrund musst du im Erzgebirge nicht verzichten –auf den Stress jedoch schon. Denn über Tage lässt essich hier absolut entspannt leben. Also einsteigen und mehr erfahren unter: www.erzgebirge-gedachtgemacht.de Die Baseler Uhrenmesse für 2021 wurde abgesagt, weil viele mit dem Konzept unzufrieden waren. Wandelt sich unabhängig vom Coronavirus die Bedeutung von Messen? Ich glaube, dass es mittel- und langfristig keinen Ersatz für Messen geben wird. Soeine Messebringtalle beteiligten Parteien zusammen, Konzessionäre, die verschiedenen Marken, dieBetreiber derBoutiquen. Es gibt keine Alternative, um alle, diemit Schmuck und Uhren zutun haben, in so kurzer Zeit zu treffen. Ich glaube, dass es Events wie Watches &Wonders mit neuen Rahmenbedingungen und anderen Schwerpunkten in dennächsten fünf Jahren noch gebenwird. Gespräch: Maik Brückner des Bundesministeriums fürWirtschaft und Energie erfolgt auf der Grund lage des vom Deutschen Bundestag beschlossenen Haushaltes.

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

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