Aufrufe
vor 11 Monaten

Wirtschaft in Sachsen Sommer 2020

  • Text
  • Corona
  • Dresdner
  • Unternehmer
  • Zeit
  • Krise
  • Wirtschaft
  • Sachsen
  • Mitarbeiter
  • Dresden
  • Unternehmen
Das Entscheidermagazin der Sächsischen Zeitung.

● ● ● ● ● ●

● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● TOP RECHTSANWÄLTE IN SACHSEN ANZEIGE Externe Teilung von Betriebsrenten bei der Scheidung Das BVerfG hat mit seinem Urteil vom 26.05.2020 Urteil –Az. 1BvL 5/18 –entschieden, dass die Art und Weise der Aufteilung von Betriebsrenten bei der Scheidung nicht gegen das Grundgesetz oder allgemeine Gleichbehandlungsgrundsätzeverstößt. Zuvor war das OLG Hamm der Ansicht, die sogenannte externe Teilung betrieblicher Rentenanwartschaften sei verfassungswidrig, da sie den ausgleichsberechtigten Ehepartner – meist die Ehefrau –unangemessen benachteilige und legte die Frage dem BVerfG zur Entscheidung vor. Dieses hat nun entscheiden, dass §17des Gesetzes über den Versorgungsausgleich (VersAusglG) nicht verfassungswidrigist. Hintergrund ist Folgender: Im Zuge der Scheidung müssen auch die Rentenansprüche, die die Ehegatten während der Ehe erwirtschaftet haben, fair geteilt werden. Dies geschieht im Rahmen des Versorgungsausgleiches und verläuft zumeist unproblematisch. Einen speziellen Fall stellen dabei die Betriebsrenten dar. Werden diese ausgeglichen, erhält der ausgleichsberechtigte Ehepartner – anders als bei allen anderen Rentenanwartschaften – seinen Rentenanspruch nicht automatisch überdenselbenVersorgungsträger, bei dem auch der ausgleichspflichtigeEhepartnerist. Der Gesetzgeber hat den Versorgungsträgern die Möglichkeit gegeben, die Rentenansprüche an eine andere Unterstützungskasse auszulagern, und zwar auch gegen den Willen den ausgleichsberechtigten Ehepartners, um die betriebliche Altersvorsorge zu entlasten. Dieses Vorgehen hat jedoch in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass der ausgleichsberechtigte Ehepartner teils deutliche Verluste erlitten hat. Aufgrund der unterschiedlichen Zinsentwicklung der diversen Unterstützungskassen kam esvermehrt dazu, dass der ausgleichspflichtigeEhepartner Rechtsanwälte Meyer-Götz,Oertel&Kollegen Königstraße 5a 01097 Dresden Tel.: 0351 808180 info@meyer-goetz-oertel.de www.meyer-goetz-oertel.de zwar die Hälfte seiner Rentenansprüche abgibt, der ausgleichsberechtigte Ehepartner aber nur einen Teil davon über eine andere Unterstützungskasse erhält. Teilweise waren Abschläge von über 50 Prozent zu verzeichnen. Der Grund hierfür liegt darin, dass der Versorgungsträger, der die Anrechte abgibt, deren Kapitalwert mit einem speziellen Zinssatz errechnet, nämlich mit dem vergleichsweise hohen durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre. Der Versorgungsträger, der die Anrechte übernimmt, orientiert sich dagegen am aktuell niedrigen Marktzins. Durch die Übertragung geht demnachGeldverloren. In Anbetracht dessen, dass die Regelung des § 17 VersAusglG etwa bei jeder 20. Ehescheidung zur Anwendung kommt und bei durchschnittlich 170.000 Ehescheidungen im Jahr, sah das OLG Hamm dringenden Klärungsbedarf. Auch der Deutsche JuristInnenbund, der Deutsche Anwaltverein und der Deutsche Gewerkschaftsbund beurteilten die Vorschrift als verfassungswidrig und schlossen sich der Ansicht des OLG Hamm an. Nachdem erste Aussagen der BVerfG im März diesen Jahres noch in Richtung einer Verfassungswidrigkeit der Vorschrift deuteten, fiel die Entscheidung nun dergestalt aus, dass der Ausgleich im Grundsatz nicht zu beanstanden ist, solange die Interessen aller Beteiligten –also sowohl der Ehegatten als auch des Arbeitgebers – gewahrt werden. Im Zuge dessen sind etwaige Verluste durch den ausgleichsberechtigten Ehepartners hinzunehmen, solange sie eine Obergrenze von maximal 10 Prozent nicht überschreiten. Dies sicherzustellen, sei Aufgabe der jeweiligen Familiengerichte. Nach dieser Entscheidung dürfte wohl bei den meisten Beteiligten große Ernüchterung eingetreten sein. Geplant sanieren statt „insolvieren“ –wie geht das? Dr.jur.Michael Haas Fachanwalt für Medizinrecht, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht Arnd Leser Fachanwalt für Arbeitsrecht; IT-Recht, Datenschutz, Wettbewerbsrecht Unsere Leistungen für Unternehmer u.a.: Erwerb oderVerkauf des Unternehmens Unternehmertestament und Unternehmerehevertrag IT-Recht /Wettbewerbsrecht Arbeitsrecht /Geschäftsführeranstellungsvertrag Handels- undGesellschaftsrecht Trennung und Scheidung des Unternehmers Pöppinghaus :Schneider:Haas Rechtsanwälte PartGmbB Maxstraße 8·01067 Dresden Diana Wiemann-Große Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Erbrecht Annekatrin Behne Rechtsanwältin Medizinrecht, Vertragsrecht Christiane Pause-Windels Fachanwältin für Arbeitsrecht; Familienrecht, Erbrecht Philipp Schneider Fachanwalt für Arbeitsrecht, Fachanwalt für Verkehrsrecht Marcel Schmieder Fachanwalt für Handelsund Gesellschaftsrecht; Insolvenzrecht Telefon0351 48181-0 ·Telefax 0351 48181-22 kanzlei@rechtsanwaelte-poeppinghaus.de www.rechtsanwaelte-poeppinghaus.de Die Bundesregierung hat ein milliardenschweres Wirtschaftsprogramm aufgelegt, um Unternehmen während der Corona-Krise zu stützen. So ist die Insolvenzantragspflicht bis 30.09.2020 ausgesetzt. Doch nichtalle Unternehmen werden die Krise überwinden. Jedes Unternehmen durchläuft regelmäßig unterschiedlich stark ausgeprägte Unternehmenskrisen, die im Rahmen eines Sanierungs- und Restrukturierungskonzeptes überwunden werden können. Die außergerichtliche Sanierung umfasst die Einigung mit Gläubigern imRahmen eines Schuldenbereinigungsplans, dem alle Gläubiger zustimmen müssen. Zur Vereinfachung und Vereinheitlichung der außergerichtlichen Entschuldung wurde von der EU eine neue Restrukturierungsrichtlinie verabschiedet, wonach u.a. einzelne Gläubiger überstimmt werden können. Jedoch istein Restrukturierungsbeauftragter im Unternehmen zu integrieren. Dies verspricht,zahlreiche Insolvenzverfahren zu vermeiden und erhält sowohl die Bonität als auch die Struktur des Unternehmens; auch Haftungs- und Anfechtungsfälle werden vermieden. Entscheidend bleibt, sich frühzeitig um eine Sanierung zu bemühen, bevor eine Insolvenzantragspflichtvorliegt. Pöppinghaus :Schneider :Haas RechtsanwältePartGmbB Maxstr. 8 01067Dresden Tel.: 0351 48181-0 E-Mail: kanzlei@rechtsanwaelte-poeppinghaus.de Internet: www.rechtsanwaelte-poeppinghaus.de Ist der Weg der außergerichtlichen Sanierung versperrt, kann das Insolvenzverfahren inEigenverwaltung mit einem Sachwalter als „Aufsichtsorgan“ in Frage kommen. Jedoch ist die Implementierung eines speziellen Sanierungsexperten zur Einhaltung der insolvenzspezifischen Vorschriften vorgeschrieben. Die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis bleibt aber in der Hand des Unternehmers bzw. der Geschäftsführung. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass die Person des Sachwalters nicht wie der Insolvenzverwalter allein vom Gericht bestimmt, sondern vom Unternehmen vorgeschlagen wird, sodass das Sanierungskonzept zum Tragen kommt. Über diese und weitere SanierungsundRestrukturierungsmöglichkeiten informieren wiram1.September2020 im Penck Hotel Dresden. Weitere Informationenund das Anmeldeformular finden Sieauf unserer Homepage. Marcel Schmieder Rechtsanwalt Fachanwaltfür Handels- undGesellschaftsrecht ZertifizierterRestrukturierungsundSanierungsexperte BAUMANN – HASSKE Hohe Straße 35 01069 Dresden RECHTSANWÄLTE Tel. 0351 49 872 0 Fax 0351 49 872 25 VERTRAUENSANWÄLTE VON: info@baumann-hasske.de www.baumann-hasske.de Corona –HabenSie allesbedacht? DievergangenenWochenhaben viel Unsicherheit gebracht. WasbedeuteteinePandemie?Gerade dieältere Generation sollgefährdetsein. Wiekannich mich schützen?Was geschieht, wenn ichkrank werde? Wasist zu tun? Für diegesundheitlicheVorbeugungsind die medizinischen Fachleute zuständig. Die sagen: Abstand, Mundschutz, möglichst wenigphysische Kontakte,zur Kontrolle die Corona-App. Aber was passiert, wenn manwirklich krankwird? RechtsanwaltBaumann-Hasske empfiehlt: Wirklich beruhigter ist man doch erst, wenn allesgeordnet ist. Vertretung oder Nachfolgeklären Wenn Sieangestellt sind, sollte Krankheit kein Problem sein, Lohnfortzahlung ist gesetzlich oder tariflich geregelt. Arbeitsrechtlich sollten Sie sich beraten lassen, wenn Kurzarbeit in Kündigung mündet oder Ihr Arbeitgeber gefährdet ist. Sind Sie selbstständig, sollten Sie mit dem Instrument der Kurzarbeit umgehen können. Für sich selbst müssen Sie klären, wer ihre Aufgaben in Betrieb,Praxis oder Büro übernehmen könnte. Das gilt erst recht,wenn Sieschon überlegt haben,Ihr Unternehmen in andereHände zu geben; jetzt ist ein guter Zeitpunkt, Klarheit zu suchen. Sie müssen wissen, was die Person können und mitbringen sollte, die das übernimmt,und wieSie siefinden. Nachlass regeln Prüfen Sie, ob Sie Ihren Nachlass regeln sollten, ob Sie eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht haben. Sie brauchen nicht notwendig ein Testament,aberwennsie vonder gesetzlichen Erbfolge abweichen wollen, müssen Sie das schriftlich regeln. Alle ihre persönlichen Dinge sollten geordnet sein. Patientenverfügung Wie soll mit Ihnen umgegangen werden, wenn Sie das einmal nicht mehr selbst entscheiden können? Jetzt besteht ein guter Anlass, daszuregeln. Haben Siees Kanzlei RAeBaumann-Hasske HoheStr.35 01069 Dresden Tel. +49 351 498720 info@baumann-hasske.de www.baumann-hasske.de schon, prüfen Sie noch einmal; das Verfassungsgericht hat gerade dieses Jahr die Patientenrechte gestärkt. Vorsorgevollmacht Viele meinen, Partner oder Kinder könnteninihrer VertretunggrundlegendeEntscheidungen inlebenswichtigen Fragen treffen, wenn sie selbst es nicht können. Gesetzlich vertreten aber nur Eltern ihre minderjährigen Kinder.Alle anderen Vertretungen müssen durchVollmachtselbst geregelt werden. Also: Seien Sie vorbereitet. Das sind keine einfachen Fragen. Man schiebt sie gerne weg: Wer denkt schon gerne nach über Krankheit und mehr? Wenn SieBeratungbenötigen:Wir helfen gerne.

● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● 27 ● ● ● ● ● ● WIRTSCHAFT INSACHSEN | GESCHÄFTE &MÄRKTE Die Maskenmacher Wie eine Dresdner Firma die Welt in Corona-Zeiten schützen –und Geld verdienen will. Von Bettina Klemm „Aufunseren Serienanlagen können an sieben Tagen in der Woche im Dreischicht- Betriebbis zu zwei Millionen Masken im Monat gefertigt werden.“ Tobias Reißmann ist zufrieden. Und er hat einen Plan. Reißmann will die Welt ein kleines bisschen sicherer machen. Er ist ein Maskenmacher, könnte man sagen. Schutz-Masken gibt es glücklicherweise jederzeit in reicher Auswahl zu kaufen. Vielevon ihnen allerdingssind einfache OP-Masken, schlichte Stoffteile oder selbst gefertigte Kreationen. Sie schützen bestenfalls andere vor Ansteckung, nicht ihre Träger. Die Alternative sollen FFP2-Atemschutzmasken sein. Sie filtern auch kleinste Partikel und sollen soihre Trägerschützen. Allerdings: Oftwerden sie ausChina importiert, sie sindteuer und nicht in ausreichender Menge erhältlich. Tobias Reißmann, Geschäftsführer der Xenon Automatisierungstechnik in Coschütz-Gittersee, will das ändern. „Wir sind die Ersten in Sachsen, die inder Lage sind, Atemschutzmasken vollautomatisch in hohen Stückzahlen zu produzieren“, sagt er. Noch aber muss er seine Produkte teilweise als Muster bezeichnen, bis spätestens August. Dann soll es die Zertifizierung geben. Reißmann, 47, hatte einen Plan. Vor etwa 15 Jahren verkauf- Maskenvorreiter in Sachsen: Tobias Reissmann (l.), Geschäftsführer der Firma Xenon, und Projektleiter Daniel Sycksch mit den besonderen Schutz-Masken, die das Unternehmen herstellt. Fotos:Sven Ellger ten Unternehmen die Technik zur Maskenfertigung nach China, weil es in Europa keinen Bedarf gab. Reißmann holt sie nun wieder nach Europa und nutzt gleichzeitig den Wissensvorsprung aus China:Kopieren andersrum als früher. Vorsieben Jahren hatteXenon in der chinesischen Stadt Suzhou ein eigenes Werk gegründet, das mehr als 60Mitarbeiter beschäftigt. Dort bestellte Reißmann eine Versuchsanlage zur vollautomatischen Fertigung von FFP2-Masken. „Dank der digitalen Vernetzung haben unsere Ingenieure auf dieser Grundlage währendder Planungund desBaus eine Serienanlage entwickelt“, sagt er.Die sei sogar deutlich besser als das Original. „Parallelhaben wir die Anlagemit einer vollautomatischen Verpackungsmaschine ergänzt“, erzählter. Fürseine Anlage brauchte Reißmann ein entsprechendes Vlies. Über Marina Heimann, Geschäftsführerin der Innovationsplattform futureSax, lernte er André Lang kennen. Lang ist Geschäftsführer beim Vliesexperten Norafin im erzgebirgischen Mildenau. Beide haben viel Gemeinsames, sie sind gleich alt, sie sind Familienväter, Miteigentümer ihrer Unternehmen und glauben daran, dass die Welt internationaler wird. Xenon und Norafin bündelten ihr Wissen über Medizintechnik. Bei Norafin hatten sie bereits im März erste Mund-Nasen-Masken produziert und sie in den Die Dresdner Masken sind gefragt. Krankenhäusern in Annaberg-Buchholz undAue testen lassen.Jenach Maskenqualität kommen zwischen zwei und fünf Lagen Vlies zum Einsatz. Derzeitgibt es zwei Arten:Eine Alltagsmaske –sie ist leicht, schmiegt sich gut ans Gesicht und bietet bereits doppelten Schutz vor Ansteckung; Tröpfchen können weder nach außen noch nach innen dringen. Und eben die FFP2-Masken. Sie sind dicker und sollen den höchsten Schutz sichern. Die Preise sollen deutlich günstiger sein als für vergleichbare Produkte. Gunther Seifert, Vorsitzender des Wirtschaftsfördervereins proDresden, freut sich über solch sächsische Erfinderkultur: „Wir unterstützen diese Kooperation der beiden Unternehmen“, sagt er. Pro- Dresdengehörtzuden erstenAbnehmern. „Wir freuen uns, unseren Mitgliedsunternehmen die erste Charge der Mustermasken zurVerfügungstellen zu können.“ Tobias Reißmann denkt derweilbereits in durchaus größeren Dimensionen: „Auf unseren Serienanlagen können ansieben Tagen inder Woche im Dreischichtbetrieb bis zu zwei Millionen Masken imMonat gefertigt werden“, sagt erund verhandelt bereits mit deutschen und europäischen Nutzern über den Verkauf dieser vollautomatischen Produktionslinien. Vielleicht gibt es bis zum Jahresende die Neugründung eines Unternehmens zur Maskenproduktionimgroßen Stil zu vermelden. Industriepark wird trotz Corona geplant Motivierte Fachkräfte Sofort verfügbare Gewerbeflächen AmPirnaer Autobahnzubringer sollen sich in zweiJahrenFirmen ansiedeln können.Die Flächen sind sachsenweit konkurrenzlos. E sgeht um ein Areal, das so groß ist wie die Dresdner Innenstadt –und es dürfte einmal Dresdens größtes Gewerbegebiet werden. Während die sächsische Landeshauptstadt sogut wie ausverkauftist, wasFlächen fürgroßeGewerbeansiedlungen angeht, treiben die benachbarten Orte Pirna und Heidenau die Entwicklung des Industrieparks Oberelbe entlang des Pirnaer Autobahnzubringers voran. Laut IPO-ChefkoordinatorManfred Elsner liegen die Vorteile der Flächen auf der Hand: Es ist die Nähe zur Landeshauptstadt mit ihren wissenschaftlichen Einrichtungen, die nebender exzellenten Verkehrsanbindung das Areal so attraktiv macht. Die Anbindung an die A17 liegt vor der Haustür und durch den Ausbau der Dresdner Ostumfahrung S177 entsteht zudem eine schnelle Verbindung zurA4nahe Pulsnitz. Ob derIndustrieparkOberelbe am Ende tatsächlich erschlossen wird, steht aber noch nicht hundertprozentig fest. Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren, bei dem viele offene Fragen zuklären sind. Corona sei unterdessen kein Grund, von den Plänen Abstand zunehmen. In vielen Branchen werde ein Umdenken einsetzen, sagt Elsner.Das schafft neuen Bedarf. Nannte man bislang Elektromobilität, Mikroelektronik, Bio-,Nanound Kunststofftechnologie als mögliche Branchen für den IPO, wird nun auch von Medizintechnik, Textil und Nahrungsmittel gesprochen. Erste Ansiedlungensollenab2022/23 möglich sein. (WiS) Leistungsfähiges Breitbandnetz Schulen mit moderner Digitalausstattung Hohe Wohn- und Lebensqualität Großenhain IhrWirtschaftsstandortinder Wachstumsregion Dresden Wirtschaftsförderung Großenhain Telefon+49 3522 304-123 .Fax +49 3522 304-29123 .wirtschaft@stadt.grossenhain.de .www.grossenhain.de Großenhain Freundliche Stadt im Grünen

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

Unsere Partner