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Wirtschaft in Sachsen Herbst 2020

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Denn die Wahrscheinlichkeit, dass sein Wunsch sich auf deren Tour erfüllt, ist nicht groß. Eher bei Jägern, die auf Schwarzwild aus sind. Und vor gut 30 Jahren wäre der Spruch sogar makabergewesen. Dennder Ort Guglwald, Namensgeber für die Edeladresse, liegt nicht nur imletzten Zipfel von Oberösterreich, „inthe MiddleofNowhere“,wie der 36-Jährige sagt, sondern direkt an der damals mit Maschinenpistolen bewachtenGrenze zu Tschechien. Ein Mahnmal und Reste des Stacheldrahtzauns erinnern an Europas Teilung. Auf der Anhöhe vis-à-vis vom Hotel Guglwald treffen sich regelmäßig Heimatvertriebene: mit Tränen der Bitterkeit, aber auch der Freude und dem Ruf nach Versöhnung. Im Dezember 1989, einen Monat nach dem Berliner Mauerfall, hatten tschechische Grenzer auch dort den Eisernen Vorhangdurchtrennt. Als Pilsls schlossartige Residenz 2004 ausgebaut wurde, stellten Kontrolleure kurz vor Eröffnung fest, dass der Dachüberstand an einer Stelle nach Tschechien hineinragt. ImBauamt war bei der Digitalisierung ein Grenzstein „verloren gegangen“. Somusste ein halber Meter ausgesägt werden, um keinen Abriss zu riskieren. Oder eine diplomatische Krise. Längst schmunzelt der Hotelier darüber: „Das wareineSuper-Werbungfür uns.“ Heute ist der einstige Todesstreifen ein Naturschutzgebiet mit scheinbar grenzenloser Freiheit. In 800 bis 1.000 MeternHöhe, gerade über der Nebelgrenze, erstrecken sich 1.500 Kilometer markierte Wanderwege und Flowtrails für Genuss- und Mountainbiker. „Der einzige Urwald, in den man mit dem Fahrrad kann“, sagtPilsl, dergernselbsteinen Abstecher zum nahen Moldau-Stausee macht,gelerntenOssis als Lipno bekannt. Das Mühlviertler Hochland erstreckt sich von der Donau im Süden bis zur deutschen und tschechischen Grenze im Norden. Den Namen hat das Gebiet, bis 1955 sowjetische Besatzungszone, von drei Flüssen: Große, Kleine undSteinerne Mühl. Die Region mit den Vierkanthöfen lebt vor allem von Hopfenanbau, Lebkuchenbäckern, Blaudruck und immer weniger Webereien. Außerdem hat dort das Bierbraueneinelange Tradition. Wegen der Jahrzehnte ander Grenze steckt Österreichs zweitschwächste Wirtschaftsregion auch touristisch in den Kinderschuhen. Bei rosa gebratenem Beiried mit Semmelknödeln, Kabeljau im Backteig & Co bleiben Guglwald-Gäste im Schnitt zwei Kilo – umgerechnet zwei, drei Tage.Dochdas soll sich ändern. Drei Hotels haben sich zusammengetan, um dem Landstrich auf die Beine zu helfen: Neben dem fast 180 Jahre alten Guglwald auchdas Genießerhotel Bergergut –vor 300 Jahren noch eine Weberei, und die erst 2007 eröffnete Lifestyle- Adresse Aviva. Außer 4-Sterne-Superior- Luxus bietet die Region auch Übernachtungsmöglichkeiten in Hütten, Ferienwohnungen, Bauern-und Gasthöfen. Doch die Schrittmacher heißen Alexander Pilsl, Eva-Maria Pürmayer und Christian Grünbart. Alexanders Schwiegervater, von dem er und seine Frau das Hotel 2012 übernommen hatten, sowie Eva-Marias Vater, bis zuseinem Freitod 2016 Inhaber undVordenker vom Bergergut, hatten sich über Jahrzehnte mit immer neuen Ideen und Bauten ein Duell um dieHotelkrone geliefert. „Gerade in Corona-Zeiten sind wirnochenger zusammengewachsen und gleich dreimal so stark.“ Ihre Erben setzen auf Kooperation. Vorbei auch die Zeit der Zerwürfnisse um das extravagante Aviva make friends, Europas 1.Adresse nur für Singles und Alleinreisende, das Bergergut-Eigner Werner Pürmayer gegründet hatte und jetzt zu 25 ProzentChristian Grünbart gehört. „Keine Kinder, keine Paare“, heißt es auf 930 Metern Seehöhe mit Top-Blick auf sanfte Hügel und die Alpen imHintergrund –aus allen 102 Zimmern. „39 Prozent der Österreicher und 42 Prozent der Deutschen sind Singles“, sagt Hotelchef Grünbart. Dazu gebe es zahlreiche Alleinreisende. In Standardhotels hätten sie es nicht leicht zwischen Kindern und küssenden Paaren – dazu Katzentisch, Einzelzimmerzuschlag, das kleinste Zimmer, mitleidige Blicke. Im Aviva seien sie unter Gleichgesinnten, ist der Beiname „make friends“ Programm –mit Gesellschaft, Sport, Wellness, Entertainment, Kursen in der hoteleigenen Brauerei und anderen Aktivitäten. Im Restaurant gibt’s weder Candle-Light- Dinner noch ein „Dinner for one“, sondern lange Tafeln zur Kommunikation. Workshops in der Umdenk-Akademie tragen Titel wie „Welche verborgenen Talente liegen in mir?“ und„Wiewerde ich zu einem visionären Leader?“ Hotelchef Grünbart muss es wissen. Sein Haus sorgt nicht nur wegen des speziellen Konzepts für Aufsehen, sondern auch als innovativer Arbeitgeber. Seit 2018 gilt für die 62 Beschäftigten, davon 14 Lehrlinge, eine Vier-Tage-Woche mit 40 Stunden. Gegen geringes Entgelt können sie die zehn elektrischen BMWi3 des Hauses auch privat nutzen. Solche Benefits, die regionale Lieferkette bei Lebensmitteln, die Fotovoltaikanlage auf dem Unterschiedlich inder Ausrichtung ihrer Häuser, aber vereint inZiel und Umsetzung: Die Hotelbesitzer Alexander Pilsl, Eva-Maria-Pürmayer und Christian Grünbart (v. l.) wollen das Mühlviertler Hochland zur angesagten Adresse machen. An die einstige Stacheldrahtgrenze erinnert die Gedenkstätte inGuglwald. Fotos:Lichtlinien Alexander Kaiser, ARTRedaktionsteam Dach und der eigene Kräutergarten ganz unten bescherten dem Avivabeim Staatspreis für Tourismus einen Platz unterden bestenDrei. „Was hier läuft,ist nichtamReißbrett eines Konzerns entstanden, sondern vor Ort gewachsen“, sagt Grünbart, der Punkt sieben auch selbst den Gong zum gemeinsamen Abendessen anschlägt. 60 Prozentder Gäste kämenaus Deutschland, und sie würden bei Bedarf sogar in Nürnberg oderPassau abgeholt. „Feier das Leben, Tanz oder gar nicht“, lautet das Motto auf der Diskound Wellnessetage. Es funktioniert. In der Kartei stünden über 500 Gäste mit mehr als 100 Aufenthalten, so Grünbart. Mancher komme alle vier Wochen –„in einer Zeit, die immer anonymer und stressigerwird“. Das Aviva sei „ein Eisbrecher“, sagt der 45-Jährige. Dass sein Konzept polarisiert, ist ihm bewusst, immerhin schließt es 60 Prozent der Leute aus. Sie hätten anderswo genug Möglichkeiten, argumentiert der Gastgeber. „Hotels, die nur Schlafen, Essen und Wellness anbieten, werden es schwer haben“, ist er überzeugt. Im Kampf um die Gäste müsse mansein Profil schärfen. Das haben die drei Vorzeigehotels im touristischen Niemandsland geschafft. Auch das Bergergut, das Eva-Maria Pürmayer nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters übernehmen musste. Als älteste von drei Schwestern und Mutter eines Erstklässlers führt sie in vierter Generation ein Haus, das noch in den 1960er-Jahren nur kaltes Wasser ineiner Handvoll Zimmern anzubieten hatte, danach modernisiert und erweitert wurde und sich bis Mitte der 1990er zum „Gemischtwarenhandel“ für Familien, Seminare und Wanderer entwickelte. „Das war wenig nachhaltig“,blickt dieChefin zurück. Daher hätten sich ihre Eltern 1996 ganz auf Paare und Romantik spezialisiert –„zum Entsetzen des Dorfpfarrers undder Nachbarn“, wie sie sagt.Dochdie gewaltige Resonanz habe ihnen recht gegeben. Fünf Jahre später wurde die Zahl der Zimmer auf 30 verdoppelt, ein Garten mit Hochzeitskapelle angelegt und 2017 auch beim kulinarischen Genuss

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Namen wie „Feuer &Flamme“ oder „Himmel &Hölle“ versprechen nicht zu viel: Design-Feuerstelle, Flammenelemente, heimeliges Ambiente. Größer als der Spiegelüberm Doppelbettist nurdie runde Badewanne mittenimZimmer,und in Flur-Vitrinen entpuppt sich manches Designerstück als käufliches Liebesspielzeug. Verwöhnadresse für Paare, Wellness-/ Gourmet-Tempel, Singletreff: die Hotels in Guglwald und St. Stefan-Afiesl haben ihre Bestimmung gefunden –und sich. Sie tun sich bei der Jagd nach Kunden nicht weh, das erleichtert das Miteinander. Das Trio hat erkannt: „Um unseren Wettbewerbsnachteil mit unserer wunderschönen, aber so abgelegenen und völlig unbekannten Lage –ohne Berge, ohne Seen – wettmachen zu können, müssen wir, abgesehen von Höchstleistungen imeigenen Haus, auch gemeinsam wirken und uns zusammentun!“, sagt Eva-Maria Pürmayer. „Das macht uns, im wahrsten Sinne des Wortes, gleich dreimalsostark.“ Die Kooperation reicht vom gemeinsamen Einkauf über Marketingaktionen bis zur Akademie zur Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und einer Tagesmutter als Betriebskindergarten. Beschäftigte eines Hotels können auch in den Mühlviertel DEUTSCH- LAND Passau ÖSTERREICH beiden anderen zum halben Preis nächtigen. Trotz der Zusammenarbeit bleibe ein gesunder Wettbewerb, sagt die Frau im Bunde. „Man schaut sich vom Nachbarn ab, was man noch besser machen könnte oder reibt sich aneinander.“ Die Protagonisten tickten inder Grundphilosophiegleich,hättenähnliche Werteund seien eng befreundet. „Gerade in Corona- ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Afiesl St.Stefan am Walde České Budějovice ČeskýKrumlov Guglwald Linz TSCHECHIEN Zeiten sind wir noch enger zusammengewachsen und haben die Firma Top.Hotels GesnbR gegründet“, sagt die Jüngste desTrios. „Damit setzen wir ein Zeichen nach außen“, ergänzt Guglwald-Chef Alexander 0 20 Pilsl. Das Miteinander der selbst ernannten Top-Hotels werde soverbindlicher, und es gebe zusätzliche Synergien im Rechnungswesen. DerLockdown hatte die Drei schwer getroffen. „Das war Kilometer SZ-Grafik: Sylvia Tietze nicht lustig“, sagt Christian Grünbart, dessen Aviva gerade von Lebensfreude und Ausgelassenheit lebt. „Wir waren von Ende März bis Mitte Mai elf Wochen zugesperrt“, so der Manager. Dafür liege die Auslastung seit dem Neustart „kaum unter 90Prozent“. Die Gäste akzeptierten die Hygieneregeln. Selbst dieDisko sei geöffnet –wenn auch ohne DJ und mit etwas leiserer Musik. Er sorge sich nur um elf Mitarbeiter aus dem nahen Tschechien, neuerdings wieder Corona-Risikogebiet. „Sollten sie ausfallen, hätten wir ein richtiges Problem“, so Grünbart. Die Sperrzeit ist auch vom Bergergut schwer aufzuholen. Aber durch Kurzarbeit konnten alle Mitarbeiter gehalten werden. Dafür war der Sommer „so gut wie selten zuvor“, sagt Chefin Pürmayer. „Unsere idyl- ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● GrenzenloseGastlichkeitmit zwei Hauben,dreiLilien und vier Sternen DasGenießerhotel Bergergut,ein kleines feines Hideaway, bietet Paaren in 35 Zimmern und Suiten Romantik –auch Spielzeug und einenSpiegelübermBett. Fürkulinarischen Genuss sorgen 2-Hauben-Koch Thomas Hofer &Team. Harley, Vespas,Segways, E-Bikeswarten auf Nutzer.Die Übernachtungmit Halbpensiongibt’sab135 €. www.romantik.at Avivamakefriendsist,wie die anderemim Trio,ein 4-Sterne-Superior-Hotel –aber nurfür Singlesund Alleinreisende ab 16 Jahren. Gästeder 102 Zimmererwartet ein Aktiv-Programmmit besten Kontaktchancen: u. a. Wellness,Golfen, Biken,Yoga, Salsa, Disco, Braukurs, Wander/Skitouren.Ein Zimmerkostet ab 123€inkl.3/4-Pension. www.hotel-aviva.at DasHotel Guglwald, 77 Zimmer,setzt mit „Ganznah bei sich“auf Ruhe undEntspannung.Gästeab14Jahrenerwarteteine Edelkücheund die mitdreiLilienimRelaxguide dekorierte,3.500 m 2 große, Wellnessoase mit7Saunen, Naturteich, beheiztenInnen-/Außenpools. DieÜbernachtung gibt’s ab 116 €pro Nase inkl. 3/4-Pension. www.guglwald.at ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● „Wir sind nicht am Ende der Welt. Abervon hier auskannman es schon ganz gut sehen.“ ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● lisch-abgelegene und untouristische Natur-Region und unser kleines, feines Konzept punkten jetzt voll.“ Das Haus lege noch mehr Wert auf Desinfektion und penible Reinigung. Gäste spürten wenig Veränderung, bis auf dienötigen Masken in den Gängen. Auch das Hotel Guglwald war 75 Tage dicht. Doch dank 99-prozentiger Auslastung imAugust, sei der Ausfall bereits aufgeholt, sagt Chef Pilsl. „Es ist ein Segen, dass unsere Gäste zu 94 Prozent aus Österreich sind.“ Weil sie anreisen durften, blieb uns der große Einbruch erspart –anders als Salzburg und Tirol, die zu 80 Prozent von Deutschen leben.“ Dennoch würden er und seine Mitstreiter gern mehrOstdeutsche begrüßen. Beim Besuch von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig imSeptember inOberösterreich warb Landeshauptmann Thomas Stelzer für sein Bundesland: „Kommen Sie her, wir werden alles tun, dass Sie hier sicher sind.“ Es werde Wintertourismus geben, wenn auch mit umgestelltem Gastrosystem, neuen Regeln für Lifte und Gondeln und ohne Après-Ski-Partys. „Dennoch kann man sich bei uns unbeschwert erholen. Wir sind gut vorbereitet und freuen unsauf dieSachsen.“ In der gemeinsamen Mitarbeiterakademie der Top-Hotels war jüngst der Zukunftsforscher Matthias Horx zu Gast. Und wie sieht das Trio die eigene Perspektive? „Wir werden noch hochwertiger, nachhaltiger und individueller“, sagt Eva-Maria Pürmayer. Corona habe vieles angeregt –auch, dass ihr Thomas nun das Brot selbst im speziellen Gartenhaus backt undSchafe in „einen essbaren Tiergarten“ am Hotel eingezogenseien. Fehlt noch ein Familienhotel zur Komplettierung des Angebots in der nur scheinbar gottverlassenen Gegend? Sie seien „offen für herzbetonte und hoch qualitativ geführte Partner-Betriebe“, heißt es unisono – aber, so die Bedingung, „nur mit Zugang zum sanften Tourismus undzur Erhaltung der Natur“. Einer der Guglwald-Gäste hat mal gewitzelt: „Wir sind nicht am Ende der Welt. Aber von hier aus kann man es schon ganz gut sehen.“ Eine spannende Region, das Grüne Band Europas. Und es tut sich was. Wie sagt Alexander Pilsl: „Hat man vor Monaten noch alle 30 Kilometer einenMenschen getroffen,soist es jetzt, da mehr los ist, alle 20 Kilometer.“ Der neue Bentayga V8. Folgen Sie Ihrem Gefühl. Thomas Exclusive Cars GmbH ∙ Meißner Straße 34 ∙ 01445 Radebeul ∙ Telefon: 0351 40464 260 ∙ Dresden.BentleyMotors.com NEFZ-Fahrzyklus des neuen Bentayga V8: Kraftstoffverbrauch in l/100 km – Kombiniert 11,6. Kombiniert CO₂ –265 g/km. Effizienzklasse: E. Der Name „Bentley“ und das geflügelte „B“ sind eingetragene Markenzeichen. ©2020 Bentley Motors Limited. Gezeigtes Modell: Neuer Bentayga V8. BENTLEY DRESDEN

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