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Wirtschaft in Sachsen Herbst 2020

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Ich soll herausfinden, was der elektrische Supersportwagen kann. ImKonvoi mit vier weiteren Taycans rolle ich aus der Boxengasse des Test-Areals am Leipziger Porsche-Werk. Vom Antrieb ist nur ein Surren zu vernehmen. Vorneweg fährtJohnBlack, Porsche-Instrukteur mit15JahrenErfahrung und der sonoren Stimme eines Reiseleiters. Über Bordfunk erklärt er die Eigenheiten des 3,7-Kilometer-Rundkurses. Überholen ist verboten. Kurz vor der Einfahrt auf Start und Ziel stoppt John. „Damit jeder mal die volle Beschleunigung des Taycan erfahren kann“, erklärt er und gibt Anweisungen, was wir für den sogenannten Launch-Control-Start zu tun haben. Wie von einem unsichtbaren Katapult abgefeuert, reißt es den Wagen vorwärts. Nach drei Sekunden steht 100 auf dem Digitaltacho, nach zehn Sekunden ist Tempo 200 erreicht. Der Taycan rast an denerstenOrientierungsschildern vorbei, die die Entfernung bis zur nächsten Kurve anzeigen. Ich trete mit aller Kraft aufs Bremspedal. Gefühlt immer noch viel zuschnell, lenke ich ein. Die Reifen quietschen, doch der über zwei Tonnen schwere Allradler bleibt in der Spur. Oha. Sobrachial, wie er beschleunigt, verzögert der Porsche auch. Vier Jahre Entwicklung stecken inder viertürigen Sportlimousine. Für die Produktion wurde inZuffenhausen bei Stuttgart eigensein neues Werk gebaut.Der Corona- Lockdown habe dem Fertigungsstart eine denkbar ungünstige Zwangspause beschert, sagt Firmensprecher Mayk Wienkötter. Inzwischen läuft die Produktion, pro Tagwerden mindestens 150 Taycans fertig.Gebaut wird dasextremeE-Auto in drei Varianten. Schon das „Basismodell“ 4S kostet knapp104.000 Euro.Dafür wird der betuchte Kunde – zumindest beim ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Katapultstart: Nach weniger als zehn Sekunden ist der Wagen 200 km/h schnell –und SZ-Redakteur Andreas Rentsch bekommt schwitzige Hände. Der Taycan wird in drei verschiedenen Varianten (o.r.)gebaut. Im Leipziger Porsche-Werk gibt es einen Rundkurs, auf dem sich Autos testen lassen. Fotos:Anja Jungnickel ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Selber Taycan fahren: DieLeihdauer für die Fahrzeuge ist flexibel und abhängig vomgewählten Modell.Kürzestmögliche Dauer sind drei Stunden, maximal sind 28 Tage möglich. Interessierte müssen sichzuvor online registrieren.Voraussetzung für die Leiheist einMindestaltervon 25 Jahren. Mieter müssen zudemseitmindestens fünfJahrenimBesitzeiner Fahrerlaubnis sein. DieMietpreiseinLeipzig starten bei 388Eurofür einen Tag. Während der Mietdauerladen Kunden überden Porsche Charging Servicekostenfrei. Buchungund Abrechnungerfolgen per Kreditkarte. www.porsche.de/drive ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Start nach Formel-1-Manier –mit bis zu 530 PS angeschoben. DerTurbo Skommt in dieser Disziplin auf aberwitzige761 PS. Doch Porsche wäre nicht Porsche, wenn man nicht auch ander Ladesäule derSchnellsteseinwollte. Deshalb haben die Ingenieure dem Taycan als erstem Serienfahrzeug überhaupt ein 800-Volt-Bordnetz implantiert. Wasdamit möglich wird, sollen die Testfahrer auf öffentlichen Straßen und bei einem Ladestopp ausprobieren. Dafür wechsele ich ineinen hellblauen Taycan 4S. Mein Ziel liegt laut Navi nur 25Kilometer vom Porsche-Werk entfernt. Auf dem Autohof amA9-Anschluss Bad Dürrenberg betreibt das Ionity-Konsortium sechs Schnellladesäulen. Über die A14bis zum Schkeuditzer Kreuz und dann weiter Richtung Süden dauert die Fahrt dorthin nur knapp 20 Minuten. An der Raststätte sind fünf der sechs Ladesäulenplätze leer. Was ich jetzt zutun habe, soll nicht komplizierter sein als das Zapfen von Benzin oder Diesel.Kurz dieLadekarte an den Sensor der Säule halten, Freigabe abwarten, Ladekabel aus dem Schacht ziehen und am Wagen einklinken. 77 Cent kostet die Kilowattstunde, zeigt das Servicedisplay an – nicht eben ein Schnäppchenpreis. Wäre mein Akku randvoll, käme der 4S laut Hersteller auf eine Reichweite zwischen 333 und 407 Kilometern. Nach neunMinutenlinse ich aufs Display meiner Ladesäule. Der Fortschrittsbalkenist schonfast geschlossen.„85 Prozent“, meldet der Taycan. In dieser kurzen Zeit hat es 13,6 Kilowattstunden in den Akku gepresst. Noch beeindruckender sei dasLaden, wennder Akkunahezu leer und optimal temperiert ist, hat mir Porsche-Ingenieur Christoph Roggendorf zuvor erläutert. „Den Ladestand von fünf auf 80Prozent zu bringen, dauert dann nur 22Minuten und 30 Sekunden.“ Weitere vollelektrische Modelle sind bereits in Planung. So soll die nächste Generation des Macan, der in Leipzig gefertigt wird, ebenfalls mit Akkupower fahren. Klar ist aber auch, dass die Zuffenhausener weiterhin Autos mit konventionellem Antrieb produzieren werden. „Solange die Nachfrage da ist, werden wir Verbrenner bauen“, sagt Mayk Wienkötter. Gut möglich, dass selbst eingefleischte 911er-Fans schwach werden, wenn sie einmal mit einem Taycan gefahren sind. Die Fahrleistungen des Elektrosportlers sind über jeden Zweifel erhaben. Auch beim gemächlichen Gleiten macht der Viersitzer Spaß. Lupfe ich den Gasfuß, weil es leicht bergab geht, erscheint ein grünes Indikatorlicht. Damit wird signalisiert, dass der Taycan rekuperiert, also Bewegungsenergie in elektrische Energie zurückverwandelt, die wieder inden Akku fließt. Trete ich dagegen voll drauf, schießt ein blauer Balken indie entgegengesetzte Richtung –ein Hinweis, dass der Akku gerade in Rekordtempo leer gesaugt wird. Leider macht der Taycan beim Beschleunigen am meistenLaune... Besondere Öle aus der Heimat Judith Faller-Moog gewinnt aus Saaten Öle. Mit Essen kann man die Welt verändern, sagt sie. Von Susanne Plecher G oldgelb wie ein Sommertag und appetitlich klar –sosollte ein gutes Sonnenblumenölaussehen. Doch das erste, das Judith Faller-Moog und ihr Vater Franz gepresst hatten, erinnerte beim besten Willen nicht an einen heiteren TagimJuli. Eswar dunkel und trüb, eine Farbe wie ein Hieb in die Magengrube. „Unser ganzes Geld war in diese Ölpresse Judith Faller- Moog ist Ölmüllerin. Bio- Bäuerin und Ernährungswissenschaftlerin ist sie auch. Und clevere Geschäftsfrau. Foto:JürgenLösel geflossen. Wir waren total fertig, dachten, es wäre schiefgegangen und wir hätten keine Perspektive mehr“, erinnert sich die 52-Jährige.Doch als sie am nächsten Morgen die vermeintliche Brühe entsorgen wollte, hatten sich die Schwebstoffe abgesetzt. Das Ölsah aus, wie es aussehen sollte: klar und hell. Das war 1984 im südfranzösischen Bram. Judith Faller-Moogs Eltern hatten dort die erste Bio-ÖlmühleinEuropa gegründet. DieFirma istgroß geworden. Mehr als 70 verschiedene Ölsorten hat sie heute im Sortiment. Das Porträt der Tochter klebt auf einigen Flaschen mit Sonnenblumen- und Rapsöl aus sächsischem Anbau und Produktion. „Aus meiner Heimat“ steht darunter. Denn die Kerne, aus denen das Öl gepresst wurde, sind in der Lommatzscher Pflege gereift. Judith Faller-Moog, die in Afghanistan im Kindergarten war, in Burundi Französisch gelernt hat und in Kiel studierte, ist 2004 hergezogen. Zusammen mit ihrem Mann Wolfgang, der inKlappendorf bei Riesa einen Bio-Bauernhof betrieb, hat sie hier den sächsischen Teil der Firma Bio Planète aufgebaut. Nachdem er plötzlich verstorben war, zog sie die vier Kinder groß, behielt beide Firmen und den Betrieb in Bram, strukturierte den Bauernhof um. Allein für die Ölmühle arbeiten inzwischen 140 Leute, 80 davon inKlappendorf. Dass der Raps zum Mahlen und Pressen nach Kroppenstedt bei Magdeburg gefahren werden musste, ärgert die Chefin. Eine eigene Ölmühle ist ihr nächstes Projekt. Ein Rohstoff sollte da verarbeitet werden, wo er angebaut wird, istsie überzeugt. Dass dieWertschöpfung in der Region bleibt und Transportwege damit kurz gehalten werden, ist gut für Mensch und Natur, sagt Faller-Moog. Der Satz klingt wie aus einem Nachhaltigkeitslehrbuch. Sie meint jedes Wort ernst. „Essen kann die Welt verändern, wenn esfair produziert wird. Wir haben die Wahl.“ Zukaufen gibt es die heimischen Öle imFachhandel, inBio-Lebensmittelläden oder im Hofladen. Denn Faller-Moog will unabhängig bleiben. Das gelingt nur, wenn die Liefermengen variabel bleiben dürfen und keine Vertragsstrafen drohen, wenn die Ernte mal weniger üppig ausfällt. Bioläden akzeptieren:Was alle ist, istalle.

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