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Wirtschaft in Sachsen Herbst 2020

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Da hat der 45- Jährige eineklare Antwort:„DasInvestitionsklima ist für kleine Unternehmen besser.Die Investoren sindeinfach risikofreudiger alsinDeutschland.“ Auch der Erfurter Halbleiterhersteller X-Fab hatte den Gang auf das Parkett an derEuronext 2017 gewagt unddas erfolgreich. Dasmotiviert. Siehtman in derLandschaftkaum Iqron hat bislang vier Anlagen installiert –inDeutschland, der Schweiz, Südafrika und zuletzt in Dubai. Das Miniwindkraftwerk mit einer Leistung von fünf Kilowatt wurde auf dem Gelände der Weltausstellung Expo 2020 errichtet, die Corona-bedingt auf das nächste Jahr verschoben wurde. Iqron-Kunde Emirates National Oil Company (Enoc) will auf der Expo sein Projekt „Tankstelle der Zukunft“ präsentieren, die durch die Nutzung erneuerbarer Energien besonders emissionsarm funktionieren soll. Die Kleinwindturbine der Dresdner speist die erzeugte elektrische Energie in das Stromnetz der Tankstelle ein. Für Eckelmann, der in Freital aufgewachsen ist und nach einer Banklehre vier Jahre bei einem Venture-Capital-Fonds in Düsseldorf arbeitete, bis er2010 nach Dresden zurückkehrte, ist der Auftrag in Dubai ein wichtiger Schritt.Erverspricht, wenn die Expo erst einmal läuft, große Aufmerksamkeit.Und Iqron hat sichviel vorgenommen. Das Unternehmen will in Sachsen eine Massenproduktion mit 50 Arbeitsplätzen aufbauen und jedes Jahr rund 4.000 Kleinwindanlagen weltweit verkaufen. Bankenwürden dafür vermutlich keinen Kredit geben, kann Iqron noch kaum Umsatz vorweisen. Um die ehrgeizigen Wachstumsziele dennoch umsetzen zukönnen, will die Eigentümerin, die Dresdner Wagniskapitalholding E2C3, 25 Prozent der Unternehmensanteile an der Börse verkaufen. Kalkuliert wird mit einem Emissionserlös von acht Millionen Euro. Davon sollen 4,5MillionenEuro in denAufbau der Produktion und des Vertriebs fließen und derRestanE2C3, um in weitere Start-ups investieren zu können. „Kleinwindturbinen sind nicht neu. Aber nur wir können sie serientauglich und inindustrieller Qualität herstellen“, betont Eckelmann. Er ist fest davon überzeugt, für sie ausreichend Abnehmer gewinnen zukönnen. Die Kleinwindturbinen von Iqron mit einer Leistung von 2,5 bis sieben Kilowatt eignen sich für den Betrieb von Mobilfunkmasten oder von Wasserpumpen. Fünf Millionen Funktürme weltweit gibt es schon und jeder zweite davon ist auf Strom aus erneuerbaren Energien ausgelegt. Allein in Deutschland sind 9.000 neue Mobilfunkmasten geplant. Für eine Deutsche-Telekom-Tochter hat Iqron an einem Testmast eine Kleinwindturbine installiert, über die 95 Prozent der benötigten elektrischen Energie erzeugt werden kann. Und die Stromkosten spielen eine immer größere Rolle. Was die Mobilfunkausrüster ein solches Miniwindkraftwerk am Mast kostet, will der Iqron-Chef nicht genau sagen. Grob gerechnet müssten sie rund 1.500 Euro pro installierter Nominalkilowatt-Stromleistung investieren. Laut Eckelmann ist das 50Prozent weniger als die Konkurrenz verlangt. Weitere Vorteile seien, dass sich die Anlagen schnell montieren lassen und keinen Instandhaltungsaufwand verursachen. Für die Deutsche Telekom werden die Dresdner bis zusieben Anlagen in Griechenland errichten sowie imOktober einen Feldversuch südlich von Nürnberg starten. Die größten Märkte sieht der designierte Vorstandschef –Iqron befindet sich gerade im Umwandlungsprozess von einer GmbH zueiner AG –allerdings in Südafrika, Südamerika und inder Karibik, überall dort, wodie Energieversorgung schlecht ist oder der Strom noch über Dieselaggregate geliefertwird. So ist das Nachfüllen von Diesel zum Betrieb von Mobilfunkmasten sehr teuerund der Diebstahl von Diesel ein großes Problem. Der britische Netzausrüster Orange hat Der Hersteller von Kleinwindanlagen iQron in Dresden hat seine erste Anlage inden Vereinigten Arabischen Emiraten installiert. Kunde ist die Emirates National Oil Company (ENOC) mit Sitz in Dubai. Foto: Iqron deshalb schon angekündigt, künftig ganz auf Diesel verzichten zu wollen. Kunden sind aber auch Hotels und Resorts, die immer mehr auf Nachhaltigkeit und klimafreundlichen Strom setzen. Dass ihm die zunehmende Ablehnung von Mobilfunkmasten und Windrädern in der Bevölkerung einen Strich durch seinenBusinessplanmachen könnte, glaubt Eckelmann nicht. „Unsere Windräder haben einen Durchmesser von 4,40 Meter. Die nimmt man in der Landschaft kaum wahr“, sagt er. Und beim Mobilfunk ist der Börsennewcomer in spe optimistisch, dass sich die Telekommunikationskonzerne von der Skepsis nicht beeindrucken lassen. Die Covid-19-Pandemie werde die Digitalisierung beschleunigen und dafür müsse die technische Ausstattung eines Tages vorhandensein,ist er sich sicher. ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Die Zukunft beginnt mit dem Vertrauen in Ihre Idee. www.punkt191.de, Foto: 123rf, blasbike www.bbs-sachsen.de www.mbg-sachsen.de Wir begleiten neue Vorhaben in Sachsen individuell mit Bürgschaften und Beteiligungen – damit sie erfolgreich verwirklicht werden. ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Staffbaseübernimmt Berliner Startup Nun ist es soweit: Startups aus Sachsen übernehmen Startups aus Berlin, Deutschlands Gründer-Hauptstadt. Staffbase, der nach eigenen Angaben weltweit führende Anbieter für Mitarbeiter-Apps mit Sitz inChemnitz, kauft das Startup Teambay. Die Firma bietet eine intuitiv nutzbare Software kombiniert mit Personalberatung an, mit der Unternehmen ihre Belegschaft aktiv in die Organisationsentwicklung einbinden können. Durch Mitarbeiterumfragen können sowohl spezifische Projekte begleitet als auch allgemeine Themen wie Zufriedenheit, Führung oder Themenbefragungenbehandelt werden. „Abjetzt istnur nocheinePlattform nötig umherauszufinden, wie sich Mitarbeiter fühlen und welche Maßnahmen zu einer engagierteren Belegschaft führen“, betont Martin Böhringer, Mitgründer undGeschäftsführer vonStaffbase. Viele der rund 400Kundenvon Staffbasebenötigen Unterstützung,wennVeränderungsprojekte anstehen. Durch die neuen Möglichkeiten von Teambay inder Staffbase-Plattform soll ihnen der Dialog mit den Mitarbeitern während wichtiger Umstrukturierungsprozesse zur „Selbstverständlichkeit“ werden und leichter umsetzbar sein, so Böhringer. Für Staffbase, die im jüngsten Deloitte Fast 50 Awards unter die Top10der wachstumsstärksten Technologieunternehmen Deutschlands gewählt wurde, ist esdie erste Übernahme. Ziel ist, dass Firmen künftig nur eine Plattform benötigen,umihr Mitarbeiter-Engagementgleichzeitig messen und verbessern zukönnen. Staffbase ist rasant gewachsen. Die mehr als 300 Angestellten kommen aus über 32 Nationen und verteilen sich über die Standorte Köln, Berlin,Dresden, Chemnitz, Leipzig, München, Amsterdam,Londonund New York. ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ●

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Der Bankensektor steht unter Druck: Zum generellen Wandel der Branche kam zuletzt der Konjunktureinbruch durchCorona undden Lockdown hinzu. Expertenwie dasIWH ausHallewarnen vor einer massiven Bankenkrise. Diese Gemengelage bekommen auch Mittelständler zuspüren, denn viele klassische Hausbanken werden bei der Kreditvergabe immer restriktiver. Doch die Umwälzungen in der Finanzbranche haben auch ihr Gutes. Denn dadurch haben sich Finanzierungsalternativen und neue Modelle entwickelt. Über Anlage- und Umlaufvermögen finanzieren Für einen alternativen Ansatz steht auch die Hamburger Maturus Finance GmbH. Die Gesellschaftwurde 2005 gegründet undunterstützt klein- und mittelständische Unternehmen deutschlandweit bei der Finanzierung. Seit 2015 ist das Unternehmen auch inÖsterreich vertreten. Das Angebot des Finanzierers richtet sich vor allem an Produzenten, Verarbeiter und Händler mit umfassendem mobilem Anlage- und Umlaufvermögen. Da sich die Hamburger auf die Vermögensgegenstände, sogenannte Assets, stützen, nennen sie ihren Ansatz auch Asset Based Finance. Maturus Finance geht es also nicht inerster Linie um Bonitätsratings und Geschäftszahlen, sondern umdie Werthaltigkeit des mobilen Anlage- oder Umlaufvermögens einesBetriebes. Foto: Adobe Stock/Ipopba Ansätze fürProduzenten und Händler Eine Lösung der Maturus Finance besteht im Sale &Lease Back. Hierbei verkaufen Firmen ihre Maschinen anden Finanzierer und mieten sie sofort wieder zurück. DerAnsatz wird oftinSituationen wie Nachfolgen, Restrukturierungen, Sanierungen oder Insolvenzen angewendet. Auch für Unternehmen, die über keine schweren Maschinen oder Anlagen verfügen, gibt es eine objektbasierte Lösung: Beim Asset Based Credit können Industrie- und Handelsbetriebe oder etwa Mobility- Anbieter das Umlaufvermögen aus ihren marktgängigen Fertigwaren- oder Rohstofflagern nutzen, umeinen flexiblen Kredit zu besichern. DieMittel können beispielsweise eingesetzt werden, um Flauten zu überbrücken, Aufträge vorzufinanzieren oder Material einzukaufen. Weitere Informationen: www.maturus-finance.com LÖSUNGEN, WENN DIE BANK SCHON ABGESAGT HAT Foto:Maturus FinanceGmbH Interview mit Carl-Jan von der Goltz, geschäftsführender Gesellschafter Maturus Finance GmbH Herr von der Goltz, vor welchen Herausforderungen steht der Mittelstand heute in Sachen Finanzierung? Seit Jahren wird die Finanzierung von Unternehmen über die Hausbank komplizierter: Schärfere gesetzliche Regularien, ein langes Zinstief und der generelle Wandel am Finanzierungsmarkt haben die Kredithäuser vorsichtig gemacht. Mit Corona kamen weitere Unsicherheiten hinzu: Viele Banken erwarten massive Kreditausfälle und fahren die Neuvergabe weiter zurück. Eine bedenkliche Entwicklung, denn gerade jetzt brauchen viele KMU Liquidität, umden Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten, wichtige Zukunftsprojekte umzusetzen oder das Unternehmenneu aufzustellen. Wer leidet unter dieser Entwicklungamstärksten? Die Lage ist besonders für Unternehmen schwierig, die über keine Top-Bonität verfügen. Schon länger haben sie kaum noch Zugang zu Bankkrediten. Die Corona-Krise hat dies noch verschärft:Viele Bankenbilden massiveRückstellungen und verstärken ihr Risikomanagement. Es werden nichtnur weniger Kredite vergeben, bestimmte Branchen wie die Automotive-Zulieferindustrie werden oft generell von einer Neuvergabe ausgeschlossen. Wie unterstützen Sie und Ihr Team betroffeneBetriebe? Unser Ziel ist es, mittelständischen Unternehmen eine Ergänzungzum klassischen Hausbankkredit zu bieten. Dabei fokussieren wir uns nicht auf die Bonität einer Firma, sondern betrachten die Werte, die im Unternehmen tatsächlich greifbar sind. Also: werthaltige Maschinen, Anlagen, Fahrzeugeoderhandelsfähige Lagerbestände. Deshalb finden wir oft individuelle und kurzfristige Lösungen, wenn die Bankbereits abgesagthat. Zwei Fälle ausder Praxis Sale &Lease Backverhilft UnternehmenzuAutonomie Trotz Corona und schwächelnder Automobilbranche konnte kürzlich ein aluminiumverarbeitender Zuliefererneu am Markt positioniert werden.Inder Vergangenheitdientedas Unternehmen eher als verlängerte Werkbank für die Gießerei seines Mutterkonzerns: Es verarbeitete gegossene und geschmiedete Fahrzeugteile. Im Zuge einer Restrukturierung solltedieseTochter verkauftwerden. Derzeitstehen solche Transaktionen aufgrund von Corona unter keinemguten Stern –doch dank eines versierten Finanzinvestors undeiner objektbasierten Finanzierung über Sale &Lease Back konnte das Unternehmen aufeigeneBeine gestellt werden.Dazuwurdendie gebrauchten Bearbeitungszentren desBetriebes an Maturus Financeverkauft unddirekt im Anschlusswiederzurückgemietet.Sowurde Liquidität frei, die für das Wachstum des nun eigenständigen Unternehmens bereitsteht. Auch Einschnitte durch Corona konnten durch die frischen Mittel abgefedert werden. Das Prinzip von Sale & Lease Back kam dem Übergangsprozess zugute: Keine der Maschinen musste die Halle verlassen, es konntenormalweiterproduziertwerden.Absofortkann sich derBetrieb mit vollerKraftder Aufgabe widmen, denVertrieb auszubauenund sich neuenMaterialienund Verarbeitungsformen zu öffnen. Lagerfinanzierungpusht E-Mobilität Für sein Start-up, eine Onlineplattform für den Verleih und Verkauf von E-Mountainbikes, war ein Gründerteam auf der Suche nach einer neuen Finanzierung seines Warenlagers. Dabei erfuhren die Unternehmer, dass Maturus mit Asset Based Credit ein Produkt zur Lagerfinanzierung anbietet. Schnell kam man zusammen und plante das weitere Vorgehen. Danach wurden der Lagerbestand und die Lagersituation an mehreren Standorten geprüft und ein Finanzierungsangebot erstellt. Die objektbasierte Finanzierung versprach einige Vorteile:BisherungenutzteSkontikönntenkünftig ausgeschöpft und die Lieferfähigkeit deutlich verbessert werden. Auch bessere Einkaufskonditionen durchgrößere Bestellmengen waren zu erwarten. DasProjekt nahmalsoweiter Fahrt auf: DieAssets wurden mithilfeeines digitalen Systemsanalysiert,das direkt mitdem ERP- undWarenwirtschaftssystem des Unternehmens verbunden wurde; Verträge wurden gemeinsam ausgearbeitet und der Kredit schließlich durch eine Partnerbank ausgezahlt. So fand das Start-up durch die Lagerfinanzierung eine Möglichkeit, sein Warenlager zu erweiternund fortan besser auf dasSaisongeschäftreagieren zu können.

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

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