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Wirtschaft in Sachsen Herbst 2020

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So muss manwohldenken als Gewinnerin des „Adelie-Awards“, den sie Mitte September im Dresdner Penck-Hotel erhalten hat. Der Unternehmerinnenpreis zeichnet beispielgebende Frauen in der sächsischen Wirtschaft aus, die gleich sechs Kriterien erfüllen: Anfangen, Dranbleiben, Energie, Leidenschaft, Ideen und Erfolg, kurz: Adelie. Bei Anke Mai sind diese Eigenschaften und Talente nicht zu übersehen.Man findetsie in einemhistorischen Ziegelgebäude in Miltitz am Stadtrand von Leipzig. Vor 120 Jahren residierte unter weißen Säulen und Stuckdecken die Leitung von „Schimmel & Co“, damals ein Weltmarktführer für Düfte und Essenzen. Nun schlägt in den ehemaligen Laborräumen das Herz von PlanObjekt. Vormehr als 20 Jahren hatte ihrKompagnon René Rösner ein Planungsbüro für gesunde Bürogestaltungen gegründet. Ende der 90er Jahre lernte er Anke Mai kennen, sie vertrat damals als Außendienstlerin einen großen Büromöbelhersteller. Von dem Taganwollte der Möbel- Enthusiast sie als Partnerin für sein Unternehmen begeistern. „Sie hat eine unglaublich gewinnende Art“, sagt Rösner. Zielstrebig und ehrgeizig sei sie noch dazu. Doch damals lässt sich Anke Mai Zeit. Es dauert zwei Jahre, ehe sie zusagt und den Sprung wagt indie Selbstständigkeit als Geschäftsführende Gesellschafterin von PlanObjekt. 18 Jahre ist das her, und AnkeMai hatesnie bereut. Heute gehören bereits sechs Kollegen zum Team, und weiteres Wachstum ist geplant: Nächstes Jahr wollen Mai und Rösner in noch größere Räume in der ehemaligen Fabrikzentrale umziehen. Zusammen mit externen Beratern planen sie gerade die zukünftige Aufteilung Eine Macherin mit Stil: Anke Mai wurde mit dem „Adelie-Award“ ausgezeichnet. und Gestaltung der Räume, bunte Pläne hängen an einer Stellwand. Mais Team lässt sich regelmäßig von einer Beratungsagentur coachen: „Wir müssen immer mal über unseren Tellerrand schauen“, sagt sie. Einen Namen für ihr zukünftiges Domizil haben sie schon: „Happiness Fabrik“. Was zunächst etwas ulkig klingt, hat viel mit der Philosophie von Anke Mai zu tun. „Jeder Beschäftigte verbringt ein Drittel seines Alltags amArbeitsplatz“, sagt sie. „Man sollte sich dort wohlfühlen und belastungsfrei arbeiten können.“ Wenn es den Mitarbeitern gut gehe, laufe auchdas Unternehmen gut. Was das Konzept konkret bedeutet, Modern gestaltete Räume zum Arbeiten und Wohlfühlen richten Anke Mai und ihr Team ein. Foto: PR Foto: Anja Jungnickel kann man inden verschiedenen Arbeitszonen von PlanObjekt sehen: Anke Mais Refugium ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch, eingerahmt von einer hellbraunen, filzbezogenen Tischtrennwand und Ablagen nach ihrem Bedarf. Kollege Rösner sitztihr zwar gegenüber, dennoch können sie ungestört arbeiten. Nur ein paar Stufen herunter geht es zu einer offenen Küche mit Stehtisch. Auf einer Hochebene stehen sich zwei Alkovensofas mit hohen Lehnen gegenüber– als Besprechungsnische.Mai nennt sie liebevoll die Lilalaunebox. „Wir sind“, sagt sie, „eine lebende Ausstellung.“ Mai, 49, ist geprüfte Büroeinrichterin und zertifizierte „Quality Office Consultant“. Das Knowhow hat sie sich imLaufe ihres Berufslebens angeeignet: ZuDDR-Zeiten lernt sie zunächst Facharbeiter für Schreibtechnik, Mitte der 1990er Jahre studiert sie berufsbegleitend Betriebswirtschaftslehre, sie arbeitet bei Werbefirmen,Immobilienunternehmen und Inneneinrichtern. 1998 findetsie im Vertrieb einesBüromöbelunternehmens ihre Bestimmung –bis sie René Rösner kennenlernt und sie ab 2002 mit PlanObjekt zusammen durchstarten. Fünf bis zehn große Unternehmen, dazu 30 bis 50mittlere Projekte, richten sie im Jahr neu ein. Darunter Firmenzentralen, Agenturen und Verwaltungen, Arztpraxen, Optiker undReisebüros–die Palette ist groß. Auch bei der Plümer Systemtechnik in Dresden haben sie zwei Büroetagen komplett umgekrempelt. Ihre Rundumbetreuung reicht von der ersten Analyse von Licht, Lärm undanderen Belastungenübereine Befragung derMitarbeiter unddie Planungbis zumAufstellen der Grünpflanzen. Seit einigen Monaten unterstützt sie ihre Kunden zusätzlich mit Hinweisen für ein sicheres, gesundes Büro in Zeiten von Corona. „Unser Ziel“, sagt Mai, „ist immer eine gesunde, belebende Raumkultur mit einem inspirierenden Arbeitsklima – und damit nachhaltiger Erfolg für die Unternehmen.“Typisch Anke Mai. ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● © Surapol Usanakul – stock.adobe.com Geben Sie mit uns beruflich Gas und Ihrer Karriere in denBereichen Logistik und Verkehr einen kräftigen Schub als Geprüfter Logistikmeister als Geprüfter Meister für Kraftverkehr als Geprüfter Fachwirt für Logistiksysteme als Geprüfter Fachwirt für Personenverkehr und Mobilität oder durch anerkannte Zertifikatslehrgänge Logistikmanager (IHK) | Exportmanager (IHK) | Manager für Im- und Export (IHK) www.bildungszentrum-dresden.de ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Awardfür starkeIT-Frauen vergeben Louisa Fay aus Stuttgart erhielt jetzt inDresden den „Women’s Award“ für junge Informatikerinnen. Überreicht wurde der Preis von Stifterin Viola Klein und Schirmherrin Elke Büdenbender, der Frau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.Louisa Fay(25) istMasterstudentin für Elektro- undInformationstechnik und hat ein Softwareprogramm geschrieben, mit dem Ärzte und Ärztinnen mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) eine Vorhersage treffen können, obeine Immuntherapie bei Hautkrebspatienten anschlägt oder nicht. Sokönnte ihnen eine Chemotherapie vielleicht erspartwerden. Fatima El Hassan, die Zweitplatzierte in diesem Jahr, untersucht inihrer Abschlussarbeit zum Beispiel die ethischen Aspektebei der Entwicklung künstlicher Intelligenz. Der Preis wurde erstmals inganz Deutschland ausgelobt. Bewerben konnten sich Studentinnen der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Medieninformatik, unabhängig davon, ob sie einen Bachelor, Master- oder Diplomabschluss anstreben. 42 Bewerbungen gingen ein. Die Entscheidung sei der zehnköpfigen Jury angesichts der hohen Qualität der Leistungen sehr schwergefallen, betonte Viola Klein. Die Gründerin des Dresdner Softwareunternehmens Saxonia Systems AG hatte den Preis als „Saxonia Woman Award“ 2011 initiiert, um die vielfältigen Karrierechancen fürFraueninder Informatikbranche in den Blickpunkt zu rücken. Mit der Übernahme von Saxonia Systems durch die Zeiss Gruppe im Frühjahr diesen Jahres wurde die Auszeichnung nun eine deutschlandweite. Kleins Ratschlag für die Arbeitgeber: „Holt weibliche Rolemodels unter euren Mitarbeitern bei Präsentationen auf Messen oder in der Arbeitgeberwerbungindie erste Reihe.“ ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ●

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In der Regel verjähren Ansprüche, die Sie haben, innerhalb von drei Jahren zum Jahresende. Dies bedeutet, dass ein zahlungsfälliger Anspruch Ihrerseits z.B. vom Februar 2017 am 31.12.2020 verjährt. Dies gilt natürlich auch umgekehrt zu Ihren Gunsten, falls Ansprüche gegen Sie bestehen. Dann sollten Sie sich ruhig verhalten und erleichtert sein, wenn nichts weitergeltendgemacht wurde. Wie kann man nun als Forderungsgläubiger die Verjährung vermeiden? Der klassische Weg ist ein Mahnbescheid oder eine Klage, die rechtzeitig vor dem Jahresende bei Gericht eingereichtwerden muss. Eine weitere Möglichkeit wäre,dassdie Schuldnerseite auf die Einrede der Verjährungverzichtet. Dafür ist eine schriftliche Vereinbarung notwendig. Auch wenn noch hin und her verhandelt wird, solange die Verhandlungen nicht abgebrochen wurden, würde sich dadurch die Verjährungentsprechend verzögern. Dies ist allerdings immer ein etwas unsicherer Weg, da man durchaus unterschiedlicher Auffassung sein kann, bis wann noch verhandelt wurde. Die Verjährung wäre während dieser Zeit ebenfalls gehemmt. Ein absolut sicherer und kostengünstiger Weg, der oft noch unbekannt ist, ist, wenn Sie vor Ablauf des 31.12.2020 eine Schlichtung beantragen. Nach §204 BGB tritt damit die Hemmungder Verjährung ein und sie endet 6 Monate ab Beginn eines Schlichtungsverfahrens. Ein Antrag auf Schlichtung kann bei jedem staatlich anerkannten Schlichter gestellt werden. Wenn Sie keinen staatlich bestellten Schlichter kennen, so können Sie sich auch anden Deutschen Schlichterbund e.V., Königstraße 5a, 01097 Dresden, wenden. Dieser ist eine staatlich anerkannte Gütestelle und die dortigen Mitglieder sind vom OLG bestellte Schlichter. Esfällt lediglich zunächst eine relativ geringe Bearbeitungsgebühr an. Rechtsanwälte Meyer-Götz,Oertel&Kollegen Königstraße 5a 01097 Dresden Tel.: 0351 808180 info@meyer-goetz-oertel.de www.meyer-goetz-oertel.de Mit Eingang des Antrags auf Schlichtungwird vom DeutschenSchlichterbund dieGegenseite unverzüglich informiert. Selbst wenn die andere Seite dann eine Schlichtung ablehnen sollte, gilt trotzdem die Hemmung der Verjährung. Der einzige Fall, in dem dies nicht funktioniert, wäre, wenn der Schuldner bereits vor Ablauf der Verjährung schriftlich erklären würde, dass ereine Schlichtung auf jeden Fall ablehnt. Dann ist allerdingsEilegeboten für einen Mahnbescheid oder ein Klagverfahren. Ansonsten läuft ein Schlichtungsverfahrensoab, dass derAntragsteller eines Schlichtungsverfahrens das Konfliktthema kurzgefasst beschreibt und mit dem jeweiligen Schlichter selbst alle Einzelheiten des weiteren Vorgehensbespricht. DieSchlichterarbeiten in der Regelauf Stundenhonorarbasis. Die Schlichtung selbst kann in Begleitung eines eigenen Rechtsanwaltes, Steuerberaters oder anderer Personen stattfinden. Esbesteht keine Anwaltspflicht. Bei erfolgreicher Konfliktlösung wird vom Schlichter ein Schlichtungsprotokoll angefertigt und von beiden Parteien und dem Schlichter unterzeichnet. Das Protokoll kann im Falle der Nichteinhaltung der Schlichtungsvereinbarung eine gesetzliche Vollstreckungsklausel erhalten,sodass daraus gegebenenfalls die Zwangsvollstreckung, wie aus einem rechtskräftigen Urteil, betrieben werden kann. Im Falle des Scheiterns des Schlichtungsverfahrens, erlässt der Schlichter auf Antrag einer Partei einen schriftlichen, von Ihnen unterzeichneten Vermerk über das Scheitern des Einigungsversuches. Darüber hinaus wird bei Scheitern der Schlichtungsbemühungen die Verjährung um weitere 6Monate gehemmt, so dass genügendZeitbesteht, in ein Klageverfahren voreinem staatlichen Gericht einzutreten. Ein Rechtsverlust tritt nichtein. Frau Rechtsanwältin Karin Meyer- Götz ist Vorsitzende des Deutschen Schlichterbundes e.V. und beschäftigt sich vorwiegend mit Schlichtungen im Bereich des Familien- und Erbrechtes.WeitereSchlichter stehen für die verschiedensten Bereiche zur Verfügung. So bearbeitet z.B. Herr Rechtsanwalt Dr. Michael Schmidt, Chemnitz, vorwiegend zivil- und gesellschaftsrechtliche Problembereiche. Auch Arbeits- und Mietrechtler, z.B. Herr RA Thorsten Detto, Dresden, stehen zur Verfügung. Die Tätigkeit des Deutschen Schlichterbundes ist nicht nur auf Sachsen beschränkt. Bundesweit können Schlichter vermittelt werden, wenn dies gewünscht wird. Die Schlichter selbst arbeiten dann in der Regel auf Stundenhonorarbasis, was im Einzelnen vereinbart werden muss. Gerne könnenSie sich näher informierenauf derHomepage des DeutschenSchlichterbundes e.V. www.deutscher-schlichterbund.de. KarinMeyer-Götz Rechtsanwältin Fachanwältin für Familienrecht Fachanwältinfür Steuerrecht Corona undRechtsanwaltsdienstleistungen –wir müssen unsalle ändern! hans theisen |rechtsanwalt An dieser Stelle erklären Ihnen Anwälte gern die Welt aus juristischer Sicht. Die gegenwärtige Corona-Krise gibt mir einmal Anlass, den Blick auf die Anwaltschaft selbst zu werfen, weil das die Berufsgruppe ist, die Sie eigentlich durch schwierige Zeiten begleiten soll. Und die Veränderungen die gerade hier Raum greifen, sind vermutlich auch von allgemeinen Interesse. und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit verordnen.) Für den Unternehmer bedeutet diese Erfahrung aber eins: Er ist–wiesooft –auf sichallein gestellt. Er musssehen,wie er sich aufdie Zeit mit undnach Corona einstellt, sein Geschäftsmodell und seine Geschäftsabläufeüberdenken. den letzten Monaten einen Innovationsschub gegeben, deranden Anwaltskanzleien natürlich nicht vorbeigegangen ist. Inzwischen gibt eszig Anbieter, die nahezu die vollständigen Büroabläufe mit Video-Chats und Dokumentenaustausch digital organisieren können. Von verschiedenen Homeoffices können Mitarbeiter soineinem digitalen Büro bzw. einer digitalenKanzlei zusammen arbeiten. MitAusbruch derPandemie istalles anders geworden … Der Unternehmer,der sichdiesen Fragenjetzt nicht kritisch stellt, wird nur dann eine Zukunft haben, wenn sein Geschäftsmodell durch die Pandemie und ihre Folgen nichtbeeinträchtigt wird. Die Zukunfthat schon begonnen Völlig egal, wie Sie das Covid-19-Infektionsgeschehen beurteilen, Fakt ist, dass allein aufgrund der weltweiten Wahrnehmung dieser Krankheit als Pandemie inallen demokratischen Staaten Freiheitsrechteineinem niegekannten Ausmaßeingeschränkt, teilweise sogar suspendiert wurden. Für einen Unternehmer war bis Anfang dieses Jahres klar, dass der bürgerlicheStaat Rechtssicherheit gewährt und damit die Rahmenbedingungen für seinenunternehmerischenErfolgabsichert. Dieses Urvertrauen, welches in bald 500 (!) Jahren in Europa gewachsen ist, ist bei Einzelhändlern, Gastronomen, Besitzern von Fitnessstudios, Messebauern u.v.a.m. erheblichbeschädigt worden. Die Art und Weise, wie Grundrechte eingeschränkt wurden, nämlich m.E. ohne ausreichende gesetzliche Grundlage, sicher häufig ohne ausreichende Güterabwägung, ist aufgrund einer systematisch alarmierenden Berichterstattung, in der für eine realistische Betrachtung der Gefährlichkeit der Krankheit kein angemessener Raum war und ist, trotzdem überwiegendauf Zustimmungder Bevölkerung gestoßen. (Das war während der großen Pest im 15. Jahrhundert in Europa auch nicht anders.Die Menschenließensich überwiegendwiderspruchsfrei drastische Quarantäne-Bestimmungen …auch die anwaltlichen Dienstleistungen Die Anwaltschaft hat –und dafür schäme ich mich sogar –auf die oben beschriebene Situation kaum anders reagiert alsandere Berufsgruppen auch: Besorgt um die eigenen Interessen und imÜbrigen eher indifferent. Dass die Anwaltschaft oben beschriebene rechtliche Problematik imbesonderen Maße wahrgenommen hätte, kann ich nicht erkennen. Aberauch alsUnternehmer sindAnwälte eher konservativ. Anwälte sind als Unternehmer genau so von der Pandemie betroffen, wie andere Unternehmer auch, dieeineBüroorganisation und/oder Kundenverkehrunterhalten.Inder„Bürobranche“ hat es in Hans Theisen Rechtsanwaltund Wirtschaftsmediator Lehrbeauftragterander TU Dresden Auch die Behörden und Gerichte ändern ihre Abläufe in einem bislang nicht gekannten Ausmaß. Unlängst habe ich z.B. meine erste GerichtsverhandlungüberSkype bestritten. Meine Homepage ist längst eine digitale Kanzlei, über die man nicht nur Termine, sondern per Video-Chat auch die Beratungsgespräche selbst buchen (und führen) kann. Gespräche, die nach Zeitdauer abgerechnet werden, für den Ratsuchenden keinerlei Folgekosten verursachen und bequem und schnell von jedem Platz der Welt aus geführt werden können. Diese Video-Gesprächesindqualitativ nicht schlechter als einBürogespräch–häufig sogar konzentrierter, störungsfreier. Zusammen mit meinen IT-Beratern und dem Software-Unternehmen denken wir darüber nach, wie weitere Leistungen digital angeboten werden können und entwickeln dazu neue Konzepte. Man kannneue Entwicklungen beklagen. Besser ist es, diese Entwicklungen als Chance zu begreifen und sich darauf einzustellen. Nur dann besteht die Chance, aus derKriseeinenGewinnzuerzielen. (Wenn ich vonUnternehmern oder Anwälten geschriebenhabe, sind damitnatürlich auchderen weiblicheVertreter gemeint.) Rechtsanwalt für Arbeitsrecht, Vertragsrechtund Strafrecht Wirtschaftsmediator(zertifiziert) und staatlich anerkannte Gütestelle Lehrbeauftragter an der TU Dresden Bautzner Straße 79 |01099 Dresden 0351.418 90 711 | mail@ra-th.de www.ra-th.de

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