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Wirtschaft in Sachsen Frühjahr 2021

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48 LEBEN &STIL

48 LEBEN &STIL Kein Glück ohne Schweiß Vom Arbeiterkind zum Gründer und dann zum Professor und Rektor an der HHL Leipzig Graduate School of Management –Stephan Stubner kann bereits auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Dabei kommt Stillstand für ihn nicht infrage. Sein großes Ziel: Die sächsische Handelshochschule noch stärker in der Region und imgesamten Freistaat zu verankern. Wasihn dabei antreibt– undwelche Wünsche er sichgern erfüllenwürde,hat er unserzählt. Waswären Sieals Kindgerne geworden und wiesindSie zu Ihremheutigen Beruf gekommen? Meine Eltern erzählen mir immer, dass ich unbedingt Chirurg werden wollte –ich kann mich da eher an den Wunsch erinnern, Konditormeisterzuwerden. Zu meinem heutigen Beruf bin ich durch eine Reihe glücklicher Zufälle gekommen, der wichtigste und beste davon war es, in den Neunziger-Jahren in Leipzig zu studieren. Wiekommt man so weit wieSie? Der Weg war nicht unbedingt vorgezeichnet. Ich komme aus einer Arbeiterfamilie und war der Erste, der studieren gehen konnte. Vorher habe ich eine klassische Ausbildung gemacht, um eigenes Geld zuverdienen. Auch während des Studiums habe ich nebenbei gearbeitet und habe dabei meine Leidenschaft für die Akademia entdeckt. Aber natürlich gehört auch viel Glück dazu. Wichtig ist aus meiner Sicht, nicht immer den einfachsten Weg zu gehen, sondern auch mal bewusst den schwereren Pfad, wenn er einem richtig erscheint. Hatten SieVorbilder aufdem Wegdorthin? Prof. Dr. Stephan Stubner. Foto: PR Karriereweg • Aufdie Ausbildungzum Industriekaufmannund Vorstandsassistenten bei Siemens Mitte der 90er-Jahrefolgte der Wegins Online-Geschäft. • Bis2006war StephanStubner Mitbegründer und Geschäftsführer mehrerer Start-ups. • Nach dem Studium derWirtschaftswissenschaften in Paderborn und der Ausbildung zumDiplomkaufman an derHHL promovierteer2004 in Erlangen und habilitierte2012ander Handelschule Leipzig. • Seit2013ist er dort Professor am Lehrstuhl fürStrategisches Managementund Digital Entrepreneurship. • Seit2017ist er Rektor der HHL. Ja, mich haben auf meinem Weg viele Menschen inspiriert, aus dem beruflichen wie dem privaten Umfeld. Das ergibt sich oft zufällig oder aucherstimNachhinein, wennich merke, wie sehr mich ein Gespräch, eine Entscheidung oder ein Lebensansatz beeindruckt haben. Zum Beispiel habe ich viel von meinem ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Tessen von Heydebreck über Integrität undWerte gelernt. Wiewichtigist Glück fürdie Karriere? Glück ist wichtig, man darf aber nicht danach suchen oder darauf hoffen. Es findet einen meinerErfahrungnachbesonders dann, wenn man seinen Weg mit Leidenschaft, Freude und sehr viel Einsatz geht. Glück ohne Schweiß kenne ich nicht. Waswürden Sie heute anders machen? Rückblickend passt irgendwie alles gut zusammen, auch wenn es mir im Moment des Geschehens oft nicht klar war, wohin welche Entscheidung führen würde. In Summe würde ich den Wegwieder so einschlagen. Wasmacht einen guten Chef aus? Ich fand Chefs immer gut, die gleichzeitig fordern und fördern und die auf mich als Mensch eingegangen sind. Denn jeder Mensch ist schließlich anders, und ein Chef sollte das berücksichtigen. Auch halte ich es für wichtig, dass ein Vorgesetzter nichts von seinen Mitarbeitern verlangt, was er nicht selbst zu tun bereit wäre. Und um es mit dem Ausspruch eines Kollegen an der Handelshochschule Leipzig (HHL) zu sagen: Investiere in Vertrauen! Wasfehlt Ihnen noch dazu? Manchmal fordere ich zuviel und fördere zu wenig. Manchmal investiere ich nicht genug in Vertrauen und kontrolliere zuviel. Manchmal vielleicht auchumgekehrt. Sie haben drei Wünsche frei. Welche wärendas? Gesundheit ist das Wichtigste, dazu gehört die körperliche wie die geistige Gesundheit. Auch die Freiheit, seine eigenen Entscheidungen treffen zu können, ist für mich sehr wichtig. Und drittens wünsche ich mir, dass wir als Gesellschaft aus der Vergangenheit lernen und die großen Fehler der Weltgeschichte nicht noch malbegehen. Vonwem akzeptieren SieLob? Vonjedem,der es ehrlich meint. Worauf würden Sie in IhremJob gern verzichten? Endlos lange virtuelle Meetings, aber das nehmen bestimmt viele so wahr. Ansonsten habe ichmeinen Traumjob. Wo finden SieneueKraft fürIhreArbeit? Familie, Freunde und Natur sind meine Kraftquellen. Wasmöchten Sie noch erreichen? Ich möchte die Handelshochschule Leipzig (HHL) noch stärker inder Region verankern. Heute kommen bereits rund 25 Prozentunserer Studierenden aus Sachsen und aus Mitteldeutschland. Ich würde mich freuen, wenn wir es schaffen, immer mehr junge Talente von hier auf ihrem Karriereweg zu unterstützen und noch stärker dafür sorgen können, dass Studierende undAlumni Unternehmen in Sachsen und der Region aufbauen, Investoren finden und so neue Arbeitsplätze für die Menschenhier schaffen. Gibt es Liebe auf den ersten Blick? JederCertified-by-Bentley-Gebrauchtwagen begeistert mit seinem einzigartigen Charakter. In welchen verlieben Sie sich? Jetzt bei Bentley Dresden entdecken. Thomas Exclusive Cars GmbH ∙ Meißner Straße 34 ∙ 01445 Radebeul ∙ Telefon: 0351 40464 260 ∙ Dresden.BentleyMotors.com Bentayga V8 NEFZ: Kraftstoffverbrauch in l/100 km –Kombiniert 11,6. Kombiniert CO₂ –265 g/km. Effizienzklasse: E. Der Name „Bentley“ und das geflügelte „B“ sind eingetragene Markenzeichen. ©2021 Bentley Motors Limited. Gezeigtes Modell: Bentayga V8. BENTLEY DRESDEN

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