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Wirtschaft in Sachsen Frühjahr 2021

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46 WIR FÜRSACHSEN

46 WIR FÜRSACHSEN ANZEIGE Die Umsetzungoptimaler Reinigungskonzepteist dasMetier derFirma hectas. Fotos:PR WieSauberkeitdabeihilft, mehrUmsatzzuerzielen Hygiene istindiesen Zeiten wichtiger denn je.Mit hectas alsstarkem Partner setzen Firmen Maßstäbe. Ob Büro, öffentliche Einrichtungen oder Industriehallen –die regelmäßige Reinigung wird häufig eher als Kostenfaktor denn alsInvestitionindie Zukunft gesehen. Aber wussten Sie, dass es sich für Unternehmen durchaus lohnt, das Thema aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten? Denn mit dem richtigen Konzept können Sie die Chancen auf mehr Umsatz erhöhen. Petra Neumeyer, Leitung der Niederlassung der hectas Facility Services in Dresden, ist gelernte Gebäudereinigermeisterin und seit über 20Jahren in derFM-Branche tätig. Sieerläutert drei Ansätze, wie Ihnen eine professionelleReinigungdabei hilft,IhrenUmsatz zu steigern, und worauf Sie bei der Auswahl eines passenden Dienstleisters achten sollten: 1. Weniger Krankheitsausfälle im Unternehmen Die Corona-Pandemie hat uns die Wichtigkeit von Hygiene und Sauberkeit deutlich vor Augen geführt. Mit einem guten Hygiene- und Reinigungskonzept können Siedas Ansteckungsrisiko durch Keime, Bakterien, Viren und Pilze verringern und so Ihre Ausfallquote durch Krankheitreduzieren. 2. Steigerung des Wohlfühlfaktors beiMitarbeiternund Kunden In einem sauberen und sicheren Umfeld fühlen sich Ihre Mitarbeiter wohler – nicht nur zu Pandemiezeiten. Und das hat direkte positive Auswirkungen auf ihre Produktivität. Bei direktem Kundenkontakt ist Ihre Immobilie außerdem Ihr Aushängeschild. Ein gepflegtes, freundliches Aussehen schafft Vertrauen und hinterlässt einpositives Bild, sodass Kunden lieber zu Ihnen als zur Konkurrenz gehen. 3. Investition in den Werterhalt IhrerImmobilie Immobilien sind kostspielige Investitionsgüter. Eine professionelle Pflege sichert Ihnen den Wert Ihrer Immobilie. Über dieJahre bieten sich Unternehmen damit erhebliche Einsparpotenziale, denn Immobilien altern ohne regelmäßige Pflege exponentiell. Vorteile nutzen mit passendem Reinigungskonzept Damit Sie diegenanntenVorteile nutzen können, setzen viele Unternehmen einen Spezialisten wie hectas ein. Sie verfügen nicht nur über tief gehendes Fachwissen in der Reinigung, sondern auch über Experten für Spezialbereiche wie Hygienemanagementund Desinfektion. Wissen und Know-how, das Auftraggebern aktuell zum Beispiel in der Corona-Pandemiezugutegekommen ist. Jens Skarabis, Leitungder Niederlassung von hectas in Chemnitz, weiß, worauf Sie bei der Auswahl eines Dienstleisters auf jeden Fall achten sollten: „Aus meiner Sicht ist die angebotene Kundenbetreuung das Aund O. Der Dienstleister muss flexibelund schnell reagierenkönnen. Es nützt Ihnen nichts, wenn Sie einenNotfallhaben und erst am nächsten Tagjemanddaseinkann.“ Außerdem spielt natürlich ausreichendesBranchenwissen eine Rolle. Der Tipp derProfis istdeshalb: „Prüfen Sie, obder Dienstleister Branchenerfahrung hat. Die Reinigung in derLebensmittelindustrie erfordert ein anderes Wissen als bei einem Automobilhersteller“, lautet der Rat von Skarabis. „Auch Know-how in anderen Gebäudemanagement-Bereichen wie zum Beispiel der Sicherheit mag hilfreich sein. Sie bekommen bei gleichbleibender Qualität mehrere Dienstleistungen aus einer Hand. hectas legt zum Beispiel Wert auf eine qualifizierte Ausbildung des Personals –sowohlinder Reinigungals auch in derSicherheit. Wir haben IHK-geprüfte Sicherheitsmitarbeiter im Einsatz und bilden unsere Mitarbeiter weiter, entsprechend den ständig wachsenden Anforderungen. Fürunsist daswichtig,dennnur mitguten Mitarbeitern können wir Risiken bei unseren Kunden im Vorfeld erkennen, sieminimieren und imEreignisfall kürzere Reaktionszeiten gewährleisten.“ Die hectasFacilityServices Stiftung &Co. KG istinSachsen mit drei Niederlassungenvertreten: NiederlassungChemnitz Neefestr. 147,09116 Chemnitz +49 (371) 523950 chemnitz@hectas.de Niederlassung Dresden GroßenhainerStr. 99 01127 Dresden +49 (351)8438607 dresden@hectas.de Niederlassung Leipzig Riesaer Str. 52, 04328 Leipzig +49 (341)904790 leipzig@hectas.de Unterhaltsreinigung Ganzgleich, ob es um Büroreinigung, dieReinigungvon Verkaufsflächen oder Gesundheitseinrichtungen geht. Wir kümmern uns bei der Unterhaltsreinigung umdie langfristige Werterhaltung Ihrer Fußböden, Oberflächen sowie Einrichtungsgegenstände, aber auchumdie einladendeFrische IhrerSanitärräume. Hygiene und Desinfektion Unsere Fachexperten führen individuelle Hygieneberatungen durchund erstellen gemeinsam mit Ihnen einbetriebliches Pandemiekonzept für Ihr Unternehmen. In Abstimmung mit Ihnen führen wir regelmäßige Hygienedienstleistungen durch, um Sie und Ihre Mitarbeiterbestmöglichzuschützen. Empfangsdienste Die Mitarbeiter von hectas empfangen Ihre Kunden, als wären es die eigenen, und helfen kompetent und schnell weiter. Sie übernehmen beispielsweise die Besucheranmeldung sowie die Besuchersteuerung und die Betreuung der Kommunikationsanlage. Oder sieentlasten Sie im Telefondienst.

LEBEN&STIL 47 Menschel-Limozieht um Von Holger Gutte Die Firma braucht Platz,denndie Brauseist nichtmehrnur im Osten beliebt. Neue Sorten wie dieGurken-Limo werden Verkaufsschlager. Die „rote Limo“ ist seit je her das Markenzeichen der Menschel-Limo GmbH in Hainewalde. Seit Generationen ist das schon so. Kaum einer in den neuen Bundesländern, der sie nicht kennt. Seit 1899 wird die Limonade dort in einem Umgebindehaus nebst kleinem Fabrikgebäude produziert, abgefüllt, und wenn es nicht gerade Frost gibt, größtenteils im Hof gelagert. Täglich werden hier zwei bis drei der inzwischen insgesamt 16 Sorten abgefüllt. Bald aber zieht Menschel-Limo mit seinen zwölf Mitarbeitern weg aus Hainewalde. Ab Sommer dieses Jahres kommt die beliebte Limonade dann aus Großschönau. „Wir müssen uns unbedingt vergrößern und vor allem die Produktion ausbauen“, sagt Geschäftsführer Stefan Kubitz. Für die Kunden soll sich dabei nichts ändern. „Wir werden nach wie vor unsere 16 Sortenanbieten“,sagter. Selbstdas Etikett mit dem alten Umgebindehaus wird nicht verändert. Und selbstverständlich gibt es die Limo auch weiterhininder 0,33-Liter-Flasche. „Wir haben keinen Grund, dass alles zu ändern. Wir brauchen wegen der hohenNachfrage nurmehrPlatz“, sagt Stefan Kubitz. Der Getränke-Hersteller aus der Oberlausitz hält ebenso an der alten Rezeptur fest und auch daran, ausschließlich Menschel-Limo in Glasflaschen oder imFass inden Handel zu bringen. „In unserer Limo gibt eskeine Süßstoffe und keine Konservierungsstoffe.Und dasschmecktman auch“,sagter. Natürlichgeht auch Corona an dem Unternehmen nicht spurlos vorüber. 2019 wurden hier 8.000 Hektoliter von der beliebten Brause produziert. Im vergangenen Jahr waren es nur reichlich 7.000. Die rote Himbeer-Limo ist nach wie vor der große Renner. Aber auf Platz zwei in der Beliebtheitsskala hat die Gurken-Limo inzwischen die Waldmeister-Brause abgelöst. D ie aktuelleSituation in der Pandemie lässt die Kreativbranche und Werbeagenturen nicht außen vor. Die Dresdner Kreativagentur Cromatics nutzte dieZeitfür Experimente.Sie beschloss, die Bedeutung und Wirkung von Design zuuntersuchen und den Beweis anzutreten, wie wichtig es für Marken insbesondere im Mittelstand ist, die Potenziale in der visuellen Markenkommunikation auszureizen. In Kooperation mit dem Limonaden-Hersteller „Menschel“ führten sie eine Designstudie durch. Dafür entwickelten sie für eine fiktive Limonaden-Marke fünf völlig verschiedene Markendesigns. Inder Flasche war immer dasselbe Produkt – die Gurken-Zitronen-Limonade von Menschel. Marken unterliegen gesellschaftlichen Veränderungen „Wir wollen damit nicht nur die Umzug geplant: Menschel-Limo-Chef Stefan Kubitz und sein Team ziehen nach Großschönau. Schuld am geringeren Absatz ist die gesunkene Nachfrage nach Fass-Brause. „Überall sind doch zwei Drittel der Feste wegen Corona ausgefallen“, schildert der Geschäftsführer. Und auch die Schließung der Gaststätten und Hotels macht sich bemerkbar. Dennoch reichen die Produktionskapazitäten am alten Standort angesichts des überregional gestiegenen Interesses nicht mehr aus. Schon vor eineinhalb Jahren wollte sich deshalb das Unternehmen gleich nebenan auf der Wiese vergrößern. „Aber dann hat uns die Forstbehörde einen Strich durch die Rechnung gemacht, obwohl sie anfangs keine Einwände hatte“, berichtet Kubitz. Auch die Turnhalle Cromaticsmacht in Limonade Eine Studie zeigt, wieMarkendesign auf dasUnterbewusstseinwirkt. Wirkung von Design aufzeigen, sondern auch, wie schnell wir uns davon im Alltag beeinflussen lassen“, sagt Ronny Ullrich, Markenstratege und Geschäftsführer der Kreativagentur. Zwar muss man Kultmarken nichtzwingend an den Zeitgeist anpassen, bei vielen anderen kann es aber sehr förderlich sein. Eine Umfragemit über 500 Teilnehmern bestätigte die Erwartung. Für 68 Prozentder Befragten ist beimProduktkauf ein ansprechendes Design ein wichtiges Kaufargument. Bei vergleichbaren Produkten würden 40 Prozent der Befragten mehr für das Produkt mit dem ansprechenderen Design zahlen. In einer Abfrage der Preisbereitschaft für zwei Flaschen aus der Designstudie waren Befragte bereit, für die Flasche, die eine hochwertige Anmutung erzeugen soll, durchschnittlich 22 Prozent mehr zu zahlen als für die Flasche fürden Supermarkt. „Markendesign öffnet die Tür ins Unterbewusstsein“,sagtUllrich. Design sei die Brücke zu Emotionen und Erfahrungen. „Es gibt uns ein Gefühl, in dem wir Wahrgenommenes mit gespeicherten Erfahrungen abgleichen und das tun wir völlig unbewusst“, so Foto:Rafael Sampedro im Ort war keine Option. Nun zieht Menschel-Limo in den ehemaligen Firmensitz der Großschönauer Maschinenfabrik –kurz Magro –um. „Eigentlich ist für unsere Produktion schon eine der vier Hallen ausreichend“, sagt er. Aber so ist auch gleich das Problem mitden Lager-undLeergutflächen geklärt. Mitte desJahreswillMenschel-Limo am neuen Standort produzieren. Die Brause wird dann mit neuen Maschinen hergestellt. Die jetzigen sind 50Jahre alt und haben ihre beste Zeit hinter sich, zumal die Produktion stetig wächst.. „Wir haben unsere Absätze in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt“, sagt der Geschäftsführer. Das kommt daher, dass die Hainewalder Brause nun auch in Supermärkten wie Rewe und Edeka erhältlich ist und in immer mehr kleineren Geschäften. Menschel-Limo gibt es längst nicht mehr nur inSachsen und in den anderen neuen Bundesländern. Selbst auf der ostfriesischen Insel Norderney sind die Himbeer-, Gurken-, Waldmeister- und die anderen Limo- Sorten zu haben. Und dabei will es das Unternehmen nicht belassen. Weil es die Produktion bisher nicht hergab, mussten bereits andere Interessenten vertröstet werden. Amneuen Standort sollen wesentlich mehr Flaschen und Fässer abgefüllt werden. Welche Limonade kommt bei den Kunden besonders gut an? Das Markendesign kann den Unterschied machen. Foto: PR der 41-Jährige. Die Agentur stellt seit Beginn der Pandemie eine gestiegene Nachfrage nach Markendesign-Entwicklung fest. Das sei ein Beleg für den Bedarf der Unternehmen, sich in der Krise neu aufzustellen oder auszurichten. „Ich kann Unternehmen nur ermutigen, den Wegzugehen. Altes loslassen, Neues beginnen, lange Zeit war es nicht mehr so essenziell“, so Ullrich. Edle Sandale Birkenstock, die in Sachsen produzieren, gehört jetzt zum gleichenKonzern wie Dior. Von GeorgMoeritz D as klingt teuer: Birkenstock- Sandalen, bekannt für ihr Fußbett, gehören künftig denselben Investoren wie die Luxus-Marken Dior und Louis Vuitton. Denn die Besitzer Christian und Alex Birkenstock haben entschieden, die Mehrheit der Firmenanteilezuverkaufen. Das hat auch Auswirkungen auf mehr als 2.000 Beschäftigte inSachsen –denndie größte Birkenstock-Fabrik der Welt steht in Görlitz. Auch die Schnallen und Nieten kommen ganz aus der Nähe: aus Bernstadt auf demEigen. Die beiden großen Birkenstock- Werke in Sachsen nahe der Landesgrenze machen selten von sich reden. Selbst die Beschäftigtenzahl möchte ein Sprecher nicht nennen – nach früheren Angaben sind esetwa 1.400 in Görlitz und600 in Bernstadt. Voriges Jahr kündigte das Unternehmen zwei Monate Kurzarbeit an, weil in der Corona-Krise Rohstoffe aus Italien und Spanien ausblieben. Außerdemwaren Schuhgeschäfte geschlossen,nicht nurinDeutschland. Trotz CoronaRekordjahr Doch trotz dieser Bremsen hat Birkenstock das Corona-Jahr 2020 nach eigenen Angaben als „Rekordjahr“ verbucht. Wirtschaftlich gehe es dem Unternehmen jetzt „so gut wie nie zuvor“ in seiner 250-jährigen Geschichte, teilten die Besitzer mit. Der Firmensitz ist Burg Ockenfels in Linz am Rhein. Jedes Jahr seit 2012 sei der Umsatz von Birkenstock umeinen zweistelligen Prozentsatz gewachsen,teilte das Unternehmen mit. Das war das Jahr, in dem die Birkenstock-Familie erstmals Geschäftsführer einstellte, die nicht aus der Verwandtschaft kamen: Oliver Reichert und MarkusBensberg. Nun soll neues Kapital von neuen Eigentümern helfen, das Wachstum fortzusetzen. Dafür gab es mehrere Interessenten, auch den luxemburgischen Finanzinvestor CVC. Doch die Birkenstock-Brüder und die Geschäftsführer entschieden sich, die Anteilsmehrheit an den „auf Konsumgüter fokussierten Wachstumsinvestor LCatterton“ zu verkaufen. L Catterton Partners ist eine amerikanisch-französische Beteiligungsgesellschaft, in der fast 200 Management-Experten anStrategien für ihren Firmenbesitz arbeiten. Damit verbunden ist die Holdinggesellschaft der Familie Arnault, die bekannte Luxuskonzerne besitzt:Christian Dior und LVMH Moet Hennessy LouisVuitton. Mit denneuen Investoren soll Birkenstock auch „in Zukunftsmärkten wie China und Indien weiter stark wachsen“. Sowohl der Internethandel soll ausgebaut werden als auch Produktion, Logistik und Vertrieb. Birkenstock versicherte, in die deutschen Standorte zuinvestieren. Acht Millionen Euro sollen in das Werk in Ebersbach fließen.

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

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