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Wirtschaft in Sachsen Frühjahr 2021

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28 PERSONAL &FÜHRUNG

28 PERSONAL &FÜHRUNG Ideen fürdie Zukunft gesucht Innovative und branchenübergreifendeVisionen fürdieZukunft suchtdas Sächsische Wirtschaftsministerium miteinem neuen Förderwettbewerb. Gefragtsinddemnach Ideen, die vonUnternehmern, Wissenschaftlern und weiteren Akteurengemeinsam in einemsogenanntenInnovations Clusterumgesetztwerden. Dafürsollen „zukunftsträchtige Themenfelder erschlossen, innovative Potenziale ausgeschöpftund sächsische Unternehmen noch wettbewerbsfähigergemachtwerden“, heißtesaus dem Ministerium. Die BewerbungsfristfürIdeen ausden Bereichen Zukunftsindustrie, Mobilität,Energieund Gesundheit endetam30. Juli dieses Jahres. Fürmaximalfünf neue Innovationscluster stehen demnach jeweilsbis zu fünf Millionen Euro füreinen Zeitraum vonbis zu zehn Jahren zurVerfügung.(WiS) Thomas Heine mit seiner Tochter Stephanie Degenkolbe und dem Jung-Meister Martin Merker. Die Chefriege steht, doch sie braucht Mitarbeiter. Foto:Christian Juppe www.wirtschaft.sachsen.de/ 13344.html Fachtagung zum Lernen Um lebenslangesLernengehtes am 21. Aprilbei einervirtuellen Fachtagung, dievon Acod,dem Automotive ClusterOstdeutschland,organisiertwird. Dieländerübergreifende Aktionsplattform derinOstdeutschland aktiven Automobilhersteller, Zulieferer, Verbände und Institutionenwill in Vorträgen dieBedeutung und diedurch dieDigitalisierung veränderten Möglichkeiten von Weiterbildungen in den Fokus rücken. Vertretervon Arbeitsagenturenund Bildungszentren werdenimLive-Stream über ihre Erfahrungen berichten. Erwartet werdenunter anderemDr. Julia Borggräfe, Abteilungsleiterin für Digitalisierung und Arbeitswelt beim Bundesarbeitsministerium, und Dr.HolgerNaduschewski, Geschäftsführer derVolkswagen BildungsinstitutGmbH.(WiS) Anmeldung unter www.acod.de/veranstaltung Familienbetriebe im Aufwind Familienbetriebe sind einentscheidender Motorfürdie wirtschaftliche Entwicklungin Deutschland. Nach Angaben des Netzwerks „Karriere im Familienunternehmen“ bietensie mehr als60Prozent aller verfügbaren Stellen. Gemäß einerStudieder Stiftung Familienunternehmen beteiligen sich die Firmen besonders „aktiv und auf vielfache Weise an derKrisenbewältigung in Deutschland“.Sohabe dieUntersuchung ergeben,dassFamilienunternehmen derzeit keineArbeitsplätze abbauen möchten. Bei Absolventen stehenfamiliengeführte Betriebe hoch im Kurs. DasNetzwerk „Karriere im Familienunternehmen“ versteht sich alsSchnittstelle zwischen Familienunternehmen und hochqualifizierten Bewerbern.(WiS) VonNadja Laske „Da wird mir angst und bange“ Jederbraucht Toilette undHeizung. DochInstallateur wollenwenigewerden. Ein Firmencheferzählt, warumseinBeruf dasnichtverdient. Pedantisch genau oder eher zackzack? Das war die Frage, nach der sich vor mehr als 40 Jahren ThomasHeines Berufsweg entschied. Ausreichend exakt war er und ein Anpacker. Also wäre Bauzeichner nicht gerade sein Ding gewesen. Das erkannte sein Vater und schickte ihn zu einem Klempner und Installateur indie Lehre. Damals war vieles anders, doch etwas lässt sich auch heute nicht vermeiden: Das Rechnen. „Wenigstens eine Drei in Mathe und Physik sollten junge Leute auf demZeugnis haben, wenn sie sich bei uns bewerben“, sagt der 58-Jährige. Dass die Ausbildung gerade in diesen Bereichen fordert, weiß er noch aus seiner Zeit als Lehrling. „Was ich in der Schule nicht verstand, das konnte ich zum Glück meinen Vater fragen, und dann fiel sofort der Groschen“, erinnert er sich. Heute ist Thomas Heine nicht nur Meister, sondern Inhaber seiner eigenen Firma. Heine Haustechnik steht auf den Fahnen des Betriebsgeländes. Acht Leute, ein Azubi und volle Auftragsbücher. Eigentlich kann sich der Chef nicht beschweren. „Anders als viele andere Handwerksbetriebe haben wir ja immerhin die Firmennachfolge geklärt“, sagt er. Seine Tochter Stephanie hat Bankkauffrau gelernt und BWL studiert. „Damals haben unzählige Leuteaus derabgewickelten Maschinenbauindus trie umgeschult. Das wirkte dannso, als könne Sanitär und Heizung jeder.“ Vor sechs Jahren ist sie ins Unternehmen eingestiegen. Irgendwann wird sie es übernehmen. Aber wen wird sie dann zu Frau Lehmann schicken, deren Spülkasten hakt? WelchenMitarbeiter beauftragt sie mit der zerbrochenen Duscharmaturvon HerrnSchulz? „Wenn ich bei uns so in die Runde sehe, mache ich mir wirklich Sorgen“, sagt Thomas Heine. Das Gros seiner Mannschafthat die50überschritten. Ein Azubi,ein junger Geselle undein frischgebackener Meister gehören zum Team. Die beiden hat Heine ausgebildet, doch nunkommen schon dasdritteJahr keine Bewerbungenmehr bei ihm an. Mit Start des neuen Ausbildungsjahres haben laut Handwerkskammer Dresden 2.161 junge Frauen und Männer ihre Ausbildung in ostsächsischen Handwerksbetrieben begonnen. Das sind gut 50mehr als vor einem Jahr und ähnlich so viele wie vor zehn Jahren. Aktuell informiert die Dresdner Handwerkskammer dennoch über 70 freie Lehrstellen in Handwerksbetrieben, mit der Option, selbst jetzt noch ins aktuelle Ausbildungsjahr einzusteigen. Die meisten offenen Ausbildungsplätze gibt esinDresden im Bereich Anlagenmechanik für Sanitär-, HeizungsundKlimatechnik.Genauder Beruf also, in dem Thomas Heine Nachwuchs braucht, um ruhiger in die Zukunft schauen zukönnen. Körperlich schwere Jobs haben es bei der Jugend generell schwer. Dazu zählen auch Ausbaufacharbeiter, Dachdecker, Bodenleger, BetonundStahlbetonbauer.„Solange selbst die Schüler aufs Gymnasium gehen, die eigentlich keine Bildungsempfehlung dafür bekommen, wird sich für uns nichts ändern.“, sagtThomasHeine. Vor drei Jahren habe er an einer Schulung für Meister seines Faches teilgenommen und dort den Blick schweifen lassen: „Rund 250 Meister, fast alle in meinem Alter. Da wird mir angst und bange.“ Denn nicht nur ausreichend und gute Mitarbeiter brauchen Handwerksbetriebe wie seiner. Sie benötigen in ihren Reihen mindestens einen Meister. „Wir haben Meisterzwang. Ohne Meister, keine Konzession.“ Wie froh ist Heine, dass ein junger Kollege gerade die Prüfung bestanden hat. Mit 27 Jahren. Eine Leistung, die der Chef sehr zu schätzen weiß. „Ich habe damals meinen Meister mit 23 Jahren absolviert und war in Dresden der jüngste in diesem Bereich.“ Dass er später als Einmannbetrieb indie Selbstständigkeit starten würde, wusste er da noch nicht. Dafür musste die DDR erst Geschichte sein. Überalterung der Klempnerbranche Lehre, Armeezeit, Meisterschule –Thomas Heine hat durchgezogen. Nicht zuletzt dank Klempnermeister Scholz. An ihn denkterzurück, wenn es um seinen Ausbildungsweg geht. „Der kam mit seinem Moped mit Hänger dran bei uns auf den Hof gefahren, umeinen Abfluss zu reparieren“, erzählt er. Da lag er unter der Wanne und schraubte schnaufend. „Mein Vater hat zu mir gesagt: Wenn du so etwasnicht dein Leben lang tunwillst, mach deinen Meister!“ Sicher hat sich im Berufsalltag des Haustechnikers vieles vereinfacht. „Trotzdem kann essein, dass man den ganzen Tag nur Klos einbaut. Das gehört halt auch dazu“, sagt Heine. Seine eigene Firmenstrategielenkt er jedoch inzwischen in eine andere Richtung: „Allein für einen Bauträger haben wir in Dresden rund 250 Einfamilienhäuser ausgestattet.“ Weil ihm perspektivisch aber die passenden Mitarbeiter fehlen, übernimmt er nun mit seinen Leutenzunehmend Kundendienstaufträge für verschiedene Hausverwaltungen. Das ArbeitenimRohbau beiKälte und Nässesei ein harter Job, gibt ThomasHeine zu. Zudem habe sich seine Branche in den Nachwendejahren ein schlechtes Image eingehandelt. „Damals haben unzählige Leute aus der abgewickelten Maschinenbauindustrie umgeschult. Das wirkte dann so, als könne Sanitär und Heizung jeder. Außerdem bedeutete unser Beruf inden 90er-Jahren, die ganze Woche über auf Montagezufahren.“Diese Zeitensind vorbei. „Wir arbeiten von 7 bis 15.30 Uhr. Überstunden vermeiden wir, und Wochenenddienste fallen nur selten reihum in Form von Notdiensten an.“ Natürlich mache er sich seine Gedanken, wie erals Arbeitgeber noch attraktiversein kann. Ander Wand im Pausenraum hängen Fotos der ganzen Mannschaft beim Stadtlauf und zur Weihnachtsfeier. Auch das gehört für Heine dazu: Teamgeist über den puren Job hinaus. Wenn Thomas Heine seinen Beruf mitwenigenWorten lobensoll, dann fallen ihm drei Dinge ein: „Unsere Arbeitist extrem abwechslungsreich. Wir finden Lösungen mit Köpfchen und in Ruhe. Wir helfen tagtäglich Menschen aus der Not und treffen auf große Dankbarkeit.“ Sein Handy klingelt. Wahrscheinlich ist irgendwo die Heizung ausgefallen.

PERSONAL &FÜHRUNG 29 Das Gerüst einer Gesellschaft Die GemeinhardtServiceGmbHkümmert sich vorbildlich umsGemeinwohl. Dashaben die Roßweiner jetzt schwarz aufweiß. Von MichaelRothe Der Duden kennt gut 30 Worte, die mit „Gemein“ beginnen: gemeingefährlich, gemeinsam, Gemeinschaftsantenne, ... Im Grunde müsste dort auch Gemeinhardt auftauchen, doch die Rechtschreibbibel führt nur berühmte oder gängige Namen. Und nach einschlägigen Quellen schafft es dieser nurauf Platz 7.098. So selten ihr Firmenname, so außergewöhnlich sind die Chefs jenes Gerüstbaubetriebs in Roßwein bei Döbeln. Denn für Walter Stuber und Dirk Eckart steht das Ende jener Dudenreihung ganz vorn: Gemeinwohl. „Ich habe Kinder und Enkel, aber was hinterlassen wir ihnen“, fragt sich der 60-jährige Stuber. Die Menschheit habe in nur 100 Jahren ihre Rohstoffe halbiert. „Wir haben keine zweite Welt“, mahnt der Schwabe. Beim Unternehmerkongress „Sinn macht Gewinn“ habe er vorzwei Jahren den Österreicher Christian Felber kennengelernt, den Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie. Eine schicksalhafte Begegnung. „Müssen wir immer neuer, größer, besser, mehr?“, wird auf der Website der 2010 gestarteten Bewegung rhetorisch gefragt. „Von zehn Menschen in Deutschland wünschen sich acht ein neues Wirtschaftssystem“, heißt esimErklärvideo. Die Wirtschaft sei „auf grenzenloses Wachstum ausgelegt“. Um wettbewerbsfähig zubleiben, müssten Unternehmen billig produzieren, oft mit Umweltbelastung und Ausbeutung. Die Kosten zur Umweltsanierung wälzten sie dann auf die Gesellschaft ab. Dieses System unterstütze eher Gier und Rücksichtslosigkeit, als das Streben nach Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Rücksichtslosigkeit sollte benachteiligt, ethisches Handeln jedoch belohnt werden,sodie Forderung. Als weltweit erster Gerüstbauer hat sich die Gemeinhardt Service GmbH 2020 nach Gemeinwohl-Werten bilanzieren lassen. Überprüft wurden Aktivitäten in 20 Bereichen: unter anderem Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, demokratische Mitbestimmung, Transparenz, ökologische Nachhaltigkeit. „Und das hat nichts mit Kommunismus zu tun“, betont Stuber, seit vergangenen Sommer auch Präsident des Rotary-Clubs Döbeln-Mittelsachsen. Der Bewertungsmaßstab reiche in fünfStufen von „Basislinie“ bis„vorbildlich“. DreiMal dieBestnote DieRoßweiner erhielten gleich indrei Kategorien die Bestnote: soziale Haltung im Umgang mit Geld, Menschenwürde am Arbeitsplatz, ethische Kundenbeziehungen. Besonders gelobt werden das ganzheitliche Qualitätsmanagementsystem EFQM, die Mitwirkung der Beschäftigten über die firmeneigene App, überdurchschnittlich lange Betriebszugehörigkeit, viele Initiativbewerbungen, Gesundheitsangebote für Mitarbeitende, das mutmachende Engagement der Chefs mit einer eigenen Buchreihe, das partnerschaftliche Denkenund derdirekteDraht zu Kunden. Bei der Einbindung der Beschäftigten in Entscheidungen gebe esmit 60 von 100Punkten hingegen noch Reserven, ist Gerüstbauer wie Walter Stuber und Dirk Eckart sind von Berufs wegen Hochstapler. Doch die Chefs der Gemeinhardt Service GmbH denken auch andas Gemeinwohl. Foto: Thomas Kretschel der Firmenchef selbstkritisch. Er räumt ein, früher ein Tyrann gewesen zu sein, der Leute entlassen konnte, nur, weil sie ihm mal widersprachen. Auch seine Gehbehinderung habe ihn geerdet, sagt er und gibt freimütig zu: „Ich bin nicht schwindelfrei.“ Und das als Chef eines Gerüstbaubetriebs. „Das beste Gerüst für den besonderen Zweck mit den tollsten Mitarbeitern“ – das ist seit Jahren das Motto des Führungsduos. „Und genau diese Mitarbeiter wollen wir fördern und möglichst bis zu deren Rente, die sie gesund antreten sollen, imUnternehmen behalten“, schreibt es in seine Bewerbung zu „Sachsens Unternehmer des Jahres“. Für den wichtigen Wirtschaftspreis im Freistaat sind Stuber und Eckart 2021 bereits zumzweitenMal nominiert. DieGemeinwohl-Initiative • Die Gemeinwohl-Ökonomie meint einWirtschaftssystem, dasauf gemeinwohl-fördernden Werten aufbaut.Sie siehtsich als Veränderungshebelauf wirtschaftlicher, politischerund gesellschaftlicherEbene.Die Initiative basiert aufIdeen des österreichischen Publizisten ChristianFelber und startete bereits im Jahr 2010. • Sie umfasst rund 11.000 Unterstützerinnenund Unterstützer,gut Sie sind Schulterklopfen gewohnt und wegen ihrer schrägen Ideen medial präsent: sei es mit einer Protest-Kutschfahrt gegen Dieselfahrverbote durch Frankfurt am Main, Stellenanzeigen auf 12.000 Pizzakartons oder Werbespots in West-Kinos,mit denen sie ausgewanderte Sachsen in die Heimat zurückholen wollen. Wersich ihren geschäftlichenProjekten nähert, staunt. Das Unternehmen baut Gerüste auch von oben nach unten –dort, wodie meisten der 3.000 Konkurrenten in Deutschland kapitulieren. So an der Talsperre Sosa, an der Trinkwasser-Talsperre Lehnmühle inHartmannsdorf bei Dippoldiswalde, anden Unterbögen der Dresdner Albertbrücke. Zum Kundenkreis gehören Industriebetriebe, öffentliche Auftraggeber undBaufirmen. 4.000 Aktive in über 150 Regionalgruppen, 500 bilanzierteFirmen sowieetwa60Kommunenund 200 Hochschulen. Am 30.03.2021findetvon 16.00bis 17.30 Uhr eindigitalerInformationsund Kennenlernworkshop füreine Peer-Evaluationsgruppe statt. Anmeldung:scheffler@e-fect.de(mr) https://web.ecogood.org/de/ dresden/ Die Wurzeln der Firma liegen in einem 115 Jahre alten Münchner Familienbetrieb. Dessen 1994 gegründete Niederlassung in Roßwein hatten Stuber und sein einstiger Kolonnenführer Eckart (54), ein Sachse, 2001 gekauft. „Vonzehn Menschen in Deutschland wünschensichacht ein neues Wirtschaftssystem“ Drei Mitgesellschafter waren später ausgestiegen. Mittlerweile hat die Firma in Roßwein, Braunschweig, Frankfurt am Main und neuerdings Nürnberg rund 50 Mitarbeiter, die im Corona-Jahr und ohne Staatshilfen wieder rund vierMillionenEuro Umsatz erwirtschafteten. Ihre Chefs nennen sich selbst „verrückt“ –auch wegen ausgefallener Konzepte wie dem Wunschlohn für Mitarbeiter mit zwei Zusatzprojekten, Weihnachtskarten im Sommer, Zuschuss für Kita- oder Hortplatz, betriebliche Altersvorsorge, Nichtraucher- und Nicht-krank- Bonus. Die Fahrzeit zur und von der Baustelle bezahlen sie ihren Leuten – alles andere als selbstverständlich. Die acht Azubis werden in einer eigenen Lehrlingskolonne gefördert. Dafür vergeben Mitarbeiter bei der Onlineplattform Kununu 4,4 von 5Sternen – wovon andere Arbeitgeber nur träumen. „Mit dem Unternehmen langfristig Sinn stiften“ – das ist das Credo der Gemeinhardt-Chefs, die sich auch sozial engagieren: vom Kinderheim über die Förderschule bishin zumörtlichen Sportverein. Laut Dirk Scheffler, im Gemeinwohl- Verein verantwortlich für Leipzig und Umland, hat die Bewegung inSachsen „mit 70 bis 80 Mitgliedern noch Luft nach oben“. Rund ein Viertel der Vereinsmitglieder seien kleine und mittlere Unternehmen oder Einzelkämpfer. Die Regionalgruppe für den Großraum Dresden mit rund 30 Mitgliedern und Sympathisanten sei eine von insgesamt gut 150. Im Freistaat habe sich außer den Gerüstbauern nur Teilauto Leipzig nach Gemeinwohl zertifizieren lassen. Weitere zehn Unternehmen hätten es vor,sagtScheffler. So eine Bilanzkönnten gerade kleine Betriebe auch ineiner „Peergruppe“ diskutieren, so voneinander lernen und neben Erfahrungen auch dieKosten teilen. Um am Gerüst einer Gesellschaft mitzubauen, muss man nicht vom Fach sein wie Walter Stuber und Dirk Eckart. Der dritte und letzte Teil ihrer Buchreihe heißt „Mutmacher aus dem Leben“. Die beiden Vorzeigeunternehmer sind auch in Sachen Gemeinwohl Exoten.Noch.

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

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