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Wirtschaft in Sachsen Frühjahr 2021

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12 WIR FÜRSACHSEN

12 WIR FÜRSACHSEN ANZEIGE VomMalerbetriebzum Fotos:PR MirkoTippmann Standortleiter Dresden Wasbekommt der Kunde,wenner mit der Heinrich Schmid GmbH & Co.KGzusammenarbeitet? Ein Leistungsportfolio, das man aus einer Hand in dieser Breite nicht häufig findet. Verbundenmit großer Erfahrung bei der Koordination von Bau- undSanierungsvorhabenjeder Größe. Wirplanen klug, wir arbeiten gut abgestimmt: Das erspart dem Kunden Zeitund Geld. Außerdem ist unser Unternehmen fast überall in Deutschland zu finden. Allein in Sachsen haben wir aktuell 14 Standorte. Nicht jeder bietet auch jede unserer Leistungen an–aber der Standort, der es kann, ist immer in der Nähe. Übrigens: Am 1. April 2021 eröffnen wir einen neuen Standort in Riesa.Auchhierkönnen unsere Kunden aufs komplette Heinrich Schmid-Portfolio zurückgreifen. multitalentierten Mittelständler Wasvor mehr alseinhundert Jahren ganz kleinbegann,ist heuteein Allrounder, deramBau ganz viel kann. Über 150Standorte in Deutschland und Österreich, in derSchweiz undinFrankreich, und sogar im spanischen Urlaubsparadies Mallorca. Das mag für manchen nach einem multinationalen Konzern klingen. Tatsächlich aber ist es ein seit mehr als einhundert Jahren familiengeführtes Unternehmen, das trotz seiner heutigen Größe nie die Verwurzelung im regionalen Handwerk verloren hat: die Heinrich Schmid GmbH & Co. KG. Gegründet wurde die Firma 1914 als Zwei-Mann-Malerbetrieb im baden-württembergischen Metzingen. Heute hat Heinrich Schmid europaweit mehrals 5.500 Mitarbeiter. Zu einem Unternehmen dieser Größe zu wachsen, ist immer mit Bildung und Entwicklung von Menschen verbunden. Im Fall der Firma Heinrich Schmid bedeutet das: Aus-und Weiterbildung stehen zu jeder Zeit im Fokus. Bundesweit mehr als 700 Auszubildende inHandwerks- und Büroberufen, über 100 Studenten und Gymnasiasten in dualer HeinrichSchmid GmbH&Co. KG Leipziger Straße 33 01097 Dresden Tel.0351 8520930 dresden@heinrich-schmid.de www.heinrich-schmid.com/ standorte/dresden Ausbildung und eine eigene Meisterschulklasse sprechen eine deutliche Sprache –das Nachwachsen von Firmen-Entscheidern stellt Heinrich Schmid sogar mit einer eigenen Führungsakademie sicher. Abgerundet wird dasAngebot durchinterne Weiterbildungskurse für Mitarbeiter, Vorarbeiter und Arbeitsgruppenleiter und technische Weiterbildungen wie zum Beispiel zum Fachbauleiter Brandschutz oder zum Schimmelsachverständigen. „Gut ausgebildete eigene Mitarbeiter sind unsere Stärke“, sagt Mirko Tippmann,DresdnerStandortleiterbei Heinrich Schmid, „so bleiben wir für unsere Kunden immer auf dem aktuellen technischen Stand“. Die Firma Heinrich Schmid bietet ihren Kunden eine Vielfalt von Leistungen, NEU!Ab April2021 auch in Riesa! Heinrich Schmid GmbH &Co. KG Stendaler Straße 24 01587 Riesa Tel. 03525 5188790 riesa@heinrich-schmid.de www.heinrich-schmid.com/ standorte/riesa die inihrer Breite beispiellos ist. Malerarbeiten, Trockenbau, Boden- und Fliesenlegearbeiten gehören genauso dazu wie Schimmelbeseitigung, Sonnenschutz, Gebäudetrocknung und Leistungen imBrandschutz. Dazu kommen Projekt- und Baumanagement – und auch hiermit ist der Leistungskatalog noch lange nichterschöpft.Bei Neubau, Umbau, Sanierung und Renovierung sichert diegroße Zahl dervon „HS“ abgedeckten Gewerke, dassdie Planungund die Umsetzung der Arbeiten bestmöglich ineinandergreifen. Das erspart dem Kunden Leerlaufphasen und unnötige Ausgaben.„Beieinem Neubauvorhaben können unsere Fachleute einen großen Teil der Arbeiten übernehmen, die zwischen Rohbau und Übergabe anfallen“, sagt Mirko Tippmann. „Jemehr Arbeitsschritte aus einer Hand kommen, desto besser gestaltet sich fürdie Kundender Überblick über Leistungen und Kosten. Transparenz und Terminsicherheit sind so immer sichergestellt.“ Fürmanche Firmen waren dieletztenMonate recht hart. Wiesieht es derzeit bei Ihnenaus? Es war auch bei uns turbulent. Die Organisation der Arbeit, die Mitarbeitereinteilung und die vielen veränderten Gegebenheiten bei Kundenund Kollegen stellten unsvor einige Herausforderungen. AmEnde überwiegt das Positive: Es sind Aufträge vorhanden und Kunden wollenbedient werden. Wenn dannalle an einem Strang ziehen,wirdimmer etwas Gutes dabei herauskommen. Welchen Platz sehen Sie zukünftig für Ihr Unternehmen inder Wirtschaftslandschaftdes Freistaats? Wirhaben unsinden letzten Jahren vom Malerunternehmen zum breit aufgestellten Ausbaudienstleister entwickelt. Jetztstehenweitere Vertiefungen unseres Leistungsspektrumsan, wie zumBeispiel Sonnenschutz, Verschattung, Brandschutz undAkustik. Früher habenwir Wände gestrichen, heute bieten wir Unternehmen und Privatkunden Raumkonzepte vonder Beratungbis zur kompletten handwerklichen Umsetzung. Werterhaltung für Immobilien wird immer ein Thema bleiben! Das Heinrich-Schmid-TeaminDresden Heinrich Schmid arbeitet mit eigenen Mitarbeitern! Die 50 Dresdner Rundum-Handwerker für den Außen- und Innenbereich führen fachgerecht aus: Maler- und Fassadenarbeiten, Trockenbau, Bodenbelagsarbeiten, Brandschutzmaßnahmen, Schimmelsanierung und Installation von Sonnenschutz. Fassadenbeschichtungder schönenArt Die Handwerker von Heinrich Schmid verschönern auch Bauobjekte. Egal, obNeubau oder Sanierungsvorhaben: Von der Gerüststellung über die Untergrundvorbehandlung bis zum kreativen Resultat führen die Mitarbeiter die Arbeiten professionell undmit Fokus auf langeHaltbarkeit aus. Sonnenschutz machtRäume perfekt Licht und Sonneneinstrahlung spielen eine große Rolle für die Wirkung von Farben und Räumen. Deshalb bietet Heinrich Schmid jetzt auch Beratung zu Sonnenschutz-Maßnahmen und die kompletteAusführung entsprechender Leistungen an. Immer nach demMotto „Wirvervollständigen IhrRaumgefühl!“

GESCHÄFTE &MÄRKTE 13 Ausguten Gründen im Scheinwerferlicht Warum dieHalbleiterindustrie fürEuropa undDeutschland strategisch wichtig ist. Insgesamt 20 Prozent Marktanteil an der weltweiten Produktion von Chips – das ist das Ziel der Europäischen Union. Die kleinen Chips sindfür die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Quantencomputern von strategischer Bedeutung. Damit bleibt Europa wettbewerbsfähig und reduziert gleichzeitig seine Abhängigkeit von außereuropäischen Technologien. Gelingt dies, profitieren auch Europas führendes Halbleitercluster und die Menschen, die dort arbeiten: SiliconSaxony. In den letzten Tagen und Wochen wurde vermehrt über eine Branche berichtet, deren Produkte weit verbreitet und dennoch für die meisten unsichtbar sind–die Mikroelektronik. Kleine Bauteile, sogenannte Chips, teilweise nicht größer als ein Fingernagel und zum Stückpreis von teilweise unter einem Euro verkauft, waren auf einmal nicht mehr lieferbar –und die Produktion beiden Automobilherstellern kam ins Stocken. Aber nicht nur Autos brauchen Chips. Halbleiter sind die Basis fast aller Produkte ineiner digitalen,vernetzten Welt. Dass Halbleiter vergleichsweise günstig eingekauft werden können, bedeutet nicht automatisch, dass sie auch einfach und günstig herzustellen wären. Im Falle der Mikroelektronik kann die Komplexität der Herstellung kaum überschätzt werden. Bis ein Roboter arbeitet, ein Smartphone seinen Besitzer erfreut oder Cloud Computing internationale Konzerne arbeitsfähig macht, muss eine komplexe und tief gestaffelte Wertschöpfungskette stolperfreiabgeschritten werden. Kaum eine andere Industrie orchestriert so komplexe Prozessschritte –vom Grundstoff Silizium bis zum fertigenProdukt. Wieder auf Weltniveau aufschließen Erweiterungen und Verbesserungen der Chipherstellung sind daher vor allem eines: teuer. Dass die Halbleiterindustrie als solche dennoch alsbedeutsamangesehen wird, liegt vor allem anihrer enormen industriellen Wertschöpfung. Egal ob Autos, Computer, Smartphones, Streaming- oder Lieferdienste, ohne Chips würden Unternehmen dieser Branchen keine derartigen Umsätze und Gewinne erzielen und Arbeitsplätze schaffen können. Diese Hebelwirkung ist der Grund dafür, warum die Industrie in anderen Teilen der Welt staatliche Unterstützung erfährt: Viele Milliarden werden durch die USA, China, Taiwan oder Südkorea investiert. Zuletzt haben die USA für die Ansiedlung von TSMC, dem größten Halbleiterproduzenten der Welt aus Taiwan, in Arizona Subventionen in Aussicht gestellt. Insgesamt soll das Vorhaben 12 Milliarden Euro kosten. Das entspricht 56 Prozent des sächsischen Staatshaushaltes. Doch trotz der enormen wirtschaftlichen Bedeutung von Chips sowie in Anbetracht der staatlichen Unterstützung, die die Industrie auch inEuropa inden letzten Jahrzehnten erfahren hat, hört man hierzulande immer wieder die Frage: Was macht es schon, wenn die gar nicht so teuren Chips als Grundstoff der Digitalisierung einfach importiert werden? Muss Europa diesen Teil der Wertschöpfungskette überhaupt betreiben, um wirtschaftlich erfolgreichzusein? China und die USA –dies sei vorausgeschickt –haben die Frage klar für sich beantwortet undInitiativen gestartet, um die eigene Region unabhängiger zumachen. Europas Halbleiterindustrie ist zwar in die globale Wertschöpfungskette eingebunden und auch Asien und die USA können nicht gänzlich auf Europas Kompetenzen verzichten –vor allem bei Anlagen für die Produktion. Um aber bei der enormen Innovationsgeschwindigkeit in der Branche mithalten zu können, ist nicht nur Wissen, sondern auch sehr viel Kapital erforderlich. Ins Scheinwerferlicht von Öffentlichkeit und Medien geriet die Halbleiterindustrie kürzlich, als imwahrsten Sinne die Scheinwerfer der Automobilproduktion ausgingen, weilChips fehlten. Globale Gastbeitrag von FrankBösenberg Die Industrie der Zukunft im Blick -auch im Silicon Saxony. Wertschöpfungs- und Lieferketten sind wegen Corona ins Stocken geraten. Die Situation hat viele aufgeschreckt, zeigt Silicon Saxony Symbolfoto:Adobestock • Frank Bösenbergist Leiter der Geschäftsstelle vonSilicon Saxony e.V. • 2018 wurde der Bauingenieur vonder Verbandsversammlung zumNachfolger vonGitta Haupoldgewählt,die den sächsischenBranchenverband mitgegründet hatte. • DerSilicon Saxonye.V.ist nach eigenenAngaben mitrund 350Mitgliederndas größte Hightechnetzwerk Sachsens und einesder größtenMikroelektronik- und IT-Cluster Deutschlands sowieEuropas. • Als eigenfinanzierter Verein vernetztSilicon Saxony rund 2000 Hersteller, Zulieferer,Dienstleister, Hochschulenund öffentlicheEinrichtungen iimFreistaat und darüber hinaus. sie doch, wie verletzlich Europas Industrien inzwischen sind. Dieser Anfälligkeit stellt sich die Europäische Unionnun entschlossen entgegen. So hat EU-Industriechef Thierry Breton kürzlich das Programm „Digitaler Kompass 2030“ vorgestellt, mit dem die EUversucht, den Anteil an derglobalen Halbleiter-Wertschöpfungskette im Interesse Europas zu verbessern. Bis 2030 will man bei bestimmten Halbleitertechnologien, die niemand mehr in Europa produzieren kann, wieder auf Weltniveau aufschließen. Gleichzeitig soll die europäische Halbleiterindustrie gestärkt werden, denn die Chips, dieaus Europa kommen, sindWeltspitze. Silicon Saxony e.V. unterstützt ausdrücklich die ambitionierten Pläne der EU. Das Zauberwort dabei heißt Geschwindigkeit. Denn auch außerhalb Europas werden in diesen Tagen Investitionsentscheidungen für den Aufbau von neuen Produktionskapazitäten angestoßen. Zu befürchten ist, dass Entscheidungen inAsien und Amerika schneller getroffen werden, noch bevor man in Europa oderinDeutschland die laufenden Gespräche beendet hat. Trotz vieler Einschränkungen im europäischen Förderrecht sind die Instrumente, um wirtschaftspolitisch mithalten zukönnen, vorhanden. Die Ansiedlung von Bosch in Dresden ist Ausdruck der Möglichkeiten, wenn sich Politik und Industrie einig sind und an einem Strang ziehen. Vor diesem Hintergrund stellt sich auch nicht länger die Frage, obsich die Fördersummen in die Halbleiterindustrie lohnen. Die Antwort darauf istein klaresJa! Unddas sind dieGründe: Wichtiger Beitrag zum Klimaschutz Erstens, die Technologiesouveränität Europas und Deutschlands sowie die Fähigkeit, sicherheitskritische Technologien selbst herstellen zu können, statt diese mit dem Risiko der Sicherheitsgefährdung zu importieren. Zweitens, jede Investition und Förderung erzeugtHebeleffekte. Fürjedegroße Firma, die unterstützt wird, werden etwa 800 Kleinunternehmer und Mittelständler mit unterstützt. Auch wenn Mittelständler die Fördermilliarden nuräußerst selten direkt sehen,profitierensie vonlokalenKunden- bzw. Lieferantenbeziehungen. Dies wird durch die Beschäftigtenzahlen im Silicon Saxony eindrucksvoll bestätigt.Hier gabesallein in denletzten zehn Jahren ein Wachstum von 45.000 auf65.000 Beschäftigte. Drittens, Investitionenindie Halbleiterindustrie sind ein nicht zu unterschätzenderBeitrag zumUmwelt-und Klimaschutz. Die europäische Mikroelektronik ist nicht nur Vorreiter bei einer umweltfreundlichen Produktion, sondern auch Treiber und Ermöglicher von CO2-Neutralität. Neben Batterien und Wasserstoff ist die Halbleiterindustrie die dritte klimarelevante Schlüsseltechnologie inSachsen, die einen entscheidenden Eintragfür Europas Klimaneutralität leistet und hoch attraktive Arbeitsplätze schafft. Mit diesen Kompetenzen stärkt Silicon Saxony nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Industrie, sondern auch deren Technologiesouveränität. Insofern gilt es dasScheinwerferlicht zunutzen, um gemeinsam mit europäischen Industrieunternehmen die Zukunftsprojekte zu besprechen und zuentwickeln, die Europa braucht, um den anderen Regionen der Welt auf Augenhöhe begegnen zu können.

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

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