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Tour Saxe 2020

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CHEMNITZ 42 CHEMNITZ 43

CHEMNITZ 42 CHEMNITZ 43 Häppchen für Häppchen die Stadt erleben Ihnen stehen 22 komfortable Gästezimmer mit insgesamt 38 Betten plus Aufbettung zur Verfügung. Auch unser Restaurant mit 72 Plätzen, ein Wintergarten für 42 Personen sowie zwei weitere Räume für ca. 40 bis 50 Personen zur Durchführung von Schulungen, Seminaren oder Familienfeiern erwarten Sie. Zur Lochmühle 64 · 09322 Penig-Tauscha · Tel. 037381/66220 hotel@zur-lochmuehle.de · www.zur-lochmuehle.de Plauen unter Tage erleben Alaunbergwerk „Ewiges Leben“ Luftschutzmuseum Zollkeller der Fa. Gustav Albig Luftschutzmuseum Brunnenstrecke Alaunbergwerk Treppe zum Zollkeller Vogtländischer Bergknappenverein zu Plauen e. V. Herr Gert Müller Bonhoefferstraße 140 08525 Plauen Tel. 0 37 41/52 94 26 Mobil 01 79/1 30 31 63 www.alaunbergwerk-plauen.de Glück auf! Das Museum Gunzenhauser So zeigt sich die Chemnitzer Innenstadt von ihrer historischen, kunstvollen und kulinarischen Seite. Es ist vielleicht ein Zufall, dass gleich zwei Chemnitzer Gästeführerinnen unabhängig voneinander Häppchentouren durch die Stadt im Südwesten Sachsens anbieten. Überraschend ist es indes nicht. Denn Chemnitz hat an Kostproben und Schmankerln und liebenswerten Fleckchen so viel zu bieten, dass es eben Häppchen für Häppchen ein Vergnügen ist, diese Stadt zu entdecken. Grit Linke weiß, wo es langgeht. Die Gästeführerin bittet Menschen, die Chemnitz besser kennen lernen wollen, zunächst zu einem In-Treff am Brühl. An dem Boulevard, der zu DDR-Zeiten Flaniermeile war und dann in einen langen Dornröschenschlaf fiel, siedeln sich immer mehr Händler an. Darunter Gastronomen, so auch die Betreiber eines georgischen Bistros. Mit ihren Gästen, die reichlich Appetit mitbringen müssen, zieht Grit Linke dann zwei Stunden lang über den Boulevard. Und während die Teilnehmer mit Fleisch oder Käse gefüllte und überbackene Teigtaschen oder israelischen Salat genießen, erzählt die Stadtführerin von der wechselvollen Entwicklung des Chemnitzer Stadtgebietes. Sie berichtet von mutigen Investoren und Kneipen, die wegen Lärmbeanstandungen wieder schließen müssen, aber auch von Einzelhändlern mit witzigen Geschäftsideen – und bietet Blicke in eine verführerische Eierlikör-Manufaktur. Der Brühl ist der Ausgangsort zu Chemnitzer Ecken, die der Besucher gesehen haben muss. Nur ein paar Gehminuten entfernt steht beispielsweise eines der ältesten Häuser der Stadt. Knorrig und fachwerklich zauberhaft gebaut, schmiegt es sich in den Chemnitzer Schoß. In dem Gebäude mit der Adresse Am Schlossberg ist heute ein Restaurant eingerichtet – fein essen, schräg sitzen, lautet das Motto. Denn der leicht geneigte Fußboden im ersten Stockwerk und die schönen und in Chemnitz seltenen Feuerböcke des Fachwerks – das sind Holzzierden, die wie alte Kamingestelle aussehen – erinnern an die Mitte des 17. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit war das Haus schon bewohnt. Der Schlossberg insgesamt zeigt sich mit dem hoch über der Stadt thronenden Kirche und dem benachbarten Benediktinerkloster als besonders geschichtsträchtiges Gebiet der Stadt Chemnitz. Foto: Bertram Kober Von hier aus ist es dann nur ein Steinwurf bis zum Theaterplatz. Mit dem Opernhaus, dem König-Albert-Museum und der Petrikirche gehört er zu den schönsten baulichen Ensembles der Stadt Chemnitz. Der Spielplan des Theaters fächert sich hübsch auf und bietet ein breites Angebot für alle Publikumsvorlieben. Heute die klassische oder moderne Oper, morgen Operette, dann wieder Musical. Ins Jauchzen geraten regelmäßig die Wagnerianer. Freunde des Bühnenwerkes Richard Wagners werden im Chemnitzer Theater verwöhnt. Der „Ring“, verantwortlich inszeniert ausschließlich von Frauen, ist von europäischem Rang. Die Kunstsammlungen in Chemnitz – der Eingang ins Bilder- und Skulpturenparadies liegt gleich neben dem Opernhaus – gehören zu den größten und wichtigsten kommunalen Werkssammlungen in ganz Deutschland. Hervorgegangen sind die Kunstsammlungen aus verschiedenen bürgerlichen Vereinen, wie dem 1860 gegründeten Kunstverein Kunsthütte zu Chemnitz. Im Jahr 1909 wurden sie unter dem Dach des König- Albert-Museums zusammengefasst und ab 1920 als städtisches Museum geführt. Heute umfassen die Kunstsammlungen Chemnitz einen Komplex verschiedener Museen und Institutionen: die Kunstsammlungen am Theaterplatz mit dem Carlfriedrich Claus-Archiv, das Museum Gunzenhauser, das Schloßbergmuseum mit der Burg Rabenstein und das Henry van de Velde Museum. Eine lange Kneipenmeile eröffnet sich mittlerweile auch in der Chemnitzer Innenstadt. Ost-Architektur? Plattenbau-Tristesse? Gähnend leere Straßenfluchten? Das war einmal. Karibische Kostbarkeiten unter bunter Kunst, knackfrische Salate, indische Küche, französisches Oh-lala, fette Burger, feine Biere – all das gibt es beim Gang durch die City zu naschen, zu probieren, zu genießen. Und deshalb kommt hier auch die nächste Häppchen-Führung ins Spiel. Karin Meisel, ebenfalls Chemnitzer Gästeführerin, bittet ihre Begleiter zum kulinarischen Gang durch die Innenstadt. Regelmäßig berichtet sie dann über den neuesten Stand in Sachen City-Belebung. Und sie empfiehlt, ebenso wie die Chemnitzer Veranstaltungsmacher, einen Blick in den Veranstaltungskalender der Stadt: So gibt es einen Brauereimarkt, zu dem Jahr für Jahr Zehntausende Bierfreunde kommen. Es werden Modefeste, Kinderpartys und Streetfood- Festivals veranstaltet, ebenso wie Kneipen- und Jazzfeten. Die Händler mischen dabei mit und bringen ihre ganz eigenen Ideen ein, um die Chemnitzer Besucher auch zum Shoppen und Bummeln herauszukitzeln. Peggy Fritzsche Termine und aktuelle Informationen zu den Führungen unter www.chemnitzer-gaestefuehrer. de und www.chemnitz-kennenlernen.de Gästeführerin Grit Linke Foto: Peggy Fritzsche

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

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