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Medizin_Heute_4/2020

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MAGAZIN FÜR GESUNDHEIT UND MEDIZIN IN SACHSEN

Kompetenz für

Kompetenz für IhreGesundheit — Neues aus den Helios Kliniken Freital/Dippoldiswalde und Pirna www.helios-gesundheit.de/weisseritztal und www.helios-gesundheit.de/pirna Kardiologie Pirna: HerzimZentrum Eine Studie zu mehr als17.000 Notfallaufnahmen aus66HeliosKlinikenhat gezeigt, dass sich während der ersten Corona-Welle etwa 30 Prozent weniger Patienten als üblich mitHerzerkrankungeninden Krankenhäusern vorgestellt haben. Fatal, denn durch ein zögerliches Agieren der Patienten kann dies zudeutlich schwerwiegenderen Verläufen als gewöhnlich führen. Deshalb gilt:Auchinder aktuellen Pandemie sollten Symptome einer Herzerkrankung ernstgenommenwerden! Patientensicherheit Bereitsseitder erstenCorona- Welle gilt im Helios Klinikum Pirna eine generelle Mund- Nasen-Schutz-Pflicht–umeine Übertragungdes Virussogut alsmöglich einzudämmen und Patientenwie auch Mitarbeiter zuschützen. „Zusätzlich testen wir unsere Patienten aufdas Corona-Virus;entweder bereits vor einem geplanten stationären Aufenthalt oderbeieinerAkutvorstellung in der Notfallambulanz“,sagt Prof. Dr. med. habil. Steffen Schön, Ärztlicher Direktor undChefarztder Kardiologie. Akute Beschwerden? 112! Akute Brustschmerzen und Luftnot, auch Herzrhythmusstörungen, die mit Schwindel und Ohnmachtsattacken einhergehen, sind Beschwerden, dieBetroffene alarmieren sollten. Es gilt, sofort den Notruf 112zuwählen. Im Rettungswagen wird dann einElektrokardiogramm (EKG)geschrieben. „Weist das klar z.B. auf einen Herzinfarkt hin, wird das Klinikuminformiertund dortdas Herzkatheterlaborvorbereitet“, erklärtSchön.Ersagtweiter: „Ist das EKG nicht eindeutig, können wir mit einer Ultraschalluntersuchung unddurch bestimmte Laborwerte erkennen, ob dasHerz in Gefahr ist“. Hightech fürdas Herz Die Pirnaer Herzkatheterlabore sind zwei hochmoderne OP-Säle. „Hier behandeln wir Patientenmit Herzinfarktund Unser Experte Prof. Dr.med. habil. Steffen Schön Ärztlicher Direktor, Ärztlicher Leiter Internistisches Zentrum T(03501) 71 18-5041 steffen.schoen@helios-gesundheit.de Helios Klinikum Pirna Struppener Straße 13, 01796Pirna www.helios-gesundheit.de/pirna eröffnen verstopfte Herzkranzgefäßen z.B. mitkleinen Ballons oder Bohrern sowie medikamentenbeschichteten Stents“, erklärt Schön. Daneben finden inden Hightech- Räumen auch Eingriffe über die Leiste zur Reparatur von Herzklappenoder Hitze- bzw. Kälteverödungen von Rhythmusstörungen statt. „Bei zu langsamen oder aussetzenden Herzschlägen haben wir hier alle Möglichkeiten,umeinen Herzschrittmacher oder Defibrillatoreinzusetzen“, so derKardiologe. Intensiv überwacht Nach einem Notfalleingriff am Herzen werden Patienten in einer Intensivtherapieeinheit engmaschig betreut, bevor sie auf Normalstation mit telemetrischer Rhythmusüberwachung verlegtwerden.„Bei einem komplikationslosen Verlauf können die Patienten be- November 2020 reitsnachvierbis fünf Tagen entlassen werden“, sagt Schön und ergänzt: „Je nach Grad der benötigten Hilfestellung bis zur vollständigen Genesung kann eine Anschlussheilbehandlungfolgen“. Risiko selbstverringern „Jeder kannselbstdie Gefahr eines schwerwiegenden Verlaufs einer Herzerkrankung verringern: Angefangen damit, dass im Ernstfall schnell gehandelt wird. Nicht weniger wichtig ist, seine Risikofaktoren zu kennen und zu reduzieren“, so Schön. Dabei sollte vor allem auf eine gesundeLebensweisegeachtet werden: Rauchverzicht, eine ausgewogene und maßvolle Ernährung sowie regelmäßige körperliche Betätigung. Bluthochdruck,Diabetesund erhöhte Blutfettwertesollten ärztlich kontrolliertund wenn nötig medikamentös eingestellt werden. „Auch in der Pandemie sollte der eigene Herz-Kreislauf gut gepflegt werden“, resümiert Schön. Individuelle Behandlung vonDiabetikern Circa 7Millionen Menschen in Deutschland leiden anDiabetes mellitus. Ob Medikamenteneinnahme, Blutzucker messen oder Insulin spritzen: Diabetes isteinechronischeErkrankung, dieein LebenlangAufmerksamkeiterfordert. DiabetesTyp 2 Eine Zuckerkrankheit (Diabetesmellitus) kannmehrere Ursachen haben. Am häufigstenist der Typ2-Diabetes, bei dem die Wirkungdes lebenswichtigen Hormons Insulin nachlässt. Hier helfen neben Veränderung imLebensstil mit mehr Bewegung und gesundem Essen oft Tabletten, die die Wirkung des Insulins wieder verbessern und so den Zuckerspiegel im Blut normalisieren. Diabetes Typ1 Beim Typ1-Diabeteskannder Körper kein eigenes Insulin mehr produzieren. Die lebenserhaltene Behandlung liegt in der Zufuhr von Insulin, welches in dasUnterhautfettgewebe gespritztwerdenmuss undnacheiner gewissen Zeit erst wirkt. Die Schwierigkeit liegt darin, zujeder Zeit die richtige Menge an Insulin im Blut zu haben. Gelingt dies nicht, erleiden die Betroffenen Über- oder Unterzuckerungen, die nicht nur sehr unangenehm sein können, sondern auch mit lebensgefährlichen Situationen (Bewusstlosigkeit) verbunden sein können. Dies zuverhindern unddurchden Diabetes keine Langzeitschäden zu bekommen, ist das Ziel jeder guten Behandlung des Diabetes mellitusTyp 1. Individuelle Behandlung Im Klinikum Freitalund in der angeschlossenen Ambulanz behandeln undbetreuenwir – nebendem DiabetischenFuß und Diabetes Typ 2–darum Patienten mit spezialisierten Behandlungsformen –dazu gehört die Insulinpumpentherapie, das kontinuierliche Glukosemonitoring und die Kombination im Rahmen eines sogenannten geschlossenen Regelkreises (Closed Kontakt T(0351)646–7333 oder –6232 oder per Mail: diabetologie.freital@ helios-gesundheit.de Unser Experte T(0351)646-6232 Dr.med. Andreas Reichel Leiter Diabeteszentrum, Chefarzt Medizinische Klinik III (Diabetologie / Diabetischer Fuß) Helios Weißeritztal-Kliniken Bürgerstraße 7, 01705 Freital www.helios-gesundheit.de/ weisseritztal Loop). Dabei kommen verschiedene Modelle zum Einsatz. Ein weiterer Schwerpunktist diesichereBehandlung von Typ1-Diabetikern, die sich aus nicht den Diabetes betreffenden Gründen ins Krankenhaus begeben müssen, beispielsweise wegeneiner Operation. „Wir wollen inunserer Klinik gewährleisten, dass sich Diabetespatienten bei uns inguten Händen wissen“, so Dr. med. Andreas Reichel. „Eine Diabeteserkrankung muss bei jedem Betroffenen individuell behandelt werden“, erklärt Reichel. Nicht bei allen Patienten wirken Medikamente gleich und nicht jeder Stoffwechsel könne trotz guter Therapietreue dauerhaft ohne Schwankungeneingestellt werden. Die Ursachen dafür seien vielfältig: „Neu auftretende Unverträglichkeiten, Begleiterkrankungen, unbewusste Therapiefehler oder veränderte Lebensumstände sind nur einige mögliche Gründe“, soder Diabetologe. www.helios-gesundheit.de

Schwerpunktthema Diabetes Seite 3 EDITORIAL DIABETES GEHÖRT INS BLICKFELD! Sachsen gehört zu den Bundesländern mit den meisten Diabetes-Patienten. Aber auch die Zahl der Vorsorge- und Therapiemöglichkeiten steigt. Liegt es an der Liebe zu Eierschecke, Stollen und gemütlichen Kaffeerunden? Sachsen gehört jedenfalls neben Thüringen und vor allem Sachsen-Anhalt zu den Bundesländern mit dem höchsten Anteil an Diabetes-Patienten. Zumindest beim Diabetes Typ 2, der keine genetischen Len Ursach hat, sondern neben dem Thema Alter – Lso al dem sogenannten „Alters-Zucker“ – wohl auch auf ungesunde Ernährung, fehlende Bewegung und nicht zuletzt Rauchen zurückzuführen ist. Laut neuesten Statistiken gibt es in Sachsen rund 470.000 Betroffene, das sind fast zwölf Prozent der Bevölkerung. Der bundesweite Durchschnitt lag im vergangenen Jahr zum Vergleich bei 8,6 Prozent. Am besten schneiden übrigens norddeutsche Regionen ab, in Hamburg beispielsweise leiden „nur knapp über sechs Prozent der Menschen an Diabetes Typ 2. Eine Ursache für die hohen sächsischen oder auch generell ostdeutschen Zahlen könnte im demografischen Wandel liegen; die Deutschen werden bekanntlich zum Glück immer älter und gerade im Osten leben nach den Wegzügen ES ISTHÖCHSTE ZEIT FÜREINE GESETZLICHVORGESCHRIEBENE UNDVOR ALLEM LEICHT VERSTÄND- LICHE NÄHRWERTKENNZEICH- NUNG VONLEBENSMITTELN! Foto:pixabay.com ganzer junger Generationen nach der politischen Wende prozentual mehr „Alte“. Ein Blick in neue Statistiken bestätigt das jedenfalls: Während sich der Anstieg der Fallzahlen im schon erwähnten Hamburg nur zu zwölf Prozent auf den demografischen Wandel zurückführen lässt, war er in Sachsen und auch Thüringen zu mehr als 80 Prozent für steigende Fallzahlen verantwortlich. Dabei ist es falsch, sich nun nur auf die „Alten“ zu konzentrieren. Vielmehr muss es darum gehen, schon Kinder und Jugendliche an das Thema heranzuführen, um langfristig die Betroffenen-Zahlen sinken zu lassen. Essgewohnheiten beispielsweise manifestieren sich bekanntlich schon in der Kindheit. Deshalb fordern Gesundheitsexperten zu Recht, dass gesunde Ernährung dringend in Schullehrpläne gehöre. Zudem seien verpflichtende Standards für eine gesunde Kita- und Schulverpflegung dringend angesagt. Doch noch immer ist gesunde Ernährung gar nicht so einfach. Noch immer ist es schwer zu erkennen, welche Lebensmittel im Supermarktregal wirklich gesünder sind oder ob nur werbewirksam „Bio“, „weniger Fett“ und ähnliches aufgedruckt würde. Es ist höchste Zeit für eine gesetzlich vorgeschriebene und leicht verständliche Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln. Leicht zu durchschauende Übersichten zum Zucker- und Fettgehalt beispielsweise sind für eine wirklich gesündere Ernährung unumgänglich. Und damit kann – das belegen Studien deutlich – das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken, deutlich gesenkt werden. Und unabhängig von regionalen Zahlen ist das Thema Diabetes ein dringendes Thema für ganz Deutschland! Aktuell leiden deutschlandweit 7,1 Millionen Menschen an Diabetes Typ 2. Tendenz steigend! Bis zum Jahr 2040 könnten es laut neuesten Studien zwölf Millionen Erkrankte sein. Was natürlich auch einen dramatischen Kostenanstieg im Gesundheitswesen mit sich bringt. Auch aus diesem Grund sollte Vorsorge immer stärker ins Blickfeld rücken. Und rückt sie auch. Immer mehr Krankenkassen bieten neben komplexen Behandlungs- und Begleitprogrammen für bereits Betroffene auch beispielsweise Diabetes-Vorsorgeprogramme an. Denn die Betroffenenzahl übersetzt heißt: mehr als jeder zehnte Sachse erkrankt an Diabetes! Jens Fritzsche ............................................................................................... q Zum Schwerpunktthema dieser Ausgabe – Diabetes in Sachsen – finden Sie auf den Seiten 3 bis 6 spannende Informationen und Neuigkeiten . q Informationen und Hilfsangebote gibt es auch beim Diabetiker-Bund unter www.diabetikerbund-sachsen.de Impressum MEDIZINHEUTE Verlagsbeilage der Sächsischen Zeitung undder Dresdner Neuesten Nachrichten Anzeigen: Verlagsgeschäftsführer Denni Klein (verantwortlich) Sächsische ZeitungGmbH Ostra-Allee20 01067Dresden klein.denni@ ddv-mediengruppe.de Redaktion: Jens Fritzsche, SächsischeZeitungGmbH Ostra-Allee20, 01067Dresden Objektleitung: Jens Fritzsche, SächsischeZeitungGmbH Layout: Rita Schönberger-Gay Redaktionsagentur SächsischeZeitungGmbH Fotos: stock.adobe.com©cassis Druck: DDVDruckGmbH Meinholdstr. 2, 01129Dresden In Zusammenarbeit mit: Universitätsklinikum Dresden, CarusConsiliumSachsenGmbH, HerzzentrumDresden an der TechnischenUniversität Dresden Beiden redaktionellen Texten auf den Seiten 3bis 6(außer Anzeigen).

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