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MEHR ALS EIN SPIEL Die

MEHR ALS EIN SPIEL Die Nationalmannschaft empfängt am 8. Oktober in Hamburg Rumänien – die Vorbereitungen beginnen aber bereits viele Monate vorher Text: Patrick Strasser Die wichtigsten Utensilien für Fußballer? Klar, Schuhe. Ball. Und: Der Platz, also seine Beschaffenheit. Der Rasen hat für den Deutschen Fußball Bund (DFB) eine sehr hohe Priorität bei der Vorbereitung eines Heimländerspiels der Nationalmannschaft. Rund zwei Monate vor dem Termin beginnt der ständige Austausch der DFB-Zentrale in Frankfurt mit den jeweiligen Greenkeepern vor Ort. Damit der Ball laufen kann. Dass es sportlich wie erhofft läuft, dafür soll der neue Bundestrainer Hansi Flick sorgen. Spiele der Nationalelf sehen und 24 Kameras und 150 TV-Mitarbeiter sind auch gegen Rumänien am Start beurteilen Millionen TV-Bundestrainer. Was sie nicht sehen: Die Vorbereitung eines Länderspiels und all die Personen, die dafür sorgen, dass alles reibungslos läuft. Daher ist auch die Partie in der WM-Qualifikation gegen Rumänien am 8. Oktober in Hamburg mehr als ein Spiel. 25.000 SITZPLÄTZE SIND PFLICHT Schritt eins: Hat die Auslosung – wie in diesem Fall für die Qualifikation zur WM 2022 in Katar – stattgefunden und sind die Spieltermine von der Fifa in Absprache mit den Verbänden festgelegt, beginnt die Spielortauswahl, spätestens ein 26

FUSSBALL FAMILIE | NATIONALTEAM Soll für Stimmung in der Bude sorgen: der Kölner Discjockey Teddy-O Für sie wird das alles gemacht: Fans jubeln dem Nationalteam zu, hier 2019 in Hamburg halbes Jahr vor dem konkreten Termin. Die DFB-Fachbereiche Organisation, Teammanagement und Reisebüro empfehlen dem Präsidium einen Spielort. Dabei werden die Kapazität des Stadions und die Attraktivität des Gegners in Relation gesetzt. 25.000 Sitzplätze muss ein Stadion für ein Heimländerspiel mindestens bieten, früher waren es 40.000. Daher sind Standorte wie Wolfsburg (dort empfängt das DFB-Team am 11. November Liechtenstein), Leverkusen und Sinsheim ebenfalls wieder Kandidaten. EIN SEGEN FÜR HAMBURG Für die derzeitige Zweiliga-Stadt Hamburg mit den Traditionsvereinen HSV und FC St. Pauli war der Zuschlag des Rumänien-Spiels ein Segen. Ganz Fußball-Deutschland blickt an diesem Abend auf Hamburg und auf das Volksparkstadion, in das nach den Corona-Schutzmaßnahmen 30 bis maximal 50 Prozent der Karten (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe Anfang September) verkauft werden dürfen, also maximal rund DFB-Abteilungsleiter Jens Busch: Bei ihm laufen in der Vorbereitung eines Länderspiels die Fäden zusammen 25.000. Was für den Stadionbetreiber, in diesem Fall der HSV selbst, wichtig ist, da er prozentual an allen Einnahmen beteiligt ist. „Die Hamburger freuen sich sehr darauf“, sagt Jens Busch, der DFB-Abteilungsleiter Veranstaltungsorganisation. „Für solche Standorte wie Hamburg ist es eine größere Herausforderung als etwa für Dortmund oder München, die bestimmte Anforderungen von den Champions-League-Partien gewohnt sind und damit Erfahrung haben.“ Ein Beispiel für Details, auf die geachtet werden muss: „Laut Vorgabe der Uefa müssen die Pfosten der Tornetzaufhängung in allen Austragungsorten in Europa mit einer schwarzen Schaumstoff-Ummantelung ausgestattet werden, um den Schutz der Spieler zu gewährleisten“, sagt Busch. Die Fans im bekommen das nicht mit, sie werden vom Stadionsprecher (siehe nächste Seite) und von DJ Teddy-O unterhalten. ALLE LOGOS MÜSSEN WEG Bevor der DFB als Veranstalter loslegen kann, muss der Stadionbetreiber die Arena „neutral“ übergeben – also ohne Logos des Heimvereins. Dann beginnt die riesige Materialschlacht mit etwa 2500 Meter Stoff, der über Banden und Ränge gelegt wird, um das einheitliche DFB-Branding herzustellen. Installiert werden muss das System der komplett digitalen Bandenwerbung bis hin zu den eigenen Ersatzbänken. In die Organisation eines Länderspiels sind beim DFB 20 bis maximal 30 festangestellte Mitarbeiter aus allen Fachbe- 27

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