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Almuth Schult „EIN

Almuth Schult „EIN SEHR ENTSCHEIDENDES JAHR FÜR DEN FUSSBALL“ 22

FUSSBALL FAMILIE | ALMUTH SCHULT Interview: Mara Pfeiffer ALS ARD-EXPERTIN WAR ALMUTH SCHULT EINE EM-GEWINNERIN. SIE HAT ABER MEHR ZU SAGEN: WIR SPRACHEN MIT DER OLYMPIASIEGERIN ÜBER GESCHWISTER, FLUGZEUG- BEOBACHTUNG BEIM HSV UND DIE ZUKUNFT DER FRAU IN EINER MÄNNERDOMÄNE Almuth, was bedeutet Familie für dich? Almuth Schult: Sehr, sehr viel. Es ist mein Anker im Leben und mein größter Sinn, dass man eine Familie hat und in der Familie glücklich ist. Darum geht’s, dass man das Leben genießt, sich gegenseitig auffängt, Mut und Kraft gibt. Du hast drei ältere Geschwister. Wappnet es für einen Mannschaftssport, in einer Großfamilie aufzuwachsen? Es waren immer Cousinen und Nachbarn da, meine Eltern hatten gefühlt mehr Kinder, das war sehr schön. Es ist echt wie im Mannschaftssport, man muss aufeinander achten, empathisch sein, Verantwortung übernehmen, Kritik äußern, sich gegenseitig voranbringen. Klar gibt’s auch Konflikte und Diskussionen, das wappnet natürlich. Ich bin bis heute sehr stolz, wie unsere Familie funktioniert und habe das Gefühl, dass meine Eltern und Geschwister mich sehr gut aufs Leben vorbereitet haben. Du lebst mit deiner Familie wieder in der Nähe deiner Eltern. Gibt es auch mit den Brüdern und der Schwester bis heute einen engen Austausch? Den gibt es auf jeden Fall noch. Ein Bruder und meine Schwester leben im gleichen Dorf, und wir drei sehen uns häufig, auch mit meinen Eltern. Die Familie ist sehr eng beieinander. Fußball hast du mit fünf Jahren angefangen und warst meist das einzige Mädchen unter Jungs? Im Großen und Ganzen ja. Das war aber nicht schlimm. Mit meinem Vornamen konnten viele nicht viel anfangen, weil der altdeutsch ist. Da hieß es auch manchmal ‚der Almuth‘. Ich kriege heute noch manchmal Post an ‚Herrn Almuth Schult‘. War Fußball bei dir familiär geprägt oder war das dein Ding? Das ist durch meinen nächstälteren Bruder gekommen, der angefangen hat, mit seinen Jungs aus der Grundschule zu kicken. Erst habe ich bei ihm mitgespielt, dann hatte ich eine eigene Jungstruppe in meinem Alter. Meine Eltern hatten mit Fußball nichts am Hut, aber sie haben mich von Anfang an unterstützt. Sie haben immer Lösungen gefunden, mich zu fahren, auch mit meinen Großeltern. Als ich mit 16 zum HSV wollte und dafür die Schule wechselte, haben sie komplett mitgetragen, dass ich in die weite Welt aufbreche. Ohne sie hätte ich das gar nicht geschafft, wäre ich nicht hier. Wie war es denn für dich als Familienmensch, weg zu sein von allem? Schwierig. Ich war es gewohnt, die Wochenenden mit der Familie zu verbringen, das war bei Auswärtsspielen nicht möglich. Auch nach Spielen in Hamburg konnte ich nicht einfach heim zu ihnen nach Lomitz, ich durfte noch kein Auto fahren, die Verbindung war katastrophal. Zu Mitschülern hatte ich kaum Kontakt. In der 11. Klasse ist das ein schwieriges Alter, Expertenrunde: Stefan Kuntz, Prince Boateng, Almuth Schult und ARD-Moderator Alexander Bommes (v.l.) überzeugten bei der EM 23

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