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immomag September 2020

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BAUEN MIT HOLZ Umgeben

BAUEN MIT HOLZ Umgeben von Bäumen Foto: LéonWood Blockhaus GmbH Ein eigenes Haus ist toll, ein eigenes Holzhaus noch besser. Ein Blockhaus aber ist die vielleicht „echteste“ Art, sich ein langlebiges und wohngesundes Zuhause zu schaffen. Häuser aus Holz begleiten den Europäer schon sehr lange. Kein Wunder: Der Kontinent war über und über mit dichten Wäldern bedeckt, man musste sich an diesem Geschenk der Natur nur bedienen. In unseren Breiten schichteten Menschen nachweislich schon vor knapp fünf Jahrtausenden Baumstämme übereinander und bauten sich so die ersten Behausungen, die den Namen „Holzhaus“ auch verdienten. Viel später dann entwickelten unsere Vorfahren viel Geschick bei der Kombination des Naturbaustoffes Holz mit anderen Materialien wie Lehm, Schilfrohr, Schiefer oder gebranntem Ton. Das beste Beispiel hierfür: die für Mitteleuropa so prägende Fachwerk-Architektur, bei der ausgesteifte Holzskelette mit Lehm und Rutengeflecht beziehungsweise mit Ziegelmauerwerk ergänzt werden. Zwischenzeitlich - die Städte wuchsen und strebten immer mehr nach oben, was andere Bauformen auf den Plan rief - gerieten die Vorteile von Holzhäusern ein wenig in Vergessenheit. Heute aber ist das Haus aus Bäumen wieder voll da. Die Zahl der Baugenehmigungen für überwiegend aus dem Baustoff Holz errichtete Häuser beweist das eindrücklich. Wie der Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes vermeldet, wurden im Jahr 2019 immerhin 18,7 Prozent aller Wohnbau-Neubauten im Land in Holzbauweise ausgeführt. Besonders der Süden liebt Holzhäuser Interessant sind hierbei die regionalen Unterschiede, denn in Deutschland gibt es offenbar so etwas wie einen „Holzhaus-Äquator“. In Niedersachsen wurden im vergangenen Jahr nur 10,2 Prozent der neuen Wohnhäuser aus (hauptsächlich) Holz errichtet, in Sachsen-Anhalt waren es 11,4, Prozent, in Nordrhein-Westfalen 12 Prozent. Der Süden tickt anders: Der Freistaat Bayern vermeldet 23,2 Prozent Baugenehmigungen für Wohnhäuser in Holzbauweise, in Rheinland-Pfalz sind es schon 24 Prozent, und absoluter Spitzenreiter ist das Land Baden-Württemberg, wo 32 von 100 Wohnbauten aus dem Werkstoff errichtet wurden. Die deutschen Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen erweisen sich mit Zahlen von jeweils unter zehn Prozent als „Holzhausmuffel“. Das ist schlicht der Tatsache geschuldet, dass die Holzbauweise bei Mehrfamilienhäusern in Deuschland noch selten anzutreffen ist. Einfamilienhäuser - egal, ob aus Holz oder anderen Baustoffen - werden nun mal viel eher außerhalb der Großstädte errichtet, wo die Preise für Bauland für den durchschnittlichen privaten Bauherren meist unerschwinglich geworden sind. Die Liste der Argumente „pro Holzhaus“ ist lang. Hier seien nur einige der Vorteile genannt: – Holzhäuser sind schnell errichtet. Zeit ist Geld, und weniger Zeitaufwand bedeutet für den Bauherrn vor allem eins: Kostenersparnis. – Gebäude aus Holz sind vergleichsweise leicht und benötigen keine hohe Tragfähigkeit des Baugrunds. Ein großer Vorteil bei schwierigen Bodenverhältnissen. – Der Baustoff Holz hat im Verhältnis zu seinem Volumen sehr gute Isoliereigenschaften. Bei intelligenter Verarbeitung können beim Bau eines Holzhauses sogar die Voraussetzungen für eine staatliche Förderung erfüllt werden. – Holz in der Wohnumgebung ist für Allergiker und Asthmatiker gesundheitsfördernd. Holz nimmt je nach Saison Feuchtigkeit aus der Raumluft oder gibt sie wieder ab: eine Art biologische Klimaanlage. Dieses „Atmen“ des Hauses verhindert auch die Bildung von Schimmel. – Fachgerecht errichtete Holzhäuser haben einen guten Wiederverkaufswert. 26 www.sz-immo.de | September 2020

BAUEN MIT HOLZ Das wohl wichtigste Argument für ein „Haus aus Bäumen“ aber ist: Holz ist ein nachhaltiges Baumaterial. Bäume sind Pflanzen, und Pflanzen wachsen nach. Im besten Fall stammt das Bauholz aus regionaler Forstwirtschaft und ist durch kurze Transportwege deshalb zusätzlich umweltschonend. Schlussendlich ist es auch die die Optik, die viele zukünftige Hausbesitzer zu überzeugen vermag: Ein Haus aus Holz ist etwas „Echtes“ und vermittelt immer ein Gefühl von Natürlichkeit, Zeitlosigkeit und Gemütlichkeit. Holzhaus ist aber nicht gleich Holzhaus. Zu welchem Anteil ein Gebäude aus Holz besteht, in welcher Art und Weise seine tragende Struktur gefertigt ist, ob das Baumaterial vorwiegend „wie gewachsen“ verarbeitet wird oder ob zum Beispiel die Wände des Hauses aus verpresstem Restholz bestehen: All das entscheidet über die Kategorie, der das Haus zuzuordnen ist. Preis, Bauzeit und Ästethik hängen immer von der jeweiligen Bauart ab. Jede hat ihre Vorteile, jede hat ihre Nachteile. Ökologisch intelligenter und „wohngesünder“ als andere Haustypen sind Holzhäuser aber fast immer. Das Blockhaus war das Ur-Holzhaus Eines zumindest steht: Das ursprünglichste Holzhaus ist und bleibt das Blockhaus. Dessen Grundprinzip ist seit fast 5.000 Jahre unverändert. Man nehme möglichst gerade gewachsene Baumstämme beziehungsweise entsprechend zugeschnittene runde oder eckige Balken und schichte sie übereinander. Halt bekommt die Wand dadurch, dass die Stämme dort, wo sie einen rechten Winkel und somit eine der (meist) vier Ecken des Hauses bilden, sauber ineinander greifen. Wie diese Eckverbindungen im Detail ausgeführt sind, war und ist von Region zu Region höchst unterschiedlich. Sicher dürfte aber sein, dass dieses geschickte Zusammenfügen von Stämmen oder Balken zu einem Haus die erste wirkliche Zimmermannstätigkeit war. Zwar kann, wer will, sich auch heute noch ein Blockhaus aus unbehauenen Stämme bauen lassen - den meisten aber dürfte das inzwischen zu rustikal sein. Ein Blockhaus muss heute keine „Blockhütte“ mehr sein. Auf Holzbauweise spezialisierte Hersteller haben die Bearbeitung des Holzes und die Montagetechnik längst so perfektioniert, dass es heute sogar möglich ist, sich ein Blockhaus zu bauen, das nur der Fachmann als solches identifizieren könnte. Auf dieses „Verschleiern“ des Konstruktionsprinzips greifen die meisten Blockhausbesitzer aber nicht zurück - sie wollen jeden Tag sehen, worin sie da wohnen. Und das ist eben ein Haus, das schon von Weitem Gemütlichkeit, Naturnähe und bodenständige Solidität ausstrahlt. Im Innenraum eines Blockhauses kann „zuviel Baumstamm“ auf Dauer etwas düster wirken. Das aber ist kein Problem, denn die Raumgestaltung kann durch Gipskartonverkleidungen maximal flexibel gestaltet werden. Bohrlöcher lassen sich sich so anbringen und entfernen wie in jedem anderen Haus auch, man bekommt einen streichfähigen Untergrund und auch der Brandschutz wird verbessert. Zwischen dem Gipskarton und dem Holz der Wände entsteht so auch Raum für zusätzliches Dämmmaterial, das die ohnehin schon gute Isolierwirkung der massiven Holzwand noch verstärkt. Auch das Verlegen von Leitungen im Blockhaus und das Anbringen von Steckdosen werden durch Gipskartonverkleidungen immens erleichtert. Wohnen in etwas wirklich Lebendigem Eine wichtige Frage, die sich zukünftige Blockhausbesitzer stellen sollten, ist die nach dem Material für ihr neues Zuhause. Denn Holz ist nicht gleich Holz. Blockbauten können aus heimischem Fichten- oder Kiefernholz errichtet werden, aber eben auch aus sehr viel hochwertigerem Lärchen- oder Zedernholz, das beispielsweise aus Russland oder Kanada stammt. Wo die Stämme gewachsen sind und Haus Adria CO2 senkende Holzbauwerke Foto: LéonWood Blockhaus GmbH welche Baumart Verwendung findet, hat natürlich Auswirkungen auf den Preis sowie auf die Lebensdauer des Hauses. Grundsätzlich gilt: Obwohl das Konstruktionsprinzip des Blockhauses grundsätzlich einfach und altbewährt ist, gibt es auch hier - wie bei jedem anderen Eigenheim auch - vor dem Bau viele Details zu klären. Eingehende Beratung bei einem Holzbau-Fachbetrieb oder einem erfahrenen Hersteller von Häusern in Blockbauweise ist also angebracht. Belohnt werden Blockhausbewohner in jedem Fall mit einem Zuhause, das der Gesundheit ebenso gut tut wie der Umwelt - und das zeitlose Ästhetik mit dem unschlagbaren Gefühl verbindet, in etwas wirklich Lebendigem zu wohnen. Weiterfüherende Informationen Thema gibt es unter anderem auf www.blockhaus-bauen.info und www.blockhauslexikon.de ZENTRALE DEUTSCHLAND LéonWood ® Holz-Blockhaus GmbH Mauster Dorfstraße 78 ·03185 Teichland OT Maust Telefon: +49 3560188888 ·www.leonwood.de CO senkende Bauweise GRATIS-APP GRATIS AKTUELL & INFORMATIV PROSPEK TE gratis anfordern www.leonwood.de www.sz-immo.de | September 2020 27

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