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immomag September 2020

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IMMOBILIEN-NEWS Streit

IMMOBILIEN-NEWS Streit ums neue Baugesetz Bauland ist vielerorts knapp und teuer. Soll man den Wohnungsbau am Ortsrand erleichtern? Baubranche und Umweltschützer sind sich nicht einig. Corona-Krise hin oder her: Die Nachfrage nach Wohnraum ist gewaltig in Deutschland. Doch es fehlt an Bauland, die Bodenpreise sind hoch. Vorschläge, wie mehr Fläche zu gewinnen wäre, machte vor einem verlängern. Genau das hat das zuständige Innenministerium nun vor. Jahr die Bauland-Kommission der Bundesregierung. Eine Idee: die Erleichterungen zum Bauen am Ortsrand Umweltschützer wollen das verhindern. Zwei Ziele der Politik prallen aufeinander: Wohnraum schaffen und den Flächenverbrauch senken. Massive Markenhäuser Deutsche Markenqualität | Individuelle Hausplanung Stadtvilla Hohen Neuendorf • Wohnfläche 139 m² • E55 Standard • Elektroplus Ausstattung • TÜV Nord Zertifikat Grundstücksauswahl • Radebeul, 500 m² • Coswig, 650 m² • Pirna, 590 m² • Dresden-Weixdorf, 350 m² ab 213.990,- €* [(inkl. Erdarbeiten, Bodenplatte, Bauantragsstellung; bezugsfertig (ohne Maler/Bodenbelag)] *zzgl. Hausanschluss- und Baunebenkosten, Grdst., Außenanlagen Jetzt Termin vereinbaren: ( 0351 - 31 23 820 • Smart Home • Fliesenwert 55,- €/m² • Massiv - Stein auf Stein • u.v.m. Foto: pixabay.com/OpenClipart FIBAV Immobilien GmbH Büro Dresden | Burgsdorffstraße 2 | 01129 Dresden | gsdd@fibav.de Büro Riesa | Parkstraße 2 | 01589 Riesa | gsrie@fibav.de ( 0351 - 31 23 820 (auch Sa./So.) | www.fibav-dresden.de • Radeberg, 630 m² • Radeburg, 490 m² • Freital, 680 m² • Kesselsdorf, 450 m² Abb. zeigt Variante Worum geht es? Ende vergangenen Jahres lief eine Regelung im Baugesetzbuch aus, die den Wohnungsbau auf bis zu 10.000 Quadratmeter großen Flächen erleichtert, „die sich an im Zusammenhang bebaute Ortsteile anschließen“. Sprich: am Ortsrand. In einem Verfahren nach diesem Paragrafen 13b ist keine Umweltprüfung notwendig. Es muss auch keinen Ausgleich für den Naturschutz geben. Das soll helfen, neuen Wohnraum zu schaffen. Aktuell kann die Regelung aber nur noch für Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans genutzt werden, die schon vergangenes Jahr förmlich eingeleitet wurden. Das Innenministerium will die Regelung nun bis Ende 2022 verlängern. Ziel des 2017 eingeführten Paragrafen sei die „Erleichterung des Wohnungsbaus“ gewesen. „Die Verfolgung dieses Anliegens ist angesichts des in vielen Regionen Deutschlands bestehenden Wohnraummangels weiterhin geboten“, heißt es dazu aus dem Ministerium. „Ungesteuerte Entwicklung“ sei nicht zu erwarten Zuspruch kommt aus der Branche: „Wir brauchen Planungsund Baubeschleunigung, um zügig mehr Wohnraum zu schaffen“, sagt der Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), Andreas Mattner. „§13b BauGB ist dafür ein guter Hebel.“ Er will sogar eine Verlängerung bis 2032. „Auch wir wollen natürlich Flächenfraß vermeiden und begrenzen. Daher ist Nachverdichtung und die Nutzung von Brachflächen wichtig.“ Der Verband arbeitet an einem Konzept. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund hofft, dass der Paragraf in die Verlängerung geht. „Diese Norm hat sich bei Städten und Gemeinden, insbesondere zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums, bewährt. Eine Verlängerung der Regelung würde den ‚kommunalen Instrumentenkasten‘ zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Städten und Gemeinden sinnvoll erweitern.“ Eine „ausufernde oder gar ungesteuerte Entwicklung“ im Außenbereich von Ortschaften sei nach den Erfahrungen nicht zu erwarten - Vorgaben gäbe es ja weiterhin. Umweltschützer fürchten weitere Zersiedlung Das sehen Naturschützer wie Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, komplett anders. Wertvolle Instrumente des Umwelt- und Naturschutzes würden so ausgehebelt, die Zersiedlung der Landschaft vorangetrieben, sagte sie der dpa. Das Baugesetzbuch habe auch zum Ziel, mit Grund und Boden sparsam umzugehen. Hinzu komme das 30-Hektar-Ziel der Bundesregierung: Eigentlich sollen netto nur noch 30 Hektar pro Tag zugebaut werden - tatsächlich sind es 56 Hektar, so viel wie 78 Fußballfelder. Nach 13b werde vor allem am Rand kleinerer Kommunen im ländlichen Raum gebaut, sagte Jessel. „Wiesen, Hecken und Gehölz- 10 www.sz-immo.de | September 2020

IMMOBILIEN-NEWS gruppen - für den Naturschutz wertvolle Lebensräume - werden dort ersatzlos überbaut.“ Das gehe auch auf Kosten der Lebensqualität. Dazu komme, dass der Paragraf keinen „echten Beitrag“ zu wohnungspolitischen Zielen leiste: Es würden überwiegend Einfamilienhäuser realisiert, nur selten Mehrfamilienhäuser. „Notwendig wäre es, dort Wohnungsbau zu begünstigen, wo bezahlbarer Wohnraum am stärksten benötigt wird: in wachsenden Städten und Ballungsräumen.“ Das Umweltbundesamt nahm sich für eine kürzlich veröffentlichte Studie 250 Fälle aus 242 Gemeinden vor. Ergebnis: Der umstrittene Paragraf wird „vor allem von kleineren, vielfach ländlich geprägten Gemeinden genutzt“ - für Bauvorhaben „in kleinem Maßstab“ mit Wucher bei Wespennest-Entfernung Verbraucherschützer warnen vor Abzocke, wenn man für das Entfernen einen Notdienst ruft. So erkennt man fragwürdige Anbieter: „geringer Dichte“, die Freiflächen „in besonderem Maße“ verstärkten. Das Ziel, „substanziell neues Wohnbauland zur Minderung der bestehenden Wohnungsnot in wachsenden Kommunen mit angespannten Wohnungsmärkten zu schaffen“, werde nicht erreicht. Sprich: viel Flächenverbrauch, aber wenig Linderung der Wohnungsnot. (Martina Herzog und Teresa Dapp, dpa-tmn) Wespen können einem im Moment das Essen und Trinken im Garten oder Straßencafé zur Qual machen. So richtig nervig können die gelb-schwarzen Quälgeister werden, wenn sie unter dem Hausdach oder dem Rolladenkasten ihr Nest haben. Viele Bewohner wollen das entfernen lassen. Verbraucherschützer warnen hier aber vor Abzockern. Dann kann das Entfernen des Nestes sehr teuer werden. Matthias Bauer von der Verbraucherzentrale erklärt, dass man im Internet zwar viele Schädlingsbekämpfer finde: „Aber die ersten fünf, die bei der Google-Suche oben gelistet sind, sind meistens unseriös. Die haben sich nach oben gekauft.“ In den meisten Fällen seien das Call-Center, die die Anrufe an „fliegende Monteure weiterreichen, die dann tatsächlich vor Ort auftauchen“, erklärt der Verbraucherschützer. So erkennt man unseriöse Dienstleister Unseriöse Anbieter erkannt man laut Bauer daran, dass sie nicht genau informieren, mit welchen Chemikalien sie arbeiten. „Zweiter Hinweis: Sie halten sich bei Preisen bedeckt.“ Kommt es zur Abrechnung, kann es teuer werden. Die Preise liegen üblicherweise zwischen 80 und 150 Euro. Bei Abzockern sind sie jedoch um ein Vielfaches höher. Deshalb sollte man mit dem Anbieter einen Dienstleistungsvertrag abschließen. Von dem kann man übrigens auch noch zurücktreten, wenn der Schädlingsbekämpfer schon vor Ort ist. „Wenn der Monteur vor Ort sagt: ‚Das kostet Sie mindestens 800 Euro.‘, können Sie sagen: ‚Da kommen wir nicht ins Geschäft, bitte gehen Sie.‘“ Ist das Geld jedoch einmal gezahlt, kann man es nicht mehr zurück verlangen. Genau informieren hilft gegen Betrüger Der Tipp des Verbraucherschützers: Einen Blick ins Impressum des jeweiligen Schädlingsbekämpfers werfen. Der Anbieter sollte mindestens in der eigenen Stadt sein Geschäft haben. Gibt es erst gar kein Impressum, sollte man diesen Anbieter gar nicht kontaktieren. Bauer: „Das ist zu 100 Prozent unseriös.“ Wespen darf man ohne triftigen Grund übrigens nicht umsiedeln oder töten. So steht es im Bundesnaturschutzgesetz. Hornissen sind noch stärker geschützt. Wer ein Wespennest ohne Einschätzung eines Fachmanns entfernt, riskiert eine Geldbuße von mehreren Tausend Euro. (dpa/tmn) Weiterbildungsangebote für die Immobilienwirtschaft Vorbereitungslehrgang auf die IHK-Prüfung Geprüfter Immobilienfachwirt m/w/d 13.11.2020 - 16.09.2022 | berufsbegleitend Praktische Grundlagen der Immobilienverwaltung (IHK) - Einsteigerkurs | 08.09.2020 - 09.03.2021 Nachweis gemäß §34c GewO Weiterbildung für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter (20 Stunden) Online Seminare zu aktuellen Themen, z.B. Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft, Internet-Exposé und Online-Marketing für Immobilien, Erfolgreiche Wohnungsabnahme, u.v.m. Alle Angebote online unter www.bildungszentrum-dresden.de Foto: pixabay.com/Nature-Pix www.sz-immo.de | September 2020 11

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