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immomag Oktober 2020

WOHNEN Küchen, die

WOHNEN Küchen, die passen! Badmöbel und mehr … So wird die Küche fit für später Was, wenn irgendwann das Kochen schwerer fällt? Wie lässt sich eine Küche seniorengerecht umbauen, und wer bezahlt dafür? Bücken, langes Stehen oder Hantieren über dem Kopf: Für Senioren mit Gelenkbeschwerden ist manches davon sehr schwierig. Deshalb kann es spätestens im Alter sinnvoll sein, die Küche so umzubauen, dass sie zum eingeschränkten Bewegungsrepertoire passt. Das fängt schon damit an, dass man Hindernisse aus dem Weg räumt. Ideal ist für Ältere auch eine Arbeitsfläche, die bereits auf die Sitzhöhe angepasst ist. Bei Spüle und Arbeitsplatten beispielsweise lassen sich zudem die Unterschränke entfernen – so hat darunter ein Rollstuhl Platz. Wer seine Kochgelegenheit um- oder neu baut, hat daher alle Möglichkeiten: Statt Rollator lassen sich etwa Stehhilfen einbauen. Elektrisch höhenverstellbare Arbeitsflächen oder Küchentische erleichtern das Leben. Kleine Podeste und Scharniersysteme Wer keine Gläser oder Teller mehr aus dem obersten Fach des Hängeschranks angeln will, montiert den Schrank entweder tiefer oder füllt nur das untere Fach mit dem Nötigsten. Bei tiefen Schränken sind den Experten zufolge kleine Podeste möglich, die wie eine Leiter beim Aufstieg helfen. Gut für Senioren geeignet sind auch Scharniersysteme, die sich aus Hängeschränken herunterziehen lassen. Offene Wohnküchen sind im Alter besser Experten empfehlen, ergonomisch und kräfteschonend zu arbeiten sowie möglichst kurze Wege zu schaffen. Offene Wohnküchen, wie sie heutzutage zunehmend verbaut sind, können da ein Vorteil sein. Generell gilt beim Thema Geld: Die Pflegekasse steuert bis zu 4.000 Euro für Umbaumaßnahmen bei, wenn man einen Pflegegrad nachweisen kann. Die KfW-Bank bietet zinsgünstige Kredite. Mieter aber sollten auf jeden Fall ihren Vermieter hinzuziehen. Er muss einem Umbau zustimmen. Wer sich für eine Umbaumaßnahme oder eine komplett neue, altersgerechte Küche entscheidet, sollte sich unbedingt vorab beraten lassen und die professionelle Hilfe eines Architekten in Anspruch nehmen. Seniorenberatungen sind ebenfalls geeignete Ansprechpartner. (dpa/tmn) Löbtauer Straße 67 01159 Dresden Tel. 0351/49629 61 Öffnungszeiten Mo–Fr10–17 Uhr Sa. nach Vereinbarung info@kuechen-maus.de Straßenbahn:Linie 6·Haltestelle Wernerstr. www.kuechen-maus.de Sicht und Orientierung spielen in der seniorengerechten Küche ebenfalls eine große Rolle. Arbeitsflächen in der Küche müssen gut ausgeleuchtet sein. Bedienelemente sollten möglichst kontrastreich, Zahlen eindeutig und groß sein. Die ideale Kochfeldform für Senioren sind Herdplatten nebeneinander. Das verringert die Verbrennungsgefahr. Küchengeräte, die optisch und akustisch zugleich vor Gefahren warnen, sind gleichfalls eine gute Idee. Mit einem sogenannten Herdwächter, einem kleinen Sensor, der über dem Herd angebracht wird, lässt sich das Prinzip auch in bestehende Küchen integrieren. Foto: stock.adobe.com/imtmphoto 30 www.sz-immo.de | Oktober 2020

GARTEN Lebendige Gärten – keine Steinwüsten Kräuterbeet, Kinderparadies, Heimat für Insekten und Vögel: Eine karge Schotterfläche kann all das niemals sein. Sattes Grün mit leuchtendem Blau, Rot und Gelb – ein liebevoll gestalteter Garten erfreut nicht nur das Auge, sondern spricht alle Sinne an. Jeden Tag kann hier die Seele frische Energie tanken. Starke Farben von etwa Lavendel, Sonnenblumen oder Rhododendron sind echte Hingucker, die gute Laune machen. Ton-in-Ton-Kombinationen zum Beispiel von roter Garten-Montbretie und dunklerem Blut-Salbei wirken eher beruhigend. Duftende Kräuter wie Rosmarin, Minze oder Thymian entfalten ihr angenehm würziges Aroma und geben ganz nebenbei selbst gezauberten Gerichten den aromatischen Frischekick. Selbst Schottergärten brauchen Pflege Gut für den Menschen und gut für die Umwelt – all das spricht für lebendige Gärten und gegen monotone Steinwüsten. Wenig Arbeit, wenig Laub, dafür viele Klinker oder Kiesel – aus rein praktischen Gründen zieht so mancher Eigenheim-Besitzer graue Steine oder Schotter frischem Grün vor. Doch jedem, der seine Fläche rund ums Haus plant, sei die große Bedeutung von Beeten und Bäumen ans Herz gelegt. Auch kleine Vorgärten und Grünflächen spielen eine große Rolle für das Klima einer Stadt. Sie liefern saubere Luft und fördern die Artenvielfalt. Auch ein grüner Garten muss nicht zwangsläufig viel Arbeit machen. Wer auf heimische Pflanzen setzt und sich bei der Planung von Experten beraten lässt, findet sicher für sich die optimale und trotzdem naturnahe Lösung. Foto: pixabay.com/akz-o Nicht zuletzt sind artenreich gestaltete Gärten mit Blumenwiesen, Trockenmauern, Hecken und Insektenhotel wichtig für die Tierwelt. Heimische Pflanzen dienen Bienen, Schmetterlingen und Vögeln als Lebensraum und Nahrungsquelle. Ob Kinderparadies oder Duftgarten, Natur- oder Rosengarten – die richtigen Pflanzen und professionelle Beratung zur Gestaltung erhalten Interessierte in ihrer Baumschule vor Ort. Übrigens – auch auf Stein setzt sich Moos ab und in Fugen siedeln sich Gräser und Pflanzen an. Ohne Handarbeit geht’s auch hier nicht. Ein trostloser Schottergarten braucht fast genauso viel Pflege wie ein klug geplanter und die Sinne ansprechender Grün-Garten. Deshalb lieber ein Ja zum Garten mit Zwitschern, Summen und Blätter-Rauschen und ein Nein zum trostlosen Grau der Steinwüsten. (akz-o) www.sz-immo.de | Oktober 2020 31

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

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