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immomag November 2020

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IMMOBILIEN-NEWS Lange

IMMOBILIEN-NEWS Lange mieten lohnt sich Foto: www.istockphoto.com © ArTo Die Mieten in Deutschland steigen ständig, und sie steigen stark? Das kann man so nicht generalisieren. Und: Konstanz hilft Geld sparen. Wohnen ist ein in Deutschland ein heiß diskutiertes Thema. Die Berichterstattung über den Berliner Mietendeckel oder die Mietpreisbremse sowie die unbestreitbare Tatsache, dass das Wohnen zur Miete in den letzten Jahren fast überall teurer geworden ist, tragen zuverlässig dazu bei, dass das Thema nicht aus den Schlagzeilen gerät. Dazu kommt, dass die Mietpreise in den Städten auch für Politiker stets willkommener Stoff für Statements und Reden sind. Kein Wunder, in einem Land der Mieter fühlen sich naturgemäß viele angesprochen, wenn es darum geht, wer wo wieviel für seine vier Wände zahlt. Dem Staatistischen Bundesamt zufolge gab es im Jahr 2019 im Land rund 41,5 Millionen Privathaushalte. Rund 58 Prozent der Menschen, die in einem solchen Haushalt lebten, wohnten dort zur Miete. Bei allein lebenden Menschen beträgt die Mieterquote in der Bundesrepublik aktuell sogar mehr als 70 Prozent. Diese Zahlen sind im europaweiten Vergleich sehr hoch: Der Statistikbehörde Eurostat zufolge leben derzeit 70 Prozent Bürgerinnen und Bürgern der EU in selbstgenutztem Wohneigentum. In einem Land der Mieter ist die Frage nach der nächsten Mieterhöhung naturgemäß immer ein Thema. Einer aktuellen Umfrage zufolge gibt es aber eine Tugend, mit der Mieter sich zumindest etwas Beruhigung verschaffen können: Stetigkeit. Denn je länger Mieterinnen und Mieter in ihren Wohnungen bleiben, desto geringer ist der Anstieg der Miete. Das hat eine Mitgliederbefragung des Eigentümerverbands Haus & Grund ergeben. Der 1911 gegründet Verein vertritt vor allem private Kleinvermieter – nach Angaben des Verbandes werden zwei Drittel aller Mietwohnungen in der Bundesrepublik von solchen Vermietern angeboten. Haus & Grund zufolge wohnen die Mieter der privaten Eigentümer durchschnittlich seit 8,9 Jahren in ihren Wohnungen. Den befragten Vermietern zufolge zahlen Mieter in den ersten fünf Jahren nach Einzug durchschnittlich 6,3 Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete. In den folgenden fünf Jahren liege sie aber im Schnitt ein Prozent darunter, nach dem zehnten Jahr in der Wohnung sind es durchschnittlich sogar 4,2 Prozent weniger. „Ja, auch die privaten Vermieter erhöhen die Mieten", bemerkt Verbandspräsident Kai Warnecke hierzu. „Aber sie tun dies nach wie vor sehr verantwortungsvoll.“ Im Vorjahresvergleich hat sich das Verhältnis jedoch etwas zulasten der Mieter verschlechtert – hier fordert offenbar der aktuell sehr dynamische deutsche Markt seinen Tribut. Erwähnenswert ist in jedem Fall, dass mehr als jeder fünfte der befragten privaten Vermieter (21,3 Prozent) Mieterhöhungen ausschließlich bei einem Mieterwechsel vornimmt. Das gelegentlich bemühte Bild vom „Miethai“, der zu jeder sich bietenden Gelegenheit an der Kostenschraube dreht, trifft auf die Mehrheit der von Haus & Grund vertretenen Vermieter offenbar nicht zu. (sz-immo) Der Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen lag 2018 in einem durchschnittlichen deutschen Privathaushalt bei 26,1 Prozent. „Wohnkosten“ sind alle Ausgaben für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung. Die Quote der „Überbelastung durch Wohnkosten“ belief sich im selben Jahr auf 14,2 Prozent. Diese Quote entspricht dem in privaten Haushalten lebenden prozentualen Anteil der Bevölkerung, bei dem die Wohnkosten insgesamt (abzüglich Wohnungsbeihilfen) sich auf mehr als 40 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens belaufen. In dichtbesiedelten Gebieten Deutschlands waren 2018 sogar etwa 17,6 Prozent der privaten Haushalte durch ihre Wohnkosten überbelastet. (Quelle: Statistisches Bundesamt) 20 www.sz-immo.de | November 2020

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