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immomag März 2020

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WOHNEN Ersatzfilter für

WOHNEN Ersatzfilter für Luftreiniger sind oft teuer Die Hersteller von Luftreinigern versprechen, dass ihre Geräte die Raumluft verbessern. Die Stiftung Warentest hat mehrere Geräte untersucht. Die Ergebnisse fallen unterschiedlich aus. So mancher Allergiker setzt große Hoffnungen in diese Geräte: Luftreiniger sollen Partikel wie Feinstaub aus der Raumluft filtern. Die Stiftung Warentest hat sieben Geräte getestet, zu Preisen zwischen 249 und 425 Euro. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „test“(Ausgabe 03/2020) untersuchen die Experten die Luftreiniger für drei Szenarien: Was bringen sie bei Pollen, Zigarettenrauch und Lösemitteln wie etwa Formaldehyd – also chemische Verbindungen aus Lacken, Klebstoffen und Möbeln? Foto: www.istockphoto.com © ByoungJoo ter Zigaretten aus der Luft zu filtern, fehlte es vielen Geräten nach einiger Zeit an Ausdauer – nach 100 Zigaretten ließ die Leistung zum Teil deutlich nach. Fällt die Leistung deutlich ab, kann dies bedeuten, dass die Geräte häufig einen Ersatzfilter brauchen. Diese kosten laut Warentestern je nach Anbieter rund 40 bis 140 Euro. Je nach Modell sollte man die Filter alle sechs Monate bis drei Jahre wechseln – ein teurer Spaß. Nur zwei Geräte mit guter Gesamtbewertung Die Ergebnisse fallen unterschiedlich aus. Bei der Gesamtbewertung bekamen zwei Geräte die Note „Gut“. Drei Geräte schnitten befriedigend ab und zwei nur ausreichend. Beim Thema Blütenpollen schnitten immerhin sechs von sieben Geräte mit „Gut“ ab: Aus einem 16 Quadratmeter großen Raum verschwanden mindestens 90 Prozent der Pollen innerhalb von zehn Minuten. Leistungsabfall schon nach 100 Zigaretten Gegen Formaldehyd sollen die Aktivkohlefilter in den Geräten helfen. Doch mehrere Luftreiniger schnitten hier mangelhaft ab. Beim Versuch, den Rauch genorm- Verbraucher sollten sich nicht von Quadratmeterangaben auf der Packung in die Irre führen lassen. Diese seien wenig aussagekräftig, warnen die Experten. Ein besserer Richtwert sind Angaben zum Volumen. (dpa-tmn) 28 www.sz-immo.de | März 2020

WOHNEN „Hauptsache, sitzen. An allen Orten, zu allen Zeiten. Der moderne Mensch lebt auf Stühlen. Nicht auf Bäumen. Darin liegt der große Fortschritt der Menschheit.“ So formulierte der Philosoph und Autor Hajo Eickhoff einmal seinen Blick auf die Menschen der Gegenwart. Und recht hat er: Allen Warnungen der Kategorie „Sitzen ist das neue Rauchen“ zum Trotz verbringen wir einen großen Teil unserer Existenz in dieser für uns so bequemen Position. Einer Erhebung der Krankenkasse DKV aus dem Jahr 2018 zufolge verbringt der durchschnittliche Deutsche täglich 7,5 Stunden im Sitzen – am Schreibtisch, in der Kantine, zu Hause, im Auto, in Verkehrsmitteln, in Restaurants und Bars, in Wartezimmern. Noch einmal Hajo Eickhoff: „Sitzen ist die Leidenschaft des modernen Menschen und seine Aufgabe. Er arbeitet und isst sitzend, er amüsiert und streitet sich, er organisiert und ordnet sein Leben im Sitzen. Der Mensch ist ein Stuhlwesen geworden.“ Und er wird es bleiben – vor allem deshalb, weil die Zahl der Beschäftigungen, bei denen wir fast immer sitzen, nicht weniger wird. Fernsehen schauen, Laptop, Tablet, Smartphone oder Spielkonsole benutzen, Musik und Podcasts hören: All das tun wir eher nicht im Stehen, Knien oder Liegen. Deshalb ist es für unser Wohlbefinden wichtig, das Wie und das Wo des Sitzens kritisch zu betrachten. Die richtige Haltung ist dabei von zentraler Bedeutung. Die Techniker Krankenkasse gibt auf ihrer Website folgende Tipps für eine gesunde Sitzposition: 1. Sitzen Sie aufrecht mit nach vorn gekipptem Becken und leicht abfallenden Oberschenkeln. 2. Die Oberschenkel bilden einen offenen Winkel von 45 bis 60 Grad. 3. Der Schultergürtel ruht ohne Anspannung auf dem Brustkorb. 4. Heben Sie Ihr Brustbein nach vorn und oben an. 5. Strecken Sie den Hinterkopf nach hinten oben, so dass die Halswirbelsäule gestreckt wird. Ganz wichtig: In dieser rundum korrekten Position zu verharren, ist genauso falsch wie falsches Sitzen. Zwischendurch sollte man immer wie- Es sitzt der Mensch, solang er lebt Zu wohnen und zu arbeiten bedeutet heutzutage vor allem eines: zu sitzen. Wer einige einfache Regeln beachtet, tut es auf gesunde Art und Weise. Foto: StartupStockPhotos/pixabay der mal „lümmeln“, sich strecken und auch mal aufstehen, selbst wenn man es nicht müsste. Ebenso wichtig wie die Sitzposition ist die Art und Beschaffenheit des Sitzmöbels. Wer denkt, er müsse viel Geld für den ergonomisch perfekten Stuhl ausgeben, der irrt. Es sind vielmehr recht einfache Kriterien, die gutes Sitzen ermöglichen. Durchgesessene Polster sind auf Dauer ebenso gesundheitsschädlich wie zu harte, zu kleine oder zu geneigte Sitzflächen. Man sollte einfach seinem Gefühl vertrauen. Wenn mich das Möbel in eine Zwangsposition bringt und sich das Sitzen schon nach wenigen Minuten unangenehm anfühlt, dann hat der Körper ein eindeutiges Urteil gesprochen. Gut für den Rücken sind insbesondere bei der Arbeit Stühle, die eine aufrechte Sitzposition fördern und die eine den unteren Rücken stützende Wölbung haben. Tipp für den heimischen Esstisch: Kaufen Sie eine Sitzbank. Diese zwingt uns viel eher zum ständigen Wechseln der Sitzposition. Abgesehen von Art und Ausführung der Sitzgelegenheiten sind noch weitere Faktoren wichtig. Erstens: Sind Arbeits- oder Esstisch zu hoch oder niedrig, verpuffen die Effekte der besten Sitzgelegenheit. Zweitens: Es wird noch zu wenig an den Raum um die Möbel herum gedacht. Viele Wohnungen sind förmlich zugestellt. Konsequenz: Das Wohnumfeld bietet kaum Anreize zum Aufstehen und Herumlaufen. „Weniger ist mehr“ und „simplify your life“ liegen ohnehin im Trend – und wenn man diese Grundsätze auch auf seine Wohnlandschaft anwendet, tut man sogar ganz direkt seinem Haltungsapparat etwas Gutes. (sz-immo) www.sz-immo.de | März 2020 29

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