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Immomag Juni 2020

GARTEN Eine klug

GARTEN Eine klug angelegte Staudenpflanzung sieht das ganze Jahr über schön aus – außerdem erfordern die Pflanzen kaum Arbeit. Foto: pixabay.com/Maryam62 So erhält der Garten nicht nur eine verwunschene und natürliche Optik. „Lässt man den Rasen höher stehen und verwildern, setzt man vielleicht noch einen Obstbaum hinein, tut man auch der Natur etwas Gutes“, sagt Beier. So bietet schon ein kleines Stück Wiese Insekten Unterschlupf und Nahrung. Wenig Zeit und trotzdem ein schöner Garten Das Aufwendigste im Garten: Rasenmähen und Beet-Pflege. Kann darauf zumindest teilweise verzichtet werden? Ein Garten kann ein Hobby sein. Aber dafür muss man erst mal Zeit finden. Doch es ist möglich ohne viel Aufwand und intensives Schnippeln und Graben ein sattgrünes, dicht bewachsenes und gepflegtes Grundstück zu haben. Drei Tipps: Profi-Tipp Nummer 1: Beete dicht mit Stauden bepflanzen Kleine Gehölze, Rosen und vor allem unkomplizierte Stauden sind der Ratschlag von Isabelle Van Groeningen für pflegeleichte Beete. Der eigentliche Tipp ist aber, dass man sie möglichst dicht setzt. „Pi mal Daumen sieben Stauden pro Quadratmeter sollten es sein“, rät die Dozentin an der Königlichen Gartenakademie in Berlin. „Wenn man sie schon eng pflanzt, hat man einerseits mehr Platz für Pflanzen und größere Vielfalt und andererseits sieht man weniger Erde“, erklärt Van Groeningen. Im Hochsommer kann diese somit weniger schnell austrocknen – man spart sich also in Trockenperioden eher das viele Gießen. Außerdem haben unerwünschte Unkräuter schlechter Chancen. Pflege brauchen die Stauden darüber hinaus kaum. Man schneidet sie am besten nicht mal nach der Saison im Herbst oder Winter herunter, sondern erst im Frühjahr kurz vor dem Neuaustrieb. So hat man selbst im Winter etwas Hübsches im Garten – wenn sich Frost auf den Trieben ablegt, kann das sehr schön aussehen – und die Wurzelstöcke sind besser vor der Kälte geschützt. „Sehr anspruchslos“ seien Katzenminze (Nepeta x faassenii cataria), Frauenmantel (Alchemilla), Steppensalbei (Salvia nemorosa), Taglilien (Hemerocallis), Astern (Aster) und Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum virginicum) – Van Groeningens Pflanztipps. „Von so einem Beet kann man lange die Finger lassen.“ Und für Schattenbeete empfiehlt sie das Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera macrophylla), Storchenschnabel (Geranium), das Zottige Silberglöckchen (Heuchera villosa) und den Geisbart (Aruncus). Profi-Tipp Nummer 2: Mut zur Verwilderung in Maßen „Wer zumindest einzelne Bereiche etwas verwildern lässt, kann auch einen schönen und prächtigen Garten haben“, sagt Olaf Beier, Vorsitzender des Bundesverbandes der Einzelhandelsgärtner. Die einfachste Lösung: Das Gras nicht immer regelmäßig schneiden und von Unkraut ganz so streng befreien, sondern es nach und nach zur Wiese werden lassen. Der praktische Vorteil: Man muss nur wenige Male im Jahr ran, Beier rät sogar nur zum Sensen im Herbst. Wer trotzdem auf seinen Rasen steht: Wie wäre es damit, zumindest in Ecken des Gartens darauf zu verzichten? Und für den Rest schafft man sich einen Rasenroboter an. Prof-Tipp Nummer 3: Pflanzen weniger selbst gießen Täglich, an besonders heißen Tagen gar zweimal, müssen die Pflanzen im Topf im Hochsommer gegossen werden. Aber auch dieser Arbeit lässt sich reduzieren: Mit Wasserspeicher und Bewässerungssystemen. Töpfe mit Wasserspeichern sind eine gute Lösung für wasserbedürftige Pflanzen und für Trockenphasen. Denn die Pflanzen können sich bis zu einem gewissen Grad selbst versorgen, erläutert das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft. Bis dahin muss frisch gepflanztes Grün noch normal über die Erde gewässert werden. Alternativ lässt sich ein Wasserspeichervlies in den Topfboden geben, darauf kommt dann die Erde. Oder man reichert das Substrat mit Granulat an, das Gießwasser besser zwischenspeichert. Für einfache Töpfe gibt es als Ergänzung ausgeklügelte Bewässerungssysteme im Handel. Einfache und recht günstige Lösungen sind etwa Ton-Kegel, die am besten schon bei der Bepflanzung in den Topf gesteckt werden, so dass die Wurzeln sich drumherum bilden können. In die Kegel kommen mit Wasser gefüllte Flaschen, die nach und nach ihren Inhalt abgeben. Teurere Varianten sind computergesteuert Schlauchsysteme, die einen Wasseranschluss brauchen. Und was ist mit den Gartenbeeten? Auch hier lässt sich ein Bewässerungssystem installieren. Und man kann die Wasserspeicherkapazität des Bodens erhöhen: Etwa indem man die Beete so dicht bepflanzt oder die Zwischenräume mit Mulch bedeckt, so dass der Boden nicht mehr der Sonnenverdunstung ausgesetzt ist. (dpa/tmn) 30 www.sz-immo.de | Juni 2020

GARTEN Ein Zuhause für Vögel schaffen Mit einfachen Tricks kann man seinen Garten in ein Vogelparadies verwandeln. Was die Tiere genau zum Brüten und Futtern brauchen: Ein gemütliches Plätzchen für den Nachwuchs, genügend Trinken und schmackhafte Nahrung: Fertig ist das Vogelparadies. Wer seinen Garten oder Balkon für Vögel ansprechend gestalten will, muss ein paar Dinge dabei beachten. Der Nabu Hamburg gibt dazu diese Tipps: Wasser: Die Tränke sollte etwas erhöht stehen, damit die Vögel vor Katzen geschützt sind. So können sie sicher und ungestört Flüssigkeit aufnehmen. Zudem baden viele Vogel gerne. Dafür eignet sich eine flache, erhöht stehende Schale. Wichtig: Das Wasser regelmäßig reinigen. Vögel sind schön und nützlich für den Garten – und man kann ihnen ohne großen Aufwand ein schönes Umfeld schaffen. Foto: pixabay.com/12345 Samen und Beeren: Vögel fressen gerne Früchte und Samen. Geeignete Pflanzen sind beispielsweise samentragende Stauden wie Karden und Mädesüß. Vögel finden aber auch Nahrung, wenn man Gehölze pflanzt – wie zum Beispiel Weißdorn, Vogelbeere, Wilder Wein, Birnbaum, Kornelkirsche, Schwarzer Holunder, Schlehe oder heimische Rosen. Idealerweise wählen Gärtner heimische Pflanzen. Insekten: Auch Käfer, Larven, Fliegen oder andere Krabbeltiere stehen auf der Speisekarte der Vögel. Damit sie Insekten auch finden, sollte man in seinem Garten auf Pestizide verzichten – und den Vögeln die Bekämpfung überlassen. Verstecke: Hecken mit Dornen und Stacheln bieten den Vögeln einen natürlichen Schutz vor Fressfeinden. Damit die Tiere sich sicher fühlen und brüten können, brauchen sie zudem einen Nistplatz – ideal sind natürliche Gelegenheiten, die Fassadenbegrünung, immergrüne Gehölze und hohle Bäume bieten. Aber auch künstliche Varianten sind denkbar wie Nistkästen. Tipps dazu, was welcher Vogel zum Brüten braucht, finden Interessierte zum Beispiel online beim Nabu. (dpa/tmn) Tipps gegen Trockenheit Trockenheit und Wärme können Bäumen und Pflanzen zusetzen. Dabei braucht es nicht viel Arbeit, um Garten und Balkon klimaresistenter zu machen. Hobby-Gärtner können ihre begrünten Balkone und Gärten resistenter gegen Hitze und Trockenheit gestalten. Damit tragen sie gleichzeitig zu mehr Klimaschutz bei. Damit der Boden bei Hitze nicht erodiert, empfehlen sich Mischpflanzungen, Gründüngung und das Mulchen offener Flächen. Zudem sei Komposterde und Humus gegenüber Torferde und Mineraldünger vorzuziehen, heißt es. Bei der Auswahl sollte man sich für heimische und hitzeresistente Pflanzen sowie regional erzeugtes Saat- und Pflanzengut entscheiden. Im Garten sollte die Menge an Grün möglichst groß sein, um seine kühlende Funktion zu verstärken. Schattenspendende Bäume sind laut Verbraucherinitiative besonders wichtig, junge Bäume sollten dabei einen Schutzanstrich gegen Sonnenbrand bekommen. Die Pflanzen sollten am frühen Morgen per Tröpfchenbewässerung mit Regenwasser versorgt werden, ohne direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt zu sein. Zudem dürfen sie bis zu zweimal wöchentlich intensiv bewässert werden. Zum Schutz vor Starkregen ist es sinnvoll, mit wasserdurchlässigem Rindenmulch Wege im Mulch kann an vielen Stellen verwendet werden, die man sonst vielleicht versiegelt hätte. Zusätzlich hält er Wasser im Erdreich. Foto: pixabay.com/1manfredrichter Gartenboden zu gestalten. Dächer und Fassaden von Lauben und Schuppen können ebenfalls begrünt werden. Verzichten sollte man laut Verbraucherinitiative hingegen auf chemische Pflanzenschutzmittel - weil sie den Böden, dem Grundwasser und den Lebewesen schaden. (dpa/tmn) www.sz-immo.de | Juni 2020 31

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