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Immomag Juni 2020

HAUSBAU Foto: Deutsche

HAUSBAU Foto: Deutsche Fliese/Jasba/akz-o Auf konkrete Beschreibung achten Womit ein Neubau innen ausgestattet ist, wird im Bauvertrag beschrieben. Oft allerdings nicht so, dass der Käufer wirklich weiß, was er am Ende bekommt. Die Fliese erobert die Außenflächen Die Keramik hat gegenüber anderen Bodenmaterialien einige Vorzüge aufzuweisen. Ob als Terrassen- oder Balkonbelag, als Pool-Umrandung oder für den Hauszugang und Eingangsbereich: Outdoorfliesen werden immer beliebter. Optisch verströmt das Design der aktuellen Kollektionen, das auf naturnahe, lebendige Oberflächen setzt, Wohlfühl-Flair. Im Alltag bietet Keramik viele Vorzüge: Sie ist dicht geschlossen und kratzfest, Moos und Algen können sich auf der gebrannten Oberfläche ebenso wenig festsetzen wie Rotweinflecken oder Fettspritzer. Die unkomplizierte Nutzung und Reinigung von Fliesen weiß jeder zu schätzen, der das Familienleben mit Kindern, Hunden oder Katzen auf der Terrasse und im Garten ausgiebig genießen und nicht laufend putzen oder ölen möchte. „Bei der Auswahl der passenden Terrassenfliese sollten Bauherren darauf achten, dass die Produkte frostbeständig sind und über eine ausreichende Rutschhemmung verfügen“, empfiehlt Jens Fellhauer vom Bundesverband Keramische Fliesen e.V. Neben den sogenannten „Spaltplatten“ ist Feinsteinzeug das Material der Wahl für den Einsatz im Freien. Sehr stabil und belastbar sind die neuen Outdoor-Platten in 20-mm-Stärke – die sowohl fest als auch lose verlegt werden können. Die Wahl der Verlegeart hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab, wie Karl-Hans Körner vom Fachverband Fliesen und Naturstein erläutert: „Eine feste Verlegung erfordert in der Regel einen höheren Aufbau der Unterkonstruktion sowie ein stärkeres Gefälle. Wenn dies nicht möglich ist, sollte im Kies- oder Splittbett beziehungsweise auf Stelzlagern verlegt werden.“ Extreme Temperaturschwankungen sowie Witterungseinflüsse sind ein täglicher Härtetest für Außenbeläge. Wer sich auf Dauer an einer schönen Terrasse erfreuen möchte, sollte auf einen normgerechten Konstruktions-Aufbau sowie die Einhaltung des vorgeschriebenen Gefälles achten. So empfehlen die Fliesenhersteller, die Verlegung von Terrassenfliesen unbedingt einem qualifizierten Fliesenleger, sprich: einem Meister- beziehungsweise Innungsbetrieb anzuvertrauen. Denn Fachbetriebe arbeiten mit bewährten Verlege-Materialien und zertifizierten Systemkomponenten – und gestalten damit dauerhaft schöne Terrassen. (akz) Details wie der Waschtisch, der Innenputz oder Fenster und Türen: Die Ausstattung eines Neubaus ist in der Bau- und Leistungsbeschreibung im Bauvertrag festgelegt. Käufer sollten hier auf eine möglichst genaue Beschreibung achten, rät der Bauherren-Schutzbund (BSB). Das heißt: Am besten stehen dort eindeutige Produktbezeichnungen, Herstellermarken oder exakte Angaben zu den verwendeten Materialien. In der Praxis wird allerdings häufig nur vage formuliert, dann steht im Vertrag etwa nur „Heizung“. Abzuraten ist auch von bloßen Zusätzen wie „oder gleichwertig“. Hier sollte der Käufer darauf bestehen, dass im Vertrag eine konkret definierte Qualität angegeben wird. (dpa/tmn) Foto: pexels.com/Rene Asmussen 24 www.sz-immo.de | Juni 2020

HAUSBAU Wenn das Brummen nervt Manche Wärmepumpe strapaziert die Nerven der Nachbarn gehörig. Das lässt sich vermeiden, wenn man ein paar Tipps bei der Planung berücksichtigt. Die Wärmepumpe ist eine effiziente Alternative zu Gas- und Ölheizungen. Sie kann im Neubau, aber auch im Zuge der energetischen Modernisierung von älteren Häusern eingesetzt werden. Doch vor allem in dichter bebauten Wohngebieten muss bei der Planung einiges beachtet werden, damit der Nachbarschaftsfrieden nicht gefährdet wird. Die Tücken anhand der Varianten: 1. Die Erdwärmepumpe Die Erdwärmepumpe nutzt die im Erdreich gespeicherte Wärme zur Raumheizung oder Warmwasserbereitung. „In der Vergangenheit kam es vereinzelt zu Problemen, wenn mehrere Sonden mit zu geringem Abstand zueinander gesetzt wurden“, sagt Georg Lange vom Bundesverband Deutscher Fertigbau. Foto: Kermi GmbH/akz-o Mit der Einhaltung der aktuellen Planungsvorgaben für Erdwärmepumpen lässt sich dieses Problem aber weitgehend vermeiden. Wichtig ist dabei, von vornherein nicht nur das eigene Grundstück, sondern auch mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft zu beachten. „Entscheidend ist, zwischen den Sonden, zu den Gebäuden und auch zu den Grundstücken Mindestabstände einzuhalten“, präzisiert Alexander Sperr vom Bundesverband Wärmepumpe. „Wie groß diese sind, ist in der VDI-Richtlinie 4645 für die Planung von Wärmepumpenanlagen in Ein- und Mehrfamilienhäusern geregelt.“ 2. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen die Wärme aus der Außenluft. „Sie erzeugen brummende Geräusche, die vor allem in dichter bebauten Gebieten zur Belastung für die Nachbarschaft werden können“, erklärt Frank Hettler vom Informationsprogramm Zukunft Altbau. Hauptlärmquelle bei Luftwärmepumpen ist der Ventilator. „Sein Standort sollte sehr sorgfältig ausgewählt werden, möglichst weit weg von Wohn- und Schlafzimmern“, rät Hettler daher. In vielen Fällen wird die Wärmepumpe im Garten aufgestellt. Dabei muss aus Lärmschutzgründen ein Mindestabstand zum Nachbarn eingehalten werden. Ob das im individuellen Fall möglich ist, lässt sich online mit dem Schall-Rechner des Bundesverbands Wärmepumpe herausfinden. Als Faustregel könne zudem gelten: Unterschreitet das Gerät im Tag- und Nachtbetrieb die Anforderungen der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) jeweils um sechs Dezibel, liegt kein Problem mit Geräuschimmissionen vor. Die gute Nachricht für alle, die planen, eine moderne Wärmepumpe zu kaufen: In Siedlungen mit Fertighäusern hat man über längere Zeit Erfahrung mit Luftwärmepumpen gesammelt. „Die Luftwärmepumpen sind in den letzten Jahren viel leiser geworden, weil die Hersteller viel für den Schallschutz getan haben“, hat Lange vom Bundesverbands Deutscher Fertigbau beobachtet. Sperr hat außerdem einen Tipp zur Installation: „Um Körperschallübertragung zu vermeiden, sollten bei der Montage geeignete Schwingungsdämpfer verwendet werden. Reflexionen können vermindert werden, wenn die Geräte nicht direkt an Wänden oder auf schallharten Oberflächen stehen.“ Und Hettler empfiehlt: „Wird die Wärmepumpe an der Seite des Grundstücks installiert, an der schon ein gewisser Grundlärm herrscht, zum Beispiel an einer Straße, tritt das Ventilatorgeräusch eher in den Hintergrund.“ (dpa-tmn) Ein Zuhause – für die Zukunft gebaut. Wir sind die Spezialisten für individuellen Massivhausbau! ✓ Maßgeschneiderte und individuelle Architektur für ein vollkommenes Lebensgefühl. ✓ Massiv, ökologisch und modern für mehr Lebensstil. Besuchen Sie uns: Auf über 200 m 2 mit umfangreicher Bemusterungsausstellung! BauinformationsZentrum · Sven Paulisch · Bremer Straße 65 · 01067 Dresden · www.sp.elbe-haus.de · Tel.: 0351 / 42 45 055 · Email: dresden@elbe-haus.de www.sz-immo.de | Juni 2020 25

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