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immomag Februar 2020

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IVD – Das

IVD – Das Markenzeichen qualifizierter Immobilienmakler, Verwalter und Sachverständiger ANZEIGE Blick vom Dachgeschoss des DKB-Hauses auf die Kuppel der Frauenkirche. Uwe Schatz, Geschäftsführer von DER IMMO TIPP. Die Gäste in den Geschäftsräumen der DKB Grund GmbH. Martin Schatz bei seiner Begrüßungsansprache. Viel zu besprechen, aber dabei das Feiern nicht vergessen: Der Immobilienverband Deutschland hatte zum Neujahrsempfang nach Dresden geladen. Über den Dächern der Stadt Neues Jahr, neues Glück. Und im aktuellen Fall sogar: Neues Jahrzehnt, neues Glück. Gute Gründe für den Immobilienverband Deutschland IVD, die Mitglieder aus der Region nach Dresden zu laden, um sich in entspannter Runde auszutauschen. Nachdem der Neujahrsempfang im letzten Jahr in der Gläsernen Manufaktur am Straßburger Platz stattgefunden hatte, traf man sich am 16. Januar nur einige Hundert Meter weiter stadteinwärts in einem gleichfalls interessanten Gebäude. Das Verbandsmitglied DKB Grund GmbH hatte in seine Geschäftsräume in der Wilsdruffer Straße 3 geladen – und zahlreiche IVD-Mitglieder aus Dresden und Sachsen folgten der Einladung in das Haus mit dem markanten Dachgeschoss, das zwischen 1959 und 1961 am Pirnaischen Platz errichtet worden war und das den östlichen Abschluss der Nachkriegsbebauung der ehemaligen Ernst-Thälmann-Straße bildet. Organisator des Abends war das Team des langjährigen Dresdner IVD-Mitglieds DER IMMO-TIP. Dessen Geschäftsführer Uwe und Martin Schatz begrüßten kurz nach 18 Uhr gemeinsam mit Hausherrin Julia Teuscher-Bergien die Immobilienprofis, und nur wenig später durften die Gäste Teil eines anregenden Wettstreits werden, der nicht nur als spaßiges Intermezzo gedacht war. Immobilienverband Deutschland IVD – Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen Region Mitte-Ost e.V. Regionalgeschäftsstelle Leipzig Maximilianallee 4, 04129 Leipzig, Tel. 0341 6019495 Regionalgeschäftsstelle Dresden Semperstr. 1, 01069 Dresden, Tel. 0351 433130 www.ivd-mitte-ost.net

und verwalten diese Berufsgruppen umfangreichen Immobilienbesitz – und damit insgesamt mehr als die Hälfte unseres Volksvermögens. Das sollte man nicht Laien überlassen.“ Als weniger gut für die Immobilienbranche empfindet Schatz die Neureglung des Bestellerprinzips, denn seiner Meinung nach „gehen die neuen Regelungen am Großteil des Marktes vorbei. Wir wünschen uns hier mehr Freiheit in der Vertragsgestaltung.“ Die Marsmallow Challenge forderte volle Konzentration. Befragt nach den Herausforderungen der näheren und ferneren Zukunft identifiziert Martin Schatz vor allem ein Thema als wichtig: „Wie viele andere Branchen auch benötigen wir mehr denn je qualifizierten Nachwuchs. Die Anforderungen an Makler und Verwalter steigen, gleichzeitig trifft uns gerade der Nachwende-Geburtenknick hart. Zusätzlich geht uns aktuell viel professionelle Erfahrung verloren, weil sich die Generation, die in den letzten drei Jahrzehnten das Immobiliengeschäft in den neuen Ländern aufgebaut hat, Schritt für Schritt aus dem Arbeitsleben zurückzieht“. Julia Teuscher-Bergien, Teamleiterin Verwalter Ost der DKB. Nachdem sich durch vorher im Publikum verteilte Spielkarten nach dem Zufallsprinzip gemischte Vierer-Teams gebildet hatten, wurde den Gruppen eine Aufgabe gestellt. Sie mussten – nur mithilfe von zwanzig Spaghetti und einer limitierten Menge Klebeband und Bindfaden – einen standfesten und dabei möglichst hohen Turm errichten, auf dessen Spitze ein Marshmallow stecken sollte. Der Zeitrahmen: zwanzig Minuten, zu vergebende Schönheitsnoten: keine. Alle Teams widmeten sich dieser als „Marshmallow Challenge“ bekannten Übung für ergebnisorientiertes Denken mit Hingabe, und nach Ablauf der Zeit standen auf den Tischen fast aller Teams mehr oder minder stabile Konstruktionen aus ungekochten Nudeln und Schaumzuckerhappen. Was hatte die Übung bewirkt? Menschen, die sich vorher nicht kannten, mussten innerhalb kürzester Zeit Lösungen entwickeln, Entscheidungen fällen und gemeinsam etwas erschaffen. Ohne auf Augenhöhe miteinander zu reden und ohne den Aufbau von Vertrauen in die anderen Teammitglieder ist ein Unterfangen wie dieses zum Scheitern verurteilt – Schön ist der Turm nicht, aber er steht … und genau diese Tatsache sollte den Immobilienprofis verdeutlicht werden. „Vertrauen ist die Grundlage unseres täglichen Arbeitens, und Vertrauen kann man nicht kaufen“, sagte Martin Schatz im Anschluss und forderte die Gäste zudem auf, in ihrer täglichen Praxis – analog zur „Marshmallow Challenge“ – öfter mal mehr Mut zu haben, mehr miteinander zu reden und zu lachen. In einem sich stetig ändernden Markt müsse man „öfter mal was probieren, wenn es gut ist, weitermachen, wenn es nicht gut ist, daraus lernen“, so der IMMO-TIP-Geschäftsführer. Und welche Themen beschäftigen die Branche zu Beginn des neuen Jahres? Positiv sieht Martin Schatz die Tendenz zu größerer Professionalisierung in der Branche durch die Fortbildungspflicht für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter. „Unser Geschäft braucht Menschen mit breitem und aktuellem Branchenwissen. Immerhin managen Fotos: Robert Haupt „Vertrauen ist die Grundlage unseres täglichen Arbeitens, und Vertrauen kann man nicht kaufen.“ In Bezug auf das aktuelle Marktgeschehen in Dresden sieht Schatz schon jetzt längere Vermarktungszeiten und mehr Leerstand bei Mietwohnraum – bedingt durch eine derzeit sehr hohe Fertigstellungsquote, der ein Bedarf gegenübersteht, der sich nicht so entwickelt hat, wie viele in der Branche es sich erhofft hatten. Auch deshalb sieht Martin Schatz weder lokal noch bundesweit einen wirklichen Mietnotstand, auch wenn preiswerter Wohnraum in manchen Ballungsräumen zu einem raren Gut geworden ist. „Grundsätzlich wünschen wir uns, dass die öffentliche Debatte beim Thema Wohnen und Mieten in Deutschland mehr auf Basis von Daten und Fakten und weniger auf Grundlage von Emotionen und Ideologien geführt wird“, sagt das IVD-Mitglied. Und fügt abschließend hinzu: „Ich persönlich wünsche mir für die kommenden Jahre, dass sich die Menschen hier im Osten Deutschlands stärker mit Vermögensaufbau durch Immobilieninvestitionen auseinandersetzen und dass infolgedessen perspektivisch mehr privates Wohneigentum geschaffen wird – und dass das Geld dafür auch aus der Region kommt! Mieteinnahmen aus Dresden sollten mehrheitlich auch dort bleiben und wieder ausgegeben werden, wo sie erwirtschaftet werden, das stärkt unsere Wirtschaft hier vor Ort und bringt uns alle regional und national vorwärts.“

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

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