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immomag Februar 2020

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IMMOBILIEN-NEWS

IMMOBILIEN-NEWS WUCHERMIETEN- GESETZ SOLL VERSCHÄRFT WERDEN NEUES GELDWÄSCHEGESETZ Zum Jahresbeginn 2020 ist in Deutschland das novellierte Geldwäschegesetz in Kraft getreten. Das bestehende Gesetz wurde um neue Regelungen ergänzt, die künftig Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung erschweren sollen. Daraus ergeben sich auch erweiterte Pflichten für Immobilienmakler. Diese müssen ihre Kunden künftig nicht nur bei der Vermittlung von Kaufobjekten überprüfen, sondern auch bei der Vermittlung von Miet- oder Pachtverträgen, bei denen die monatliche Miete oder Pacht 10 000 Euro oder mehr beträgt. Foto: geralt/pixabay Ende 2019 hat der Bundesrat für einen Gesetzentwurf gestimmt, mit dem Mieter sich besser gegen überhöhte Mieten wehren können. Eine Mietpreisüberhöhung wird demnach zu einer Ordnungswidrigkeit, wenn ein Vermieter in einer Stadt mit angespanntem Wohnungsmarkt Mietpreise von 20 Prozent oder mehr über der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangt. Bislang haben es Mieter schwer, sich gegen Wuchermieten zu wehren, da sie stets zwei Beweise erbringen müssen: Zum einen, dass sie sich vergeblich um eine günstigere Wohnung bemüht haben. Zum anderen, dass der Vermieter eine Zwangslage ausgenutzt hat. Der neue Gesetzentwurf würde zur Folge haben, dass es ausreicht, wenn nachweisbar ist, dass vor Ort ein geringes Angebot an vergleichbarem Wohnraum vorliegt. Als Strafe drohen Vermietern nach der erfolgten Reform Bußgelder von bis zu 100 000 Euro. www.diemar-jung-zapfe.de Holen Siesichdie Zukunft in IhrZuhause. Ob Photovoltaik,E-Mobilität oder Telekommunikation – entdeckenSie unsere intelligenten Lösungenfür Ihr Eigenheim. Neugierig auf die Energiewelt von morgen? HAUS 2020, 05.–08.03.2020 Messe Dresden, Halle 4, Stand L11 Photovoltaik: Anlagekaufen oder pachten, eigenen Solarstrom erzeugen und speichern E-Mobilität:Ladelösungen aus einer Hand – inklusivePlanung,Technik und Installation Telekommunikation: Highspeed-Internet 22 www.sz-immo.de | Februar 2020 und IP-Telefonie in bester Qualität Sie möchten mehr erfahren? WirberatenSie gern persönlich aufder HAUS 2020.

IMMOBILIEN-NEWS Foto: www.istockphoto.com © mattiestudio MEHR INTELLIGENTE STROMZÄHLER Der verpflichtende Einbau der vernetzten Zähler („Smart Meter“) wird ausgeweitet. Obligatorisch sind die Geräte ab jetzt für Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von über 6 000 Kilowattstunden – einen solchen Verbrauch erreichen gewöhnlich aber nur Haushalte mit fünf oder mehr Mitgliedern und elektrischer Warmwasserbereitung. Der durchschnittliche bundesdeutsche 2-Personen-Haushalt ohne elektrische Warmwasserbereitung verbraucht jährlich etwa 3 000 Kilowattstunden Elektroenergie. Smart Meter werden auch vorgeschrieben, wenn Solaranlagen mit einer Leistung von sieben bis 100 Kilowatt installierter Leistung Strom erzeugen. Oder wenn der Verbraucher ein verringertes Netzentgelt für eine Wärmepumpe oder eine Nachtspeicherheizung zahlt beziehungsweise über eigene Ladepunkte für Elektromobile verfügt. Für Haushalte mit einem Jahresverbrauch unter der 6 000-Kilowattstunden-Grenze kann der Einbau trotzdem obligatorisch werden, wenn der Messstellenbetreiber oder der Vermieter sich für eine solche Nachrüstung entscheiden. Gut zu wissen: Verbraucher müssen nicht selbst tätig werden. Drei Monate vor dem Einbau müssen Vermieter oder Messstellenbetreiber über den Umbau informieren. BETRUG MIT GRUNDERWERB- STEUER ER- SCHWERT Im ersten Halbjahr 2020 soll eine Gesetzesreform beschlossen werden, die sogenannte Share Deals erschweren soll. Das sind legale Tricks, mit denen das Zahlen der Grunderwerbsteuer vermieden werden kann. Bislang funktionierte ein Share Deal so: Eine Immobilie wird nicht direkt verkauft – stattdessen wird eine Firma, die Eigentümer der Immobilie ist, an einen Investor verkauft. Dieser Investor erwirbt weniger als 95 Prozent Anteil der Firma mit der Immobilie. Nach einer Haltefrist von fünf Jahren erwirbt er dann die übrigen rund fünf Prozent an der Firma und damit auch die Immobilie. Dabei wird keine Grunderwerbsteuer fällig, und das Vorgehen ist trotzdem vollkommen legal. Dieses „Steuersparmodell“ soll in der Zukunft schwerer umsetzbar sein. Die Grenze, für die keine Grunderwerbsteuer fällig ist, soll von 95 auf 90 Prozent sinken. Zusätzlich soll die Haltefrist von fünf auf zehn Jahre angehoben werden. Quellen: Sächsische Zeitung, heise.de, immowelt.de, t-online.de, homeday.de, wikipedia.de, Bundes- ministerium des Innern, Bundesministerium der Justiz WOHNUNGSEIGEN- TUMSGESETZ WIRD REFORMIERT Im Januar 2020 hat das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz einen Gesetzentwurf zur Reform des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) vorgelegt. Die WEG-Reform soll spätestens im Jahr 2021 abgeschlossen sein. Themen der Gesetzesnovelle sind unter anderem: ; Wohnungseigentumsanlagen sollen leichter saniert und modernisiert werden können. Es geht vor allem um Lademöglichkeiten für Elektroautos, Barrierefreiheit und Einbruchschutz. ; Verwalter von Wohnungseigentumsanlagen sollen künftig eigenverantwortlich über Maßnahmen entscheiden können, die ohne Eigentümerversammlung getroffen werden können. ; Eigentümerversammlungen in Wohnungseigentumsanlagen sollen vereinfacht werden. Es soll zum Beispiel möglich sein, online an der Versammlung teilnehmen und mitentscheiden zu können. ; Bei ständiger schleppender Zahlung des Hausgelds soll es in Wohnungseigentumsanlagen unter bestimmten Bedingungen zukünftig einfacher werden, einem Wohnungseigentümer sein Eigentum zu entziehen. ; Auch für Mieter soll es künftig leichter werden, den Bau von Ladeanlagen für Elektroautos, Maßnahmen zur Barrierefreiheit und besseren Einbruchschutz durchsetzen zu können. Umgekehrt sollen Eigentümer dadurch entstehende Kosten auch an die Mieter weitergeben dürfen. Mithilfe der intelligenten Stromzähler wollen die Versorger einen besseren Überblick über den Verbrauch und über Schwankungen in „ihren“ Netzen erhalten. Dem Endkunden soll ein Smart Meter ein besseres Gefühl für seinen Stromverbrauch geben, dadurch soll er für Einsparpotenziale sensibilisiert werden. Außerdem entfällt durch das direkte Senden der Verbrauchsdaten an den Versorger das klassische Ablesen des Stromzählers. Jedoch: Datenschützer beklagen, dass das permanente Senden von Echtzeit-Informationen über den Energieverbrauch nur ein weiterer Schritt hin zum „gläsernen Verbraucher“ ist. Baumesse HAUS 2020 · 05. – 08.03.2020 · Halle 3/Stand E11 www.sz-immo.de | Februar 2020 23

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