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immomag Dezember 2020

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WOHNEN Tödliche Gefahr

WOHNEN Tödliche Gefahr in der Heizperiode Foto: Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen Jeder vierte deutsche Haushalt hat einen Kamin- oder Kachelofen – doch nur wenige schützen sich wirklich konsequent vor Kohlenmonoxid. Giftiges Kohlenmonoxid (CO) kann durch verstopfte Abluftrohre und Schornsteine von Gasthermen, Ölheizungen oder Kamin- und Kachelöfen in die Raumluft gelangen. Durch technische Defekte, mangelnde Wartung oder Manipulationen an der Verbrennungseinrichtung können insbesondere bei geschlossenen Fenstern lebensbedrohliche CO-Konzentrationen verursacht werden. Mit einer Aufklärungswoche anlässlich der Umstellung auf die Winterzeit vom 19. bis 25. Oktober weist die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen gemeinsam mit Feuerwehren und Schornsteinfegern auf die Gefahr durch Kohlenmonoxid hin. Laut einer Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Deutschland haben 82 Prozent der Befragten schon einmal von Kohlenmonoxid-Vergiftungsfällen gehört. Die meisten geben außerdem an, Ursachen und Symptome von CO-Vergiftungen zu kennen, aber nur 41 Prozent schätzen das Risiko einer Vergiftung mit CO eher hoch oder sehr hoch ein. Nur 15 Prozent haben einen CO-Warnmelder installiert, um sich und ihre Familie zu schützen. Überprüfung, Wartung, CO-Warnmelder Auf 41,1 Mio. deutsche Haushalte kommen laut Statistik des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks 11,1 Millionen offene Kamine, Kaminöfen und Kachelöfen usw., sogenannte Einzelraumfeuerungsanlagen. Alexis Gula vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks rät daher: „Um die Gefahr von CO-Unfällen zu minimieren, sollten Wohneigentümer ihre Kamine oder Öfen regelmäßig warten bzw. überprüfen lassen“. Die Übergangsregelung der 1. BImSchV schreibt seit 2010 einen neuen Grenzwert von 0,15 g Staub und 4 g Kohlenmonoxid pro m³ Abgas für die sog. Einzelraumfeuerungsanlagen vor. Ältere Modelle, die diesen Wert nicht mehr einhalten können, müssen zu bestimmten Zeitpunkten ausgetauscht, nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden." Als lebenswichtige Sicherheitsmaßnahme empfehlen Feuerwehren und Schornsteinfeger allen Eigentümern mit Kaminen oder Kachelöfen, CO-Warnmelder zu installieren. Diese überprüfen den CO-Gehalt der Raumluft und warnen rechtzeitig vor dem tödlichen Atemgift. „Wichtig dabei ist auf die Qualität der Warnmelder sowie eine fachgerechte Montage zu achten. Wir empfehlen CO-Warnmelder, die von einem anerkannten Prüfinstitut nach EN 50291 zertifiziert worden sind“, ergänzt Anne Wentzel, Sprecherin der Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Die Geräte sollten an der Decke mit mindestens 30 Zentimetern Abstand zur Wand, jedoch nicht direkt über dem Kamin oder Ofen montiert werden. Kein Geruch, kein Geschmack, unsichtbar Kohlenmonoxid ist ein besonders gefährliches Atemgift, denn das toxische Gas ist unsichtbar, geruchs- sowie geschmacksneutral und damit für Menschen nicht wahrnehmbar. „Eine beginnende CO-Vergiftung äußert sich durch Kopfschmerzen, Benommenheit und Übelkeit. Abhängig von der Konzentration in der Raumluft führt Kohlenmonoxid zu erheblichen Beschwerden, Bewusstlosigkeit und unentdeckt sogar zum Tod. Auch in geringen Dosen über einen längeren Zeitraum kann CO zu einer chronischen Vergiftung führen“, berichtet Neurologin Dr. Gabriele Wöbker über die gesundheitlichen Folgen. (ots) Mehr Informationen auf www.co-macht-ko.de 46 www.sz-immo.de | Dezember 2020/Januar 2021

WOHNEN Die besten Pflanzen fürs Badezimmer Statt funktionaler Nasszelle ist das Badezimmer heute ein Ort der Entspannung. Dazu tragen auch Pflanzen bei. Im Grunde genommen haben Badezimmer genau eine Funktion: Sie sind ein Ort der Körperpflege. Daran hat sich prinzipiell nichts geändert. Ihre Ausstattung hat sich in den vergangenen Jahren dennoch stark verändert: Den tristen Nasszellen von einst kommt inzwischen eine hohe Bedeutung innerhalb des Wohnkonzepts zu. „Das Badezimmer soll längst nicht mehr nur technische Funktionen erfüllen, sondern auch ein gemütliches Ambiente mit Lifestyle-Charakter schaffen,“ sagt Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie. Lebendige Natur in Form verschiedener Pflanzen in unterschiedlichen Grüntönen macht aus dem Bad einen Ort der Ruhe und Entspannung. „Richtig eingesetzt verwandeln Pflanzen ein Badezimmer mit Fenster in eine Wohlfühloase, gerade in der dunklen Jahreszeit“, sagt auch Christian Engelke vom Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur. Doch nicht jeder traue sich das. Kaum Grenzen für die „Pflanzenlust“ Zu groß sei die Angst, das Grün komme mit den Temperaturunterschieden oder dem vielen Wasserdampf nicht klar. Dabei gäbe es kaum Pflanzen, die das stört, beruhigt Engelke. „Wer das Glück eines großen Badfensters hat, durch das viel Licht einfällt, kann nahezu jedes Gewächs ins Bad stellen, abgesehen von Kakteen.“ In hellen und warmen Feuchträumen können sich Pflanzenfreunde also richtig austoben und verschiedene Gewächse miteinander kombinieren. „Farne wie der Schwertfarn oder der Geweihfarn sind besonders toll im Badezimmer“, findet Engelke. Die Tropenpflanze gefällt durch ihre langen Wedel, die, üppig eingesetzt, ein Dschungelfeeling verbreiten. Das trifft auch auf die Korbmarante zu, deren länglich-ovale Blätter gern um die 20 Zentimeter groß werden. Auch Palmen, Orchideen oder Aloe fühlen sich in hellen Feuchträumen wohl. Licht im Bad ist wichtig, aber nicht alles Wer nur ein kleines Badfenster hat und damit wenig Licht, muss sich schon eher Gedanken darüber machen, welche Pflanzen überhaupt zur Begrünung in Frage kommen. „Es gibt aber Pflanzen, die auch mit weniger Licht auskommen“, weiß Engelke. Einige Drachenbäume beispielsweise seien robust. „Auch Spathiphyllum, Einblatt genannt, ist recht unempfindlich und sieht im Badezimmer fantastisch aus.“ Philodendron und Fensterblätter (Monstera) seien genauso empfehlenswert. Auch die Zamioculcas, oder Glücksfeder genannt, komme mit wenig Licht aus. Wer weniger Platz hat, drapiert die kleineren Pflanztöpfe einfach zwischen den Bad-Utensilien auf Abstellflächen oder nutzt den Badewannenrand. Besonders platzsparend sind Tillandsien. Die kleinen, krautigen Pflänzchen brauchen keinen Nährboden, sondern lediglich einen Gegenstand, an dem sie sich festhalten können – einen Ast oder Stein, an dem sie mittels Band festgemacht werden, einen kleinen Pflanztopf oder Schnüre, von denen sie von der Decke hängen. Wasser und Nährstoffe ziehen sie sich aus der Luft. Auch kleine Sukkulenten werden zum Hingucker, wenn sie etwa zu mehreren in einem Pflanztopf stecken oder einzeln in Töpfen oder Pflanzgläsern von der Badezimmerdecke hängen. Wer wenig Stellfläche, dafür aber eine leere Wand zur Verfügung hat, montiert mehrere Wandvasen und befüllt diese mit Tillandsien, Sukkulenten oder kleinen, hängenden Farnen. (dpa/tmn) Foto: stock.adobe.com © New Africa

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