Aufrufe
vor 10 Monaten

Immo Bauen & Wohnen

  • Text
  • Sachsen
  • Beispielsweise
  • Moderne
  • Familien
  • Holz
  • Dach
  • Bauen
  • Sanierung
  • Haus
  • Dresden

20 | UMWELT Beim Dämmen

20 | UMWELT Beim Dämmen die Umwelt schonen Foto: stock.adobe.com © Ingo Bartussek Radonschutz –neue gesetzliche Regelungen Mitdem Inkrafttretendes Strahlenschutzgesetzes gilt zumSchutzvor demradioaktivenEdelgas Radon ein Referenzwert derRadonaktivitätskonzentration von 300 Bq/m 3 im Jahresmittel in Aufenthaltsräumen undanArbeitsplätzen.Neubauten sind so zu errichten, dass derZutritt vonRadon verhindert oder erheblicherschwert wird.Diese Pflichtgiltals erfüllt, wenn die nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik erforderlichen Maßnahmen zum Feuchteschutz eingehalten werden. In den RadonvorsorgegebietenreichtdieserSchutzallein nicht aus. Wer dort ein Gebäude mit Aufenthaltsräumen oder Arbeitsplätzen errichtet, hatseitdem 31.Dezember2020darüber hinaus mindestens eine der in § 154 Strahlenschutzverordnung aufgeführten Radonschutzmaßnahmen umzusetzen. Beispielsweise bieten abdichtende Radonschutzfolien oder technische Einrichtungen zur Fassung und Ableitung von Radon einen wirksamen Schutz gegen eindringendes Gas aus dem Erdreich. Radon ist farblos, geruchlos und kommt in allen Böden und Gesteinen vor. Es stammt aus der natürlichen Zerfallsreihe von Uran und kann als Gas aus dem Erdboden austreten. Wenn ein Gebäude gegenüber dem Erdreich nur ungenügend abgedichtetist,kann Radonins Gebäudeeindringenund sich in Abhängigkeit vom Luftaustausch anreichern. Das Einatmen von Radon und seinen Zerfallsprodukten führt zu einer Erhöhung der Wahrscheinlichkeit,anLungenkrebs zu erkranken. Nach demRauchen isteineerhöhte Radonbelastung die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Die Radonberatungsstelle des Freistaates Sachsen informiert: Telefon: (03 71) 46 124221 E-Mail: radonberatung@smul.sachsen.de Persönliche Beratungstermine nach Vereinbarung möglich. Glas- und Steinwolle sowie Polystyrol werden häufig für die wärmende Hülle des Hauses verwendet. Es gibt aber auch Dämmstoffe aus der Natur. Der Einbauvon Wärmepumpen, Holzheizungenund Anlagen für Solarthermie ist mittlerweile fast schon selbstverständlich.Bei der Dämmung vonNeubauten oder der Sanierung von Altbausubstanz aber wird selbst bei vielen sonst ökologisch vorbildhaften Häusern noch Polystyrol verwendet. Dabei wäre esnaheliegend, auch bei der Dämmung aufnatürlicheProdukte zu achten. Die Angebotspalette für isolierende Materialien natürlichen Ursprungs reicht von Holzfasern und Zellulose über Seegras und Schafwolle bis zu Hanf, Flachs, Jute oder Kork. Erfahrung mit „grüner“ Dämmung hat der Mensch schon seit Jahrhunderten, die guten physikalischen Eigenschaften der Fasern sind seit langem bekannt. Flachsbeispielsweise(dieFaser,aus der auch Leinen hergestellt wird) weist ebenso günstige Dämmeigenschaften wie Polystyrol auf, und ist dabei nachwachsend und somit klimaneutral. Auch die Verarbeitung der Naturfasern zu Dämmstoffen verbraucht weniger Energie als die Herstellung von Dämmstoffen aus fossilen Energieträgern. Naturdämmstoffe einhalten keine Schadstoffe und regulieren das Raumklima auf natürliche Weise. Zusätzlich weisen sie eine natürliche Resistenz gegenSchimmelund Insekten- sowie Nagerbefall auf. Ein weiterer Pluspunkt: Viele natürliche Dämmstoffe stammen aus heimischer Land- und Forstwirtschaft, was lange Transportwege vermeiden hilft. Einige Hersteller bieten natürliche Dämmstoffe sogar in recycelter Form an–es gibt beispielsweise Produkte, dieaus alten Kaffee- und Kakaosäcken hergestellt werden. Und sogar den Geldbeutel kann man mit dem Einsatz vonNaturdämmstoffen schonen: Wer seine Fassadeoder sein Dach nachträglich dämmt, erhält über das Programm „Energieeffizient Sanieren“ der Förderbank KfW eine finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus fördern einige Bundesländer mit eigenen Programmen den Einsatz vonNaturdämmstoffen am Bau. DieVerarbeitung der Materialienist selbstfür Heimwerker unproblematisch. Öko-Dämmstoffe sind hauptsächlich zur Dämmung von Dachschrägen, Decken und Böden sowie Außen- und Innenwänden geeignet. Für die Dämmung von den Erdboden berührenden Gebäudeteilen mit hoher Feuchtigkeitsbelastung (Perimeter-Dämmung) gibt esaber derzeit noch keine natürliche Alternative. (BW/tdx) Die Angebotspalette für isolierende Materialien natürlichen Ursprungs reichtvon Holzfasernund Zellulose über Seegrasund Schafwolle bis zu Hanf, Flachs,Jute oderKork

UMWELT | 21 Der Green Deal für Ihre Heizung Foto: kachelofenwelt.de/Gutbrod/akz-o Europa soll CO₂-neutral werden. Moderne Holzfeuerstätten können helfen, das ambitionierte Umweltziel zu erreichen. Mit ihrem Green Deal hat sich die EUviel vorgenommen: Europa soll als erster Kontinent klimaneutral werden. Um dieses Ziel bis 2050 zu erreichen, müssen unsere Energiesysteme schon vorher vollständig auf alternative Energien umgestellt werden. Egal ob Kachelofen, Heizkamin oder Kaminofen: Wer mit Holz heizt, leistet seinen Beitrag zum Klimaschutz.Deshalb sind moderne Holzfeuerstätten einer der wichtigsten Wege, fossile Energieträger zukünftig mehr undmehr zu ersetzen. Fachmännisch eingestellt und mit gut getrocknetem Holz bestückt verbrennen diese effizienten Öfen und Kamine nach aktuellen Umweltstandardsund CO 2 -neutral. Kurze Wege und regionale Versorgung sind nicht nur gut für die Ökobilanz, sie geben auch den Menschen ein sicheres Gefühl. Das gilt für Lebensmittel genauso wie für Heizmaterial. Indieser Hinsicht punktet Holz aus heimischen Wäldern klar vor fossilen Brennstoffen. Darüber hinaus schätzen viele die Freiheit, mit Holz unabhängig und autark zu heizen. Heutige Holzfeuerstätten gehören zu den fl exibelsten Heizformen. In Niedrigenergiehäusern zum Beispiel kann eine wasserführende Holzheizung zusammen mit anderen Energieträgern wie der Solarthermie den Großteil der Energie für Heizung undWarmwasser erzeugen. Aber was ist mit dem Feinstaub? Eine berechtigte Frage, die sich klar beantworten lässt. Moderne Holzfeuerstätten verfügen heute über eine emissionsarme Verbrennungstechnik. Wird Feinstaubalarm ausgerufen, dürfen Feuerstätten weiter betrieben werden, sofern sie nach dem 1. Januar 2015 fachmännisch eingebaut wurden. Diese Geräte erfüllen die verschärften Anforderungen der 2. Stufe der 1.BImSchV (Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes). Moderne Heiztechnik zeigt damit Wirkung für die Umwelt. Um ein solch wirksames und nachhaltiges Heizkonzept mit Holz umzusetzen, empfiehlt es sich, mit einem Ofen- und Heizungsbauer zu sprechen. Eine Gelegenheit, sich umfassend über moderne Kachelofentechnologie zu informieren und dierichtigenAnsprechpartner in Ihrer Region zu finden, besteht über das Infoportal der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft e.V. unter ww w w.kachelofenwelt.de. (akz-o/BW) Ihr Entsorger vorOrt Fehr Umwelt Ost GmbH – Betriebsstätte Dresden WIR SIND FÜR SIE DA! ■ Wertstoffhoffür Privat und Gewerbe ■ Sperrmüllannahme ■ Containerdienst ■ Gewerbeabfallentsorgung ■ Baustellenentsorgung ■ Entsorgungsberatung Fehr Umwelt Ost GmbH BetriebsstätteDresden Am Lugaer Graben 20 ·01259 Dresden Tel.: 0351207610 ·dispo.dresden@fehr.de ■ Altholzannahme ■ Papier-, Pappe-, Kartonagenannahme ■ Rindenmulchverkauf ■ FreieKfz-Werkstatt (Moped, Pkw, Nutzfahrzeuge, etc.)

Sächsische Zeitung und Sächsische.de

Unsere Partner