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IMMO - Bauen & Finanzieren 2021

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PLANUNG Foto: istock.adobe.com/ Kurhan Zehnmal nachgedacht – Traumhaus auf den Weg gebracht Immobilieneigentümer zu werden ist nicht immer ein Zuckerschlecken, aber die Anstrengung lohnt fast jede Mühe. Kluge Bauherren wissen, wie man Stolperfallen umgeht. „My home is my castle“, weiß der Angelsachse. In diesem vielzitierten Sprichwort stecken bei näherer Betrachtung gleich zwei elementare Wahrheiten, denn „castle“ bedeutet im Englischen sowohl „Schloss“ als auch „Burg“. Zuhause wollen wir es also so schön und gemütlich haben wie in einem Palast, und gleichzeitig so sicher und abgeschieden von den Übeln der Welt wie in einer Festung. Dass die Qualität des Zuhauses zentral für die Lebensqualität ist, sehen auch die Deutschen so. Einer aktuellen Umfrage der PSD Bank Nord zufolge gehören Haus und Wohnung für 73 Prozent der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes zu den wichtigsten Dingen im Leben – und sie liegen damit sogar vor einer glücklichen Partnerschaft (!) (64 Prozent) und Zeit mit der Familie (62 Prozent). Durch COVID-19 hat die persönliche Wohnsituation sogar noch an Relevanz gewonnen. 55 Prozent der Deutschen gaben in der Erhebung konkret an, dass ihnen ihr Zuhause in der Corona-Zeit spürbar wichtiger geworden sind. Dass die „eigenen vier Wände“ erst dann so richtig zum Schloss werden, wenn es auch wirklich die eigenen sind, scheint für viele auf der Hand zu liegen. Man braucht keine Statistiken, um zu wissen, dass den meisten Menschen Wohneigentum lieber wäre, als zur Miete zu wohnen. Etwas zu wollen bedeutet aber noch lange nicht, es auch zu können. Eine Immobilie zu erwerben kostet nicht einfach nur viel Geld – für die meisten von uns ist die Abstand teuerste Anschaffung im ganzen Leben. Machbar ist es allemal, auch bei stetig steigenden Preisen in Stadt und Land. Niedrige Zinsen sorgen am deutschen Immobilienmarkt nach wie vor für ein „finanzierungsfreundliches“ Gesamtbild, in dem sich auch Menschen, die weder Großverdiener noch Erben sind, den Traum vom Haus oder der Eigentumswohnung erfüllen können. Auf dem langen Weg vom Mieter zum Immobilieneigentümer lauern aber einige potenzielle Fallstricke, die man mit kühlem Kopf aber locker umgehen kann. Hier die wichtigsten Punkte, über die man sich im Klaren sein sollte: 1.Nicht alles auf eine Karte setzen Für den Traum von der eigenen Immobilie entwickeln manche Käufer eine Art Tunnelblick. Der Kauf wird dann so kalkuliert, dass es keinerlei finanzielle Spielräume mehr gibt – nur die Immobilie zählt. Fragen Sie sich ernsthaft: Wollen Sie über einen Zeitraum von vielen Jahren wirklich so leben? Wenn an allem gespart wird, was das Leben schönmacht, leiden auf lange Sicht die Lebensqualität, die Beziehung, der Zusammenhalt in der Familie. Rechnen Sie also lieber so, dass der Urlaub, der Restaurantbesuche und die eine oder andere „unvernünftige“ Kleinigkeit noch drin sind. 6 Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2021

PLANUNG 2. Realistisch in die Zukunft blicken Eine durchschnittliche deutsche Baufinanzierung wird in der Regel über 20 bis 30 Jahre zurückgezahlt. In dieser Zeit kann viel passieren. Ehen können geschieden werden, Krankheiten oder Unfälle können passieren, ungeplanter Nachwuchs kann sich ankündigen. Denken Sie daher immer ehrlich über verschiedene Zukunftsszenarien nach, schließen Sie entsprechende Versicherungen ab und sprechen Sie ganz offen mit dem Lebenspartner, bevor Sie das Projekt Eigenheim angehen. 3. Ausreichend Eigenkapital einplanen Viele Verbraucher glauben, dass sie ihre Immobilie ohne Eigenmittel finanzieren können. Dazu gibt es schließlich den Kredit, oder? Ja, eine Hausfinanzierung ohne Eigenkapital ist grundsätzlich möglich. Banken verlangen dann allerdings einen höheren Zinssatz, weil das Risiko für die Institute steigt. Bei einer „100-Prozent-Finanzierung“ müssen viele Bedingungen erfüllt sein: Die Kreditnehmer sollten nicht zu alt sein und sollten über ein festes, nicht zu niedriges Einkommen in einer sicheren Branche verfügen. Beamte werden hier gern gesehen. Auch eine makellose SCHUFA-Auskunft und keine sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind hilfreich. Am Ende entscheidet immer der Finanzierende, ob es ihm das Risiko wert ist – zu viel Hoffnung auf eine Vollfinanzierung sollte man sich nicht machen. Auf der sicheren Seite sind Kaufwillige dann, wenn sie mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten aus eigenen Mitteln stemmen können – und mit jedem Prozent mehr steigen die Chancen auf eine entspannte Finanzierung. weiter auf Seite 8 Unser Musterhaus in Dresden! Termin nach telefonischer Absprache STREIF-Musterhaus Dresden Mobil: 0172 35 77 449 An den Schindertannen 11 (Parzelle 9) 01458 Ottendorf-Okrilla / im Unger Park Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2021 7

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