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Dresden erleben 2020/2021

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Einkaufen und Genießen

Einkaufen und Genießen Christstollen und Eierschecke Die bekanntesten Dresdner Köstlichkeiten sind süß. Fragt man einen Dresdner nach den kulinarischen Spezialitäten seiner Stadt, werden ihm wohl zuerst süße Köstlichkeiten einfallen – denn der Dresdner Christstollen und die Dresdner Eierschecke tragen ihre Herkunft schon im Namen. Während der „Striezel“ traditionell nur zwischen dem Reformationstag und Ende Dezember gebacken wird, kann man den Quarkkuchen mit der fluffigen gelben Decke das ganze Jahr über kaufen. So wie beim Stollen gibt es auch bei der Eierschecke feine Unterschiede: Viele Einheimische schwören auf das Produkt eines ganz bestimmten Bäckers. Und so unterschiedlich wie die Geschmäcker sind dann auch die Empfehlungen an die Gäste der Stadt. Doch egal, für welche Kreation man sich letztendlich entscheidet: Wenigstens ein Stück Eierschecke gehört zum Dresden-Besuch! Den Kaffee dazu kann, aber muss man nicht so trinken, wie es den Sachsen nachgesagt wird: nämlich süß und relativ dünn. Ein besonders schwaches „Gebräu“ wird scherzhaft als Blümchenkaffee bezeichnet, weil man das Dekor des Porzellans angeblich durch das Getränk hindurch sehen kann. Doch ob dünn oder eher kräftig: Fest steht, dass die Sachsen schon um 1700 auf den Kaffee-Geschmack kamen und ihr „Scheelchen Heeßen“ noch immer sehr lieben. Die Kaffeehaus-Tradition hat ihren Schwerpunkt zwar in Leipzig, doch den Kaffee-Filter hat die Dresdnerin Melitta Bentz erfunden. Foto: Werbeagentur Haas Nicht zur num Kaffee Nicht nur zum Kaffee oder als Dessert, sondern auch als Hauptspeise wird eine weitere Spezialität genossen: Quarkkäulchen aus geriebenen Pellkartoffeln, magerem Quark, Eiern und Mehl. Der im Verhältnis seiner Bestandteile stark variierende Teig wird in eine Form gedrückt, die an Frikadellen erinnert, und in der Pfanne gebraten. Für viele Dresdner ist der Zusatz von Rosinen obligatorisch; serviert werden die Käulchen meist mit Zucker und Apfelmus. Bei den herzhaften Gerichten wird gern der Dresdner Sauerbraten angeführt – wobei es sich um eine regionale Variante des auch in anderen Gegenden Deutschlands bekannten Fleischrezepts handelt. Mageres Rindfleisch wird zwei bis drei Tage in eine süß-saure Marinade eingelegt, wie ein Schmorbraten gegart und mit einer Rosinensoße verfeinert; mitunter wird auch geriebener Pfefferkuchen verwendet. Dazu reicht man bevorzugt Apfelrotkohl und Kartoffelklöße. Ein besonderes Kapitel sind die traditionellen Weihnachtsgerichte der Sachsen. Während für die meisten Dresdner am Heiligabend nur Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen infrage kommt, halten es die Erzgebirgler nach Bergmannsart: Das „Neinerlaa“, hochdeutsch „Neunerlei“, besteht aus neun verschiedenen Speisen, die gute Wünsche für die Zukunft symbolisieren. (bh) 48

Einkaufen und Genießen Tradition und feinsteHandwerkskunst Das Stollenmesser Das Dresdner Stollenmesser –traditionell anschneiden HOMMAGE DRESDEN Gesellschaftzur Förderung traditioneller Handwerkskunst in Sachsen mbH Bertolt-Brecht-Allee 22 01309 Dresden Telefon: +49 351 31992210 www.hommage-dresden.de 49

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