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Bauen & Finanzieren 2020

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ROHBAU Die große

ROHBAU Die große Baumesse 2021 Schwerpunkt: Wohneigentumfür junge Familien © Foto: alotofpeople –stock.adobe.com 4.– 7. März ·MESSE DRESDEN 10 –18Uhr ·www.baumesse-haus.de Alle wichtigen Infos zurMesse perApp DerMesse auf Facebook folgen 22 Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2020

So wird das Haus rundum unwetterfest ROHBAU Wer neu baut, kann das Gebäude besser vor künftigen Problemen schützen als einen Bestandsbau. Vor allem den Niederschlag sollte man im Blick haben. Foto: istock.adobe.com/fotomek Sommerliche Unwetter mit Starkregen richten immer wieder große Schäden an. „Im Neubau ist es möglich, gleich bei der Planung extreme Wetterphänomene einzukalkulieren“, erklärt Prof. Norbert Gebbeken von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Hochwassersensibles Bauen umfasst zum Beispiel den Einsatz einer weißen Wanne, die das Haus gegen eindringendes Grundwasser oder Abwasser schützt. Weiße Wannen umschließen den Keller im Erdreich und werden aus Beton mit einem extra hohen Widerstand gegen eindringendes Wasser hergestellt. Im Neubau ist es auch ohne großen zusätzlichen Aufwand möglich, das Erdgeschoss zwei bis drei Stufen höher einzuplanen. Damit ist das Gebäude schon gut geschützt, denn oft dringt das Wasser durch ebenerdige Haus- oder Terrassentüren ein. „Auch das Umfeld des neuen Hauses kann in die Planung einbezogen werden, damit das Hochwasser idealerweise erst gar keine Welle bilden kann, die sich dann ins Haus ergießt“, sagt Prof. Gebbeken. „Das geht zum Beispiel mit Rückhaltebecken in der Nähe und mit dem Bau von Straßen, die in der Mitte eine Delle haben, durch die das Wasser abfließt, so dass sich keine Bugwelle bilden kann.“ Auch die Ver- und Entsorgungsleitungen lassen sich im Neubau von vornherein rückstausicher anlegen. „Es gibt verschiedene Rohrsysteme und Einbauten, die schon im Rohbau installiert werden können, um einen sicheren Rückstauschutz zu gewährleisten“, erläutert Andreas Braun vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Bei der Planung der Entwässerung wird die gesamte Geometrie des Hauses betrachtet. Welche Entwässerungsbereiche sind notwendig? Im eigenen Haushalt? Und vielleicht zusätzlich in einer Einliegerwohnung, die unter der Rückstauebene liegt? „Am Ende wird das Abwasser aus allen Bereichen in eine gemeinsame Sammelleitung geführt und dem Kanal beziehungsweise der öffentlichen Kanalisation zugeführt.“ Die Dächer bei Neubauten werden heute anders ausgeführt als früher. „In der Planung, insbesondere für die Windsogsicherung, sind die aktuellen Regelwerke zu berücksichtigen, die an den Klimawandel angepasst wurden“, sagt Philip Witte vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks. „Konkret bedeutet dies, dass heute zum Beispiel mehr Befestigungselemente erforderlich sind als noch vor 15 bis 20 Jahren.“ (dpa-tmn) Mit dem Kellerausbau lieber warten Bauherren legen gerne selbst Hand an, um zu sparen. Beim Kellerausbau sollten sie ihre Begeisterung aber zügeln. Sonst drohen Bauschäden. Wer den Keller seines neuen Eigenheims direkt zum Wohnraum ausbauen möchte, muss eine Trocknungszeit abwarten. Wie lang die ist, hängt etwa von der Jahreszeit und der Witterung ab. Acht Wochen nach Fertigstellung des Rohbaus sollten Bauherren aber mindestens abwarten, rät die Gütegemeinschaft Fertigkeller. Und im Zweifelsfall sollte man auf jeden Fall etwas länger warten, betonen die Experten. Da durch den Hausbau noch Feuchtigkeit im Gemäuer steckt, kann es im Keller sonst zu Stockflecken und Schimmelbildung kommen, eventuell sogar zu Schäden an der Bausubstanz. Darüber hinaus sollte beim Innenausbau selbst neu entstehende Feuchtigkeit – etwa durch das Tapezieren von Wänden oder das Fliesen von Böden und Wänden – gut weggelüftet werden. Feuchtigkeitsempfindliche Gegenstände wie Umzugskartons und alte Möbel sollten während der Wartezeit auch besser noch nicht im Keller stehen. (dpa-tmn) Foto: istock.adobe.com/Jürgen Fälchle Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2020 23

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