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Bauen & Finanzieren 2020

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NOTARKAMMER SACHSEN Mit

NOTARKAMMER SACHSEN Mit einem Testament das Vermögen verteilen – aber richtig! Oft wollen Erblasser einzelnen Personen bestimmte Vermögensgegenstände zuwenden. Bei der testamentarischen Um- setzung dieses Wunsches lauern jedoch zahlreiche Fallstricke. Foto: istock.adobe.com/Photographee.eu Notar Aurel Kemper 01705 Freital Sörgelstraße10 Telefon: 0351 6495710 Telefax: 0351 6495711 E-Mail: info@notar-kemper.de Bürozeiten: Mo.–Fr.8.00–18.00 Uhr SamstagnachVereinbarung Notar Heinz-Willi Lürken 01099 Dresden ·RadebergerStr.28 Telefon: 0351 563360 Telefax: 0351 5633620 E-Mail: notar.luerken@t-online.de Web: www.notar-luerken.de Wirsindfür Sie erreichbar: Mo., Di., Do., Fr. 8–18Uhr Mi. 8–12Uhr undnachVereinbarung Gesamtrechtsnachfolge Mit dem Tod einer Person geht deren Nachlass insgesamt automatisch auf den Erben bzw. die Erben über. Das Erbe betrifft sowohl Vermögen als auch Schulden. Eine gegenständliche Aufteilung findet kraft Gesetzes nicht statt. „Bei mehreren Erben ist es nicht möglich, einzelne Vermögensgegenstände, wie das Eigenheim oder einen Geldbetrag, einer bestimmten Person zu vererben“, erläutert Manuel Kahlisch, Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen. „Vielmehr erhalten die Erben den gesamten Nachlass gemeinschaftlich. Es entsteht eine Erbengemeinschaft. Die Verteilung der einzelnen Gegenstände erfolgt erst in einem zweiten Schritt, der sogenannten Erbauseinandersetzung.“ Vermeiden lässt sich eine Erbengemeinschaft nur, wenn lediglich eine einzige Person Erbe wird. Warnung vor unklaren Formulierungen In der Praxis kommt es trotzdem vor, dass handschriftliche Testamente Formulierungen wie die Folgende enthalten: Meine Tochter erbt mein Wohnhaus. Mein Sohn erbt mein Bankvermögen. „Da eine ‚Vererbung‘ von Einzelgegenständen nicht möglich ist, sind solche Formulierungen höchst streitanfällig und schaffen nur Unklarheiten“, weiß Kahlisch aus Erfahrung zu berichten. Abhängig vom Wert der einzelnen Gegenstände könnten hier etwa nur die Tochter oder nur der Sohn oder beide mit jeweils zweifelhaften Quoten als Erben eingesetzt sein. Unklar ist auch, was mit dem sonstigen Nachlass geschehen soll. Sollen bei unterschiedlichen Werten der Vermögensgegenstände Ausgleichszahlungen zu leisten sein? Wie soll verfahren werden, wenn das Haus beim Tod bereits verkauft ist oder sich das Bankvermögen seit Abfassung des Testaments erheblich verändert hat? „Testierende wollen Klarheit nach ihrem Tod schaffen und Streit vermeiden. Gerade dann, wenn einzelne Vermögensgegenstände verteilt werden sollen, legen die handschriftlichen Formulierungen vieler Erblasser jedoch erst den Grundstein für Rechtsstreit und Familienzwist“, gibt Kahlisch zu bedenken. (Voraus-) Vermächtnis oder Teilungsanordnung Soll eine bestimmte Person einen bestimmten Gegenstand erhalten, kommen vor allem zwei testamentarische Gestaltungsmittel in Betracht: ein Vermächtnis oder eine Teilungsanordnung. Zwischen beiden bestehen zahlreiche Unterschiede. Bei einem Vermächtnis sind die Erben verpflichtet, der begünstigten Person den zugewendeten Gegenstand zu übertragen. Ist der Ver- 16 Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2020

NOTARKAMMER SACHSEN mächtnisnehmer zugleich Erbe, handelt es sich um ein Vorausvermächtnis. Bei diesem erhält der Miterbe den zugewendeten Gegenstand im Voraus, also vor der Teilung des restlichen Nachlasses. Im Ergebnis wird er damit begünstigt, da er den anderen Miterben keine Ausgleichszahlungen leisten muss. Mittels einer Teilungsanordnung hingegen bestimmt der Erblasser, wie die Vermögensgegenstände unter den Miterben zu verteilen sind. Die Höhe und der Wert der einzelnen Erbteile verschieben sich dadurch nicht, sodass Ausgleichszahlungen entsprechend der Wertverhältnisse zu leisten sind. Für welches dieser – und auch weiterer – Gestaltungsmittel man sich bei einem Testament entscheidet, bedarf einer Entscheidung im Einzelfall. Ihr Notar berät Sie umfassend und erstellt gemeinsam mit Ihnen das Testament, das Ihre Wünsche und Vorstellungen rechtssicher umsetzt. Was macht der Notar bei der Kaufpreisfinanzierung? Foto: istock.adobe.com/goodluz Wer eine Immobilie erwirbt, benötigt meist ein Bankdarlehen. Die Bank ist zur Auszahlung des Darlehens aber nur bereit, wenn sie hierfür eine Sicherheit erhält. Steht als Sicherheit – wie im Regelfall – nur das Kaufgrundstück zur Verfügung, beißt sich die Katze in den Schwanz: Der Käufer möchte das Grundstück zwar bezahlen, hat hierfür aber keine Sicherheit, da im Grundbuch der Verkäufer als Eigentümer eingetragen ist. Umgekehrt will der Verkäufer das Eigentum erst übertragen, wenn er den vollen Kaufpreis erhalten hat. Durchbrechung des Teufelskreises: Die Belastungsvollmacht „Um dem Käufer die Beleihung des Grundstücks als Sicherheit für das Kaufpreisdarlehen zu ermöglichen, sieht der Notar im Kaufvertrag eine sogenannte Belastungsvollmacht vor“, erklärt Manuel Kahlisch, Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen. Der Verkäufer ermächtigt hierbei den Käufer, das Grundstück bereits vor der Eigentumsumschreibung zu beleihen, mit der Einschränkung, dass die Beleihung allein zum Zwecke der Kaufpreisfinanzierung erfolgen darf. Im Verhältnis zu der Bank wird der Verkäufer durch eine sogenannte „einschränkte Sicherungsabrede“ abgesichert: Die Bank darf das Grundstück nur soweit als Sicherheit verwerten, als der Käufer das Darlehen tatsächlich für die Kaufpreiszahlung verwendet hat. Im Regelfall bezahlt die Bank die Darlehenssumme direkt an den Verkäufer. Die Grundschuldbestellung beim Notar Das häufigste Sicherungsmittel für ein Kaufpreisdarlehen ist die Grundschuld. Oft findet der Termin zur Grundschuldbestellung direkt im Anschluss an die Beurkundung des Kaufvertrags statt. „Das Interesse an den einzelnen Regelungen in der Grundschuldbestellung ist bei Vielen eher gering, weil sie ihren Kredit planmäßig zurückzahlen können“, sagt Kahlisch. „Für die Käufer scheint der Darlehensvertrag meist wichtiger, weil sich hieraus die einzelnen Zahlungsbestimmungen wie Tilgung und laufende Zinsen ergeben.“ Doch tritt die Grundschuld dann umso mehr in den Vordergrund, wenn der Kredit nicht mehr bedient werden kann. Durch eine Grundschuld erhält die Bank das Recht, die belastete Immobilie zu verwerten, wenn das Darlehen trotz Fälligkeit nicht zurückgezahlt wird. Wegen der dann gravierenden Folgen muss die Grundschuldbestellung – anders als der Abschluss des Darlehensvertrags – daher beim Notar vorgenommen werden. Notarin Barbara Müller Notar Prof. Dr. H.Heckschen &Notar Prof. Dr. O. vandeLoo Notar Dr. Sven Schindler, M. Sc. Notar Christian Salzig Basteistraße 14 · 01277Dresden Telefon: 035125452-0 Telefax: 0351 25452-23 E-Mail: info@notarin-mueller-dresden.de www.notarin-mueller-dresden.de Sprechzeiten: Mo.–Do.9–18Uhr,Fr. 9–15 Uhr undnachVereinbarung 01069 Dresden ·HoheStraße12 Telefon: 0351 47305-0 Telefax: 0351 47305-10 E-Mail: info@heckschen-vandeloo.de Web: www.heckschen-vandeloo.de Bürozeiten: Mo.–Do. 8.00–20.00 Uhr Fr. 8.00–18.00 Uhr Sa. 9.00–12.30 Uhr 01099Dresden ·Arndtstraße 3 Telefon: +49 351 65670-0 Telefax: +49351 65670-22 E-Mail: info@notarschindler.de Web: www.notarschindler.de Öffnungszeiten: Mo.–Do. 9–12 Uhrund 14–18Uhr Fr.9–14Uhr ·Auf Anfrage auch außerhalbder Öffnungszeiten. 01067Dresden ·Kurländer Palais, Tzschirnerplatz5 Telefon: 035186642-0 Telefax: 0351 86642-25 E-Mail: info@notar-salzig.de Öffnungszeiten: Mo.–Fr.08.00–16.30Uhr undnachVereinbarung Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2020 17

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