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Bauen & Finanzieren 2020

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PLANUNG nuspunkt: Da

PLANUNG nuspunkt: Da eine Eigentümergemeinschaft nun mal aus Menschen besteht, die zusammen auf relativ engem Raum leben, kann es – wie in jedem Mietshaus auch – zu Reiberen und Konflikten kommen. Und einfach aus dem Haus werfen kann man einen Eigentümer nur im extremen Fall über eine langwierige Klage. Ich möchte ein gern ein Haus. Sollte ich bauen oder kaufen? Beim Kauf eines Hauses – egal, ob neu oder alt – hat man immer den Vorteil, dass man sieht, was man bekommt. Man kann die „Ware“ vor dem Kauf in Augenschein nehmen und wenn man Zweifel an der Bausubstanz hat, kann man in Absprache mit dem Verkäufer einen Handwerker oder einen Gutachter bitten, diese Zweifel auszuräumen. Auch kann man mit dem Verkäufer einer Bestandsimmobilie in vielen Fällen verhandeln. Und: Beim Kauf eines Hauses kann man sogar richtige Schnäppchen ergattern, wie beispielsweise bei Zwangsversteigerungen. Sanierungsbedürftige Häuser sind immer billiger zu bekommen als gepflegte. Wer die Zeit und die Mittel für Um- und Ausbauten aufwenden kann und will, wird auch aus einer Bestandsimmobilie immer einen individuellen Wohntraum machen können. Belohnt wird er mit einem Haus, dass die Vorteile alter, grundsolider Bausubstanz mit allen Annehmlichkeiten zeitgemäßer Ausstattung verbindet. Bauen ist - bei vergleichbarer Qualität von Lage, Grundstück und Haus – praktisch immer teurer und nervenaufreibender als Kaufen. Auch der Faktor Zeit sollte bedacht werden. Abhängig vom Umfang des Projektes kann der Bau eines Hauses ein Jahr oder länger dauern – zeitlich auf der sicheren Seite ist man hierbei mit einem Fertighaus, das nach wenigen Wochen oder sogar Tagen einzugsfertig ist. Zusätzlich sollte man bedenken, dass bei einem komplexen Vorhaben wie einem Hausbau immer irgendetwas Unvorhergesehenes passieren kann. Hierfür sollten Bauherren von vornherein einen finanziellen Puffer einplanen. Beim Bauen muss der Bauherr über einen langen Zeitraum viele kleine und große Entscheidungen treffen. Außerdem sollte er immer ein wachsames Auge auf das haben, was auf seiner Baustelle passiert und regelmäßig – und im Bedarfsfall mit fachmännischer Begleitung – Kontrollen durchführen. Auch das Führen eines Bautagebuches wird empfohlen. Klingt alles irgendwie nicht so toll? Wer baut, hat auch einige beträchtliche Vorteile. Neubauten können sehr energiesparend errichtet werden, Foto: istock.adobe.com/Udo Kroener was im Vergleich zu Bestandsimmobilien für wesentlich geringere Ausgaben für Elektroenergie und Heizung sorgt. Dazu kommt, dass es für den Bau von energieeffizienten Eigenheimen Zuschüsse und günstige Kredite vom Staat gibt, die die Brieftasche des Bauherren beträchtlich entlasten können. Als Bauherr hat man außerdem - im Rahmen des Budgets, des Bebauungsplans und der baurechtlichen Vorgaben – viel Gestal- www.diemar-jung-zapfe.de Neue Heizung einbauen, keinen Cent investieren. ENSO.Wärme.Komfort – der bequeme Weg zur Wohlfühlwärme. Auch mit Solarthermie! Attraktiv für Hauseigentümer: Eine moderne Heizung spart Energiekosten und schont die Umwelt. ENSO bietet Ihnen dazu mit ENSO.Wärme.Komfort eine günstige Komplettlösung. ENSO plant, finanziert, baut und betreibt Ihre neue Heizungsanlage zu dauerhaft günstigen Konditionen. Sichern Sie sich effiziente Wohlfühlwärme. Sie möchten mehr erfahren? Wir beraten Sie gern: ENSO Energie Sachsen Ost AG Service-Telefon: 0800 6686868 (kostenfrei) E-Mail: service@enso.de 12 Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2020

PLANUNG Foto: istock.adobe.com/Roman Babakin tungsfreiheit. Man kann gemeinsam mit seinem Architekten oder Bauträger wirklich kreativ an das Lebensprojekt Hausbau herangehen. Die Größe des Baukörpers, die Aufteilung der Räume, die verbaute Technik, die Art der Heizung, die Gestaltung des Außenbereichs ... all das kann man bis ins Detail nach seinen Wünschen entscheiden. Die Gewissheit, dass man für Jahrzehnte in einem Heim leben wird, das man sich und seiner Familie auf den Leib geschneidert hat, lässt viele Menschen die Tage des Baustresses schnell vergessen. Eigentumswohnung: Im Neubau oder im Altbau kaufen? Eigentumswohnungen in „frisch“ errichteten Häusern haben zahlreiche Vorteile. Die fast immer energieeffizient gebauten Gebäude sorgen zum Beispiel für geringe Nebenkosten von Anfang an. Eine weitere Folge modernen Bauens: Auch in Sachen Umweltschutz punktet der Neubau gehörig. Der Immobilienvermittler Engel & Völkers AG gibt im Vergleich zu Altbauten eine im Schnitt um 60 Prozent geringere CO2-Emission pro vergleichbarer Wohneinheit an. Zusätzlich locken neu gebaute Mehrfamilienhäuser oft mit Annehmlichkeiten wie ausgeklügelten Sicherheitssystemen, Smart Home-Anwendungen oder Ladestationen für Elektroautos und E-Bikes. Bei Neubauten bieten die Verkäufer immer öfter eine Option auf individuelle Planung der Wohnung. Käufer können so innerhalb des Grundrisses der Wohneinheit Einfluss auf die Raumaufteilung nehmen, ferner können sie Ausstattungsmerkmale wie Wandgestaltung, Art der Fußbodenbeläge oder Qualität von Fliesen und Sanitärkeramik von vornherein klar festlegen. Ein Extra-Pluspunkt in zumindest einem Teil der Fälle ist, dass manche Baufirmen unternehmenseigene Finanzierungsprodukte anbieten – der Käufer spart sich so die Verhandlungen mit Banken oder Baufinanzierern. Und: Beim Beziehen einer neu gebauten Wohneinheit muss niemand auf den Auszug des Vorbesitzers beziehungsweise -mieters warten. Aber auch Wohnungen in älteren Bestandsimmobilien können punkten. Altbauten liegen meist zentrumsnäher als Neubaugebiete, ihre Umgebung weist eine gewachsene Infrastruktur sowie eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel auf. Ein weiteres Argument „pro Altbau“ ist der Spielraum, den der Käufer bei der Preisverhandlung mit dem Voreigentümer hat. Das entscheidende Plus beim Kauf einer Altbauwohnung ist in den meisten Fällen der Charakter eines solchen Heims. Besonders Wohngebäude, die einhundert Jahre oder älter sind, punkten in vielen Fällen mit besonderen architektonischen Details, hohen Decken, ästhetischen Extras wie Säulen oder Stuckarbeiten, mit schönen Holztüren und wertvollen Parkettfußböden. Der Nachteil dieser „authebtischen“ Häuser aus Uropas Zeiten ist jedoch, dass auf die Wohnungseigentümer auf lange Sicht höhere Instandhaltungskosten zukommen können. (baufi) Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2020 13

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