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Bauen & Finanzieren 2019

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ROHBAU So schön von

ROHBAU So schön von Wind und Wetter gegerbtes Holz hat ein zweites Leben verdient. Foto: pixabay.com Alternativ dazu kann man sich auch in seiner Region auf die Suche machen und entsprechende Händler aufsuchen. Der Vorteil: Man kann Baustoffe, Zierelemente und so manches skurrile Objekt direkt sehen, befühlen und sich von ihnen inspirieren lassen. Und vielleicht kommt der Eigenheimbesitzer, der morgens noch auf der Suche nach Gehwegplatten aus Granit war, am Abend mit einem pittoresken Springbrunnen für seinen Vorgarten vom Händler zurück. Im Zweifel nur zertifiziertes Material nutzen Bei aller Begeisterung fürs Historische sollte nicht vergessen werden, dass manche Materialien auch Risiken bergen können. Gesundheitsschädliche Holzschutzmittel und Klebstoffe können bei verarbeitetem Holz aus dem 20. Jahrhundert durchaus vorhanden sein. Bauherren und Modernisierer, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten deshalb bei Baustoffen jüngeren Datums von Laboren zertifizierte Ware bevorzugen. Oder sie erwerben einfach nur Material, das definitiv vor 1940 Verwendung fand. Bis dahin wurden in unseren Breiten nur Stoffe verbaut, die auch ohne die oft zweifelhaften Segnungen der chemischen Industrie auskamen. Übrigens: Auch für Bauherren, die vor der Errichtung eines Neubaus alte Bausubstanz entfernen müssen, profitieren vom Markt für antike Baustoffe. Sie senken im Falle eines Rückbaus und ebenso bei der Modernisierung eines Altbaus die Kosten für die Entsorgung, oder sie zahlen bei guter Qualität des entnommenen Materials überhaupt nichts an das Abrissunternehmen. (baufi/BHW-Pressedienst) Information Der Unternehmerverband Historische Baustoffe e. V. (UHB) ist der Interessenvertreter der deutschen Anbieter historischer Baumaterialien. Auf seiner Website www. historische-baustoffe.de können Bauherren, Architekten und Eigenheimbesitzer deutschlandweit Angebote zu Baustoffen und Dekorationselementen anfordern. Anbieter antiker Baustoffe im Freistaat Sachsen sind unter anderem: 3 Historische Baustoffe Behrens, 01239 Dresden, www.historischebaustoffe-dresden.de 3 Sebastian Schreier Historische Baustoffe, 04779 Wermsdorf (bei Leipzig), www.historischebaustoffe-leipzig.de 3 ResAnDes Historische Baustoffe, 02747 Rennersdorf (bei Herrnhut), www.resandes.de EDER XP PLANZIEGEL DER NATÜRLICHE BAUSTOFF AUS UNSERER REGION Für alle Baufamilien, die sich in ihrem Haus einmalig wohlfühlen wollen, haben wir die EDER XP Planziegel entwickelt. Ihre massiven Außenmauern in einschaliger Bauweise bieten beste Wärmedämmung (λ =0,08 W/mK), sparen jede Zusatzdämmung und Energiekosten. Als reines Naturprodukt aus bestem Freitaler Ton sorgen sie mit ihrer hohen Speichermasse für ein gesundes Wohn- und Wohlfühlklima. Unddas ganz natürlichfür viele Generationen. MASSIVE VORTEILE Kommen Sie am 28. September 2019 zu unserem Bauherrentag ins Ziegelzentrum Freital ! www.ziegel-eder.de 34 Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2019

ROHBAU Foto: Capri23auto | Pixabay Baumängel nicht vorschnell beheben Taucht beim Bau einer Immobilie ein Mangel auf, kann dies den ganzen Zeitplan durcheinanderbringen. Kein Wunder, dass manche Bauherren den Schaden dann selbst beheben oder andere Handwerker damit beauftragen wollen – auf Kosten des Bauunternehmens, das für den Mangel verantwortlich ist. Doch Vorsicht, warnt der Bauherren-Schutzbund (BSB): So einen Schritt müssen Bauherren gut vorbereiten und erst alle Beweise sichern. Bei kleineren Schäden kann ein privat engagierter Sachverständiger helfen. Bei größeren Mängeln ist unter Umständen ein Beweisverfahren vor Gericht nötig. Denn sonst bleiben Bauherren möglicherweise auf den Kosten sitzen. Firma Chance geben, faire Frist setzen Grundsätzlich müssen Bauherren der verantwortlichen Firma die Chance geben, die Mängel selbst zu beheben – und dafür eine angemessene Frist setzen. Passiert nach der schriftlichen Aufforderung wochenlang nichts, können Bauherren weitere Schritte einleiten. Ein möglicher Schritt: Bauherren können für die Mängelbeseitigung einen Vorschuss vom Bauunternehmen verlangen. Darauf haben sie einen Anspruch, sie müssen die Kosten aber exakt belegen. Um die voraussichtlichen Kosten besser einschätzen zu können, sollte ein Fachunternehmen den Aufwand bewerten und einen Kostenvoranschlag erstellen, rät der BSB. Verweigert die Firma die Zahlung, muss ein Gericht den Streit klären. (dpa-tmn) Bauherr hat Recht auf Bau- und Leistungsbeschreibung Wer ein Haus bauen lässt, hat das Recht auf eine umfassende Bau- und Leistungsbeschreibung. Darin müssen die wesentlichen Eigenschaften des Hauses genau festgehalten werden. Darauf macht der Verband Privater Bauherren (VPB) aufmerksam. Sie muss unter anderem eine allgemeine Beschreibung des herzustellenden Gebäudes, der Art und Umfang der Leistungen und der Arbeiten am Grundstück enthalten. Zweck der Regelung ist es, Bauherren ausreichend Zeit zu geben, die Beschreibung und die Qualität der Leistungen prüfen und Preise vergleichen zu können. Daher muss die Unterlage dem Bauherrn rechtzeitig vor Abgabe seiner Vertragserklärung zur Verfügung gestellt werden. Rechtzeitig bedeutet frühzeitig, also nicht erst kurz vor der Vertragsunterzeichnung. (dpa-tmn) Risikofaktor Stoßfuge Steine für gemauerte Wände werden heute oft nur noch „mörtellos“ miteinander verzahnt. Eine Schwachstelle, die unschöne Konsequenzen haben kann. Steine werden beim Hausbau heute oft nicht mehr wie früher mit Mörtel verbunden, sondern verzahnt verlegt. Bauliche Schwachstellen können die Folge sein: Auf rund 70 Prozent aller Baustellen von Einund Mehrfamilienhäusern, die der Sachverständige Johannes Deeters begutachtet, findet er fachliche Fehler beim Mauerwerk. So seien etwa die vertikalen Stoßfugen zwischen Steinen häufig unzulässig groß. Deeters führt das auf mangelnde Fachkenntnisse der Handwerker zurück, Zeitdruck am Bau kann eine weitere Ursache sein. Stabilität des Gebäudes kann gefährdet sein Zu große Fugen haben Auswirkungen auf den Schallschutz der Gebäude, insbesondere an Trennwänden zwischen einzelnen Wohnungen. Daher müssen Stoßfugen, die breiter als fünf Millimeter sind, vor dem Verputzen sorgfältig geschlossen werden, erklärt Deeters. Im schlimmsten Fall können zu große Fugen sogar die Stabilität eines Gebäudes beeinträchtigen. Hinweise darauf sind später zum Beispiel charakteristische treppenförmige Risse im Putz, so Deeters, der das Büro Emsland des Verbandes Privater Bauherren (VPB) leitet. Steine mit Nut- und Federsystem werden ineinander verzahnt oder „knirsch“ verlegt. Das bedeutet, dass sie so dicht wie möglich aneinandergelegt werden müssen. Genauer gesagt: so dicht, wie dies laut VPB wegen der herstellungsbedingten Unebenheiten der Flächen der Stoßfugen möglich ist. Tolerierbar seien an einer Wand höchstens einzelne nicht geschlossene Fugen, erläutert Deeters. (dpa-tmn) Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2019 35

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