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Bauen & Finanzieren 2019

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PLANUNG Bewertungen zu Fairness, Preisen, Produktleistung, Kundenberatung, Service, Kundenkommunikation, Preis-Leistungs-Verhältnis und Nachhaltigkeit einzusehen. „Die Angebote sind aufgrund des Haustyps, von Bauweisen, Fertigungsstufen und Energiekonzepten sehr unterschiedlich, sodass ein Vergleich nicht einfach ist. Die Transparenz im Markt fehlt leider“, sagt Jürgen Dawo, Gründer des Fertighausanbieters Town & Country Haus. Das Massivhausunternehmen hat bisher mehr als 33 000 Häuser gebaut. Mit der Erfahrung dieser Bauvorhaben empfiehlt Dawo neben dem bereits erwähnten Bodengutachten auch eine Prüfung des gesamten Bauvorhabens durch einen unabhängigen Gutachter. Baufirmen bieten Bauherren diesen Rundum-Check im besten Fall sogar kostenlos an. Von der Prüfung profitieren Bauherren wie Bauunternehmen gleichermaßen – früh erkannte Mängel können mit geringerem Aufwand behoben werden als spät entdeckte Fehler. Zusätzlich kann man mit der Baufirma auch über ein „Sicherheitspaket“ verhandeln. Denn Fehler oder Verzögerungen beim Bau passieren. Im Idealfall kann eine solche Leistung sogar im Hauspreis inbegriffen sein und eine Geld-zurück-Garantie geboten werden. Seriöse Bauunternehmen raten ihren Kunden immer, sich beendete Bauvorhaben anzuschauen und die Eigentümer nach ihren Erfahrungen mit der Firma zu befragen. Natürlich hilft auch die Besichtigung eines Musterhauses. Bauherren, die sich gegen alle Eventualitäten absichern möchten, geben ihr Haus bei einer Firma in Auftrag, die einen garantierten Festpreis und eine Fertigstellungsbürgschaft anbieten. Frage fünf: Wie soll das neue Nest denn aussehen? Wer sich für ein Fertighaus entschieden hat, muss sich vergleichsweise wenig Gedanken über die Details des äußeren Erscheinungsbildes seines Hauses, über Materialien oder Raumaufteilung machen. Dafür gibt es die Kataloge der einschlägigen Anbieter, aus denen man sich bequem sein Wunschhaus zusammenstellen kann. Manch einer aber möchte bei einem so wichtigen Projekt wie dem Bau des Eigenheims nicht auf ausgetretenen Pfaden wandeln. Zu verlockend erscheint die Möglichkeit, dem zukünftigen Nest seinen persönlichen Stempel aufzudrücken. Wer die Individualität des Hauses „vom Architekten“ sucht, muss auch tiefer in die Tasche greifen. Belohnt wird er mit einem neuen Zuhause, das ein Unikat ist und sich im besten Fall wie ein maßgeschneiderter Anzug anfühlt, den man nie wieder ausziehen will. Und: In manchen Fällen ist ein vom Architekten konzipiertes Haus weit mehr als Ein Haus wie dieses gibt es nicht von der Stange. Wer höhere Ansprüche an sein neues Zuhause hat, sollte einen Architekten engagieren. „Grob geschätzt beträgt das Gesamthonorar des Architekten bei einer Vollbeauftragung eines Bauunternehmens zehn Prozent der Kosten für das Gebäude. Foto: gopvammo gargiulo | Pixabay das Luxus-Sahnehäubchen auf dem Lebenstraum Eigenheim. Denn wenn das Baugrundstück einen ungewöhnlichen Schnitt aufweist, an einem Hang liegt oder wenn sich das Gebäude einer bereits bestehenden historischen Bebauung anzupassen hat, ist die Beauftragung eines Architekten fast immer unumgänglich. Wie hoch ist aber der Anteil am Gesamtbudget, den Bauherren einkalkulieren müssen? Das Internetportal immobilienscout24.de gibt folgende Faustformel an: „Grob geschätzt beträgt das Gesamthonorar (des Architekten) bei einer Vollbeauftragung (eines Bauunternehmens) zehn Prozent der Kosten für das Gebäude. Bei einer Teilbeauftragung mit einzelnen Leistungsphasen kommen nur die entsprechenden Anteile vom Gesamthonorar zum Tragen.“ Die Webseite bauplanungen. de empfiehlt sogar, im Zweifel 12 bis 15 Prozent der Gesamtsumme für das Architekturbüro einzuplanen. Grundsätzlich sollte man beim Aussehen des zu planenden Hauses immer bedenken, dass eine schlichte und geradlinige Bauform hilft, Geld zu sparen. Elemente wie Erker, Nischen oder eigenwillige Dachformen steigern einmalig die Handwerkerkosten und langfristig den Energieverbrauch. Gleichfalls bedacht werden sollte die wichtige Frage „Keller oder nicht?“ – denn der Verzicht auf die Unterkellerung entlastet die Geldbörse des Bauherrn in Abhängigheit von Art, Größe und Standort des Hauses noch einmal um 10 000 bis 20 000 Euro. Frage sechs: Will ich selbst beim Bau mit Hand anlegen? Mit Eigenleistungen lässt sich beim Neubau viel Geld sparen, so die gängige Meinung. In der Tat sind die Löhne einer der größten Kostenfaktoren beim Eigenheimbau. Aber: „Viele Bauherren rechnen sich die Sache schön, weil sie die Kosten für ihre eigene Arbeitsleistung nicht mit einbeziehen“, warnt Dieter Räsch von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Es kommt sogar vor, dass Eigenleistungen den Bauablauf stören und dadurch das Projekt verteuern. Denn der Laie muss seine Arbeiten in das Korsett der anderen Gewerke einfügen. Braucht er zu lange, um das Bad zu fliesen, behindert er zum Beispiel den Installateur, der die Sanitärobjekte anschließen muss. „Nicht viele Firmen akzeptieren das“, gibt Räsch zu bedenken. Deshalb 12 Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2019

PLANUNG empfiehlt Räsch, Eigenleistungen gemeinsam mit dem Bauleiter zu planen und nur einfache Arbeiten auszuführen, die möglichst keinen Einfluss auf andere Gewerke haben. So könnte man etwa Hilfsarbeiten wie Abbrucharbeiten erledigen oder Dämmmaterial zwischen die Dachsparren stecken. Wie viel den Firmen diese Zuträger-Arbeiten wert sind, ist immer reine Verhandlungssache. Und: Kein Bauunternehmen ist verpflichtet, vom Bauherrn angebotene Eigenleistungen zu akzeptieren. Wer selbst Hand anlegt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass er für jeden Fehler selbst geradestehen muss. Auch für Schäden, die sich erst später zeigen. Manche Dinge dürfen Bauherren ohnehin nicht selbst machen, auch wenn sie das wollen. „Elektrik, Wasser, Gas, Heizung – das sind Aufgaben für Profis. Zur Sicherheit“, sagt Karl-Heinz Neumann, Trainer bei der DIY Academy in Köln. „Die Fachbetriebe, die solche Arbeiten am Ende abnehmen, würden laienhafte Arbeit gar nicht akzeptieren.“ Grundsätzlich muss wegen eventueller Gewährleistungsansprüche immer klar sein, wo die Verantwortung der Baufirmen endet und die des Bauherrn anfängt. So kommt der Häuslebauer der Baufirma nicht in die Quere, und die kann ihr Programm in Ruhe abarbeiten. Frage sieben: Werde ich den Bau unter Kontrolle haben? Auf Baustellen passiert ständig Neues. Hier kann der Bauherr, der die Verantwortlichkeiten nicht komplett abgegeben hat, den Überblick verlieren. Um für den Fall der Fälle eine Chronologie des Baugeschehens zur Hand zu haben, ist das Führen eines Bautagebuches ein Muss. Der Begriff ist nicht klar definiert, der Zweck ist es schon: Es soll den Bauablauf dokumentieren. Auch Baufirmen und Architekten führen Bautagebücher, um zum Beispiel den Stundenaufwand ihrer Mitarbeiter festzuhalten. Bei einem Projekt kann es also mehrere Exemplare gleichzeitig geben. Ist ein Bautagebuch rechtsverbindlich? „Nein, es ist kein amtliches Dokument, hat aber eine rechtliche Bedeutung“, erklärt Johannes Jochem vom Deutschen Anwaltverein. Ein gut geführtes Bautagebuch bietet die Möglichkeit, zu kontrollieren, ob Zeitpläne und Qualitätsstandards eingehalten wurden. So kann man später in der „Ein gut geführtes Bautagebuch bietet die Möglichkeit, zu kontrollieren, ob Zeitpläne und Qualitätsstandards eingehalten wurden. Gewährleistungsphase leichter Ursachen und Verursacher eventueller Mängel herausfinden. Für den Inhalt des Bautagebuchs gibt es keine Vorschriften – aber sehr wohl Erfahrungswerte. Ein Bautagebuch sollte die wesentlichen Ereignisse auf der Baustelle erfassen. Nicht jeder Handschlag, aber wichtige Daten wie Bauabläufe, beteiligte Firmen, Anzahl der Mitarbeiter, Angaben zum Wetter und besondere Vorkommnisse sollten vorkommen. Fotos sind immer eine gute Ergänzung. Die Eintragungen sollten möglichst von allen Beteiligten unterschrieben werden. Und: Auch wenn auf der Baustelle nichts passiert, sollte der Bauherr dies notieren! Übrigens: Gute Bauträger sind auch daran zu erkennen, dass sie nach dem Einzug mit der Bauherrenfamilie in Kontakt bleiben und nach dem Rechten fragen. Denn kleinere Reparaturen können oft auf kulantem Weg geregelt werden. Dieser Service ist im Vorfeld aber oft schwer zu erkennen – man sollte sich nicht scheuen, direkt danach zu fragen. (baufi/dpa-tmn/ots) Service und Angebote im DREWAG-Treff Informationen zu Strom, Fernwärme, Erdgas und Wasser Klärung aller Fragen zu Anschluss, Versorgung und Energieabrechnung Beratung zum effizienten Einsatz von Energie und Wasser Kostenloser Verleih von Strommessgeräten Thermografie-Paket Heizspar-Check Stromspar-Check Lampen-Check Verleih von Elektro-Fahrrädern Erstellung von Gebäude-Energieausweisen DREWAG-Treff im World Trade Center Ecke Freiberger/Ammonstraße · 01067 Dresden Mo.–Fr. 09:00–19:00 Uhr · Sa. 09:00–13:00 Uhr Telefon: 0351 860-4444 (Mo.–Fr. 07:00–19:00 Uhr) energieberater@drewag.de www.drewag.de Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2019 13

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