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Bauen & Finanzieren 2019

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PLANUNG Die Steuerersparnis Nummer 1: Denkmalgeschützte Gebäude Foto: Tiberius Gracchus, fotolia.com In Deutschland ist es schwer, legal Steuern zu sparen. Und doch gibt es Wege und Möglichkeiten, die kaum jemand kennt. Steuerberater Christoph Renz lüftet das Geheimnis … Ein Hauskauf ist ein Mammutprojekt, vor dem viele zurückschrecken. Wer aber beim Kauf auf die richtigen Punkte achtet, dem eröffnen sich neue Chancen, um effektiv Steuern zu sparen. Der Fiskus belohnt den Erhalt von denkmalgeschützten Gebäuden mit attraktiven Steuervorteilen. Steuerberater Christoph Renz erklärt: „Wer eine Immobilie als Kapitalanlage kauft, profitiert von der Absetzung für Abnutzung (AfA).“ Dabei lässt sich der Wertverlust durch Abnutzung bei den Steuern abschreiben. Was viele nicht wissen: Die prozentuale Abschreibungssumme ist für denkmalgeschützte Gebäude im Vergleich wesentlich höher als bei nicht geschützten Neu- oder Altbauten. Anfallende Kosten für Handwerks- und Sanierungsmaßnahmen setzen Sie bis zu zwölf Jahre von der Steuer ab – die Steueroase schlechthin? Steuerberater Christoph Renz gewährt Ihnen einen Einblick in die Welt geschützter Denkmäler. Warum sind denkmalgeschützte Immobilien ein attraktives Steuersparmodell? » Zahlen und Fakten Die Steuervorteile von Denkmaleigentümern variiert je nach Verwendungszweck: Sind Sie Selbstnutzer oder Kapitalanleger? Wer selbst im denkmalgeschützten Gebäude wohnt, kann zehn Jahre lang bis zu neun Prozent der Sanierungskosten absetzen. Allerdings auch nur die Kosten, die tatsächlich für den Erhalt des Denkmals anfallen. Insgesamt schreiben Sie also bis zu 90 Prozent der Restaurierungskosten ab. Kapitalanleger können sogar 100 Prozent der Kosten abschreiben. Wer die Denkmalschutzimmobilie vermietet, schreibt acht Jahre lang je neun Prozent und weitere vier Jahre lang je sieben Prozent der Restaurierungs- und Sanierungskosten ab. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Kaufvertrag vor Beginn der Sa- Telefon: 0351 400000 Internet: www.renz-steuerberater.de 10 Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2019

PLANUNG nierung abgeschlossen wurde. Die Anschaff ungskosten sind nicht nur der Kaufpreis, auch andere Kosten gehören dazu. Darunter fallen die Notargebühren, der Kaufvertrag, die Eintragung und sogar die Maklergebühren. Diese Kosten werden dann in Grund und Boden sowie Gebäude unterteilt. Abschreibbar sind dann die Kosten des Gebäudes. Es ist wichtig alle Kosten im Blick zu haben, um das Risiko eines Minusgeschäftes zu vermindern. „Die Buchhaltungssoftware DATEV ermöglicht es mir, Ihre Buchführung überall und zu jeder Zeit einzusehen“, erklärt Steuerberater Christoph Renz. „So behalten wir den Überblick über Ihr Vermögen und sind auf alle Eventualitäten vorbereitet“. Für wen lohnt sich der Kauf einer Denkmalschutzimmobilie? Eine Investition in eine denkmalgeschützte Eigentumswohnung zahlt sich in vielerlei Hinsicht aus. Doch der Kauf ist nur dann profitabel, wenn Sie die Immobilie für mindestens 15 Jahre behalten. Denn bei einem Wiederverkauf nach nur wenigen Jahren profi tiert der Nachfolger nicht mehr von den steuerlichen Vorteilen. Dies macht sich in dem Verkaufspreis bemerkbar. In vielen Fällen resultiert daraus ein Minusgeschäft mit ärgerlichen Verlusten. Daher sollten Sie sich vorher im Klaren sein, wie lange Sie die Immobilie im Eigenbesitz halten wollen. Welche Potenziale stecken in Denkmalschutzimmobilien? Denkmalgeschützte Gebäude sind historische Unikate mit Charakter. Eine Immobilie mit architektonischer Raffinesse in attraktiver Lage sorgt für ein positives Wohngefühl – weshalb Mietpreissteigungen und Wertentwicklungspotenziale zu erwarten sind. Immer mehr Menschen ziehen den Charme einer Denkmalimmobilie dem Wohnen in einem Neubau vor und sind bereit, dafür eine höhere Miete zu zahlen. So haben sich Denkmalimmobilien in den letzten Jahren als wahres Paradies für Kapitalanleger ausgestellt. her- EXPERTENTIPP Was ist im Voraus zu beachten? Sicher ist: Wer langfristig Steuern sparen möchte, muss in eine historische Immobilie investieren, die unter Denkmalschutz steht. In Deutschland gibt es 16 verschiedene Denkschmalschutzgesetze, abhängig vom jeweiligen Bundesland. Die zuständige Denkmalschutzbehörde gibt Ihnen Auskunft über potenzielle Kapitalanlagen. Darüber hinaus gilt es von Beginn an eine Genehmigung der zuständigen Denkmalschutzbehörde für sämtliche Restaurierungs- und Renovierungsmaßnahmen einzuholen – ohne Genehmigung, kein Umbau. Nur so kann die Denkmalschutzbehörde eine Bescheinigung für das Finanzamt ausstellen. Ist der Erwerb von Denkmalschutzimmobilien auch ohne Eigenkapital möglich? Die Antwort lautet: ja. Denkmalschutzimmobilien bieten Ihnen vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten – und das zinsgünstig. Bei g uter Bonität und interessantem Standort fi nanzieren Banken bis zu 110 Prozent. „Dennoch ist ein fi nanzieller Puffer beim Hauskauf grundsätzlich von Vorteil“, fügt Steuerberater Christoph Renz hinzu. Ein Stück Geschichte zum Greifen nah – individuell Wohnen Denkmalschutzimmobilien sind nicht nur eine lukrative Kapitalanlage. Sie bieten immer mehr Menschen ein Zuhause mit dem Ambiente. Der Trend zum außergewöhnlichen Wohnen rettet alte Burgen, Fabriken oder auch Kliniken vor dem Abriss. Das Ergebnis: unvergleichliche Wohnräume, die begeistern. Denkmalschutz- immobilien zeichnen sich durch ihre Vielfalt aus. Sie verbinden Kultur und Geschichte in den eigenen vier Wänden. Mit einem denkmalgeschützten Gebäude verleihen Sie Ihrem Wohn- und Lebensgefühl eine n ostalgische faszinieren- Note. Bauen & Finanzieren | Ausgabe 2019 11

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